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Kaufland: Lebensmittel selbst abfüllen – „Zurück zu Omas Zeiten!“

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Von: Benjamin Stroka

Eine Unverpackt-Station bei Kaufland, daneben füllt eine Hand sich selbst Lebensmittel ab. (Montage)
An den Unverpackt-Stationen bei Kaufland können Kunden ihre Lebensmittel selbst abfüllen. (Montage) © Westend61/Imago & Kaufland

Unverpackt-Station: In mittlerweile acht Kaufland-Filialen gibt es das Angebot zum Abfüllen von Lebensmitteln. Wie kommt das bei den Kunden an?

Neckarsulm – Der Supermarkt Kaufland testet inzwischen in mehreren Filialen sogenannte Unverpackt-Stationen. Also die Möglichkeit, dass Kunden Lebensmittel direkt in der gewünschten Menge abfüllen können. Durch die fehlende Verpackung der Ware soll gleichzeitig Verpackungsmüll eingespart werden. Ein Angebot, das Kaufland im Sommer 2021 zunächst in zwei Filialen testete. Inzwischen wurde das Projekt mit der Unverpackt-Station auf insgesamt acht Kaufland-Supermärkte ausgebaut. An den Stationen selbst werden rund 40 Grundnahrungsmittel, wie Reis, Nudeln, Trockenfrüchte oder Müsli angeboten.

Kaufland: Wie kommen die Unverpackt-Stationen bei den Kunden an?

Bei den Kundinnen und Kunden kommt die Idee mit den Unverpackt-Stationen offenbar gut an. „Das Angebot unverpackter Ware reduziert sowohl Plastik als auch die Verschwendung von Lebensmitteln in Privathaushalten. Unsere Kunden nehmen das Angebot aus den Unverpackt-Stationen gerne an“, erklärt eine Kaufland-Sprecherin auf 24RHEIN-Nachfrage.

Auch auf der 24RHEIN-Facebookseite war der Grundtenor in den zahlreichen Kommentaren zu dem Thema in erster Linie positiv. „Das ist mal eine gute Idee. Dann können endlich auch Singles ihre Portionen kaufen und müssen nicht immer Familienpackungen nehmen“, schrieb eine Userin beispielsweise. Eine andere: „Zurück zu Omas Zeiten! Sehr gut!“

Unverpackt-Station bei Kaufland: Wie hygienisch ist das Angebot?

Andere äußerten dafür Sorgen bezüglich möglicher Hygienemängel oder Lebensmittelverschwendung bei Falschnutzung. „Und die Hygiene bleibt auf der Strecke“, vermutet ein Facebook-User. Auf 24RHEIN-Nachfrage erklärt Kaufland: „Die Stationen werden grundsätzlich täglich gereinigt und desinfiziert, bei Bedarf erfolgt dies mehrmals am Tag.“ Für Kunden stehen zudem auch Einweghandschuhe zur Verfügung. Die stellt Kaufland aufgrund der Corona-Pandemie zur Verfügung, sodass der direkte Kontakt mit den Hebeln der Station vermieden werden kann. Die Abfüllung der Produkte erfolgt zudem über Dispenser, also ohne direkten Lebensmittelkontakt durch die Kunden.

Unverpackt-Station bei Kaufland: Wo kommt die Ware hin?

Nudeln oder Reis ohne Packung kaufen – für viele stellt sich direkt die Frage, wie die Lebensmittel dann transportiert werden sollen. Ganz ohne Aufwand funktioniert das an den Unverpackt-Stationen nicht. Kaufland bietet jetzt vor Ort Pfandbecher an, in die die Produkte gefüllt werden können. Diese haben ein Fassungsvermögen von 600 Millilitern. Dabei handelt es sich nach Kaufland-Angaben um Einwegbecher aus Rezyklat, die zu 50 Prozent aus recyceltem PET bestehen.

Als Pfand müssen 25 Cent hinterlegt werden. Danach können Kunden die Becher wieder zurückbringen und sie werden erneut recycelt. Außerdem haben Kunden auch die Möglichkeit, eigene Behälter mitzubringen und die Waren dort einzufüllen. Die Produkte stammen vom Bio-Lebensmittellieferanten Eco Terra. In einem Test bietet Kaufland verschiedene Lebensmittel auch im Pfandglas an.

Kaufland: Wie werden die Unverpackt-Stationen befüllt?

Auch beim Auffüllen der Station greife das Hygienekonzept von Kaufland. „Die Ware wird von unseren Mitarbeitern direkt aus der Verpackung in die leeren, gereinigten Behälter gefüllt, sodass kein Kontakt mit dem Lebensmittel entsteht“, erklärt die Sprecherin. Schlechte Erfahrungen mit Lebensmittelverschwendung beim Abfüllen durch Kunden hat Kaufland laut eigener Aussage bislang nicht gemacht.

„Sollte beim Abfüllen der Lebensmittel durch die Kunden etwas daneben gehen, können die Krümel durch die schräge Fläche direkt in eine Auffangschublade unter den Behältern fallen. Die Auffangschublade wird ebenfalls täglich geprüft und gereinigt“, berichtet die Kaufland-Sprecherin. „Bislang konnten wir noch keine größeren Mengen an Lebensmitteln darin feststellen.“

Unverpackt-Stationen bei Kaufland: In welchen Filialen gibt es das Angebot?

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