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Kaufland baut Mega-Gewächshaus in Deutschland – um ganzjährig zu ernten

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Von: Benjamin Stroka

Das neue Mega-Gewächshaus von Kaufland im Chiemgau und ein Kaufland-Logo (Montage).
Das neue Mega-Gewächshaus von Kaufland steht im Chiemgau (IDZRW-Montage). © Kaufland & Michael Gstettenbauer/Imago

Kaufland baut in Deutschland selbst Obst und Gemüse an. Das Mega-Gewächshaus soll die Ernte auch im Winter ermöglichen.

Neckarsulm – Wer auch im Winter nicht auf beliebtes Gemüse und Obst, wie Tomaten, Paprika oder Erdbeeren verzichten möchte, muss im Supermarkt zumeist auf Importe aus dem Ausland zurückgreifen. Die Supermarktkette Kaufland will dem nun entgegenwirken und auch in den Wintermonaten frische Tomaten, Paprika und Erdbeeren aus Deutschland anbieten.

Möglich werden soll dies mit einem neuen Mega-Gewächshaus, das Kaufland in Kooperation mit den Obst- und Gemüsebauern der Familie Reichenspurner im Chiemgau eröffnet. Auf einer Fläche von 22 Fußballfeldern sollen dann zunächst Erdbeeren, Tomaten und Paprika angebaut und geerntet werden. Das Ziel: Ganzjährig Obst und Gemüse aus Deutschland anbieten können.

Kaufland: Mega-Gewächshaus liefert für Obst und Gemüse außerhalb der Saison

Auch Paprika wird über mehrere Monate im neuen Kaufland-Gewächshaus angebaut.
Auch Paprika wird über mehrere Monate im neuen Gewächshaus angebaut. © Kaufland

„Über das ganze Jahr verteilt, werden verschiedenste Tomatensorten wie Rispentomaten, Fleischtomaten, Cocktail-Rispentomaten, Cherry-Rispentomaten, Mini-Romatomaten und Mini-Roma-Rispentomaten für Kaufland angebaut und geerntet“, teilt Kaufland mit. Dazu kommt Paprika, die zwischen März und November angeboten wird, sowie Erdbeeren zwischen Oktober und Dezember.

Obst und Gemüse aus Deutschland soll es künftig somit auch außerhalb der eigentlichen Saison geben. Aber ist das auch nachhaltig? Laut Kaufland, ja. Die Supermarktkette aus Neckarsulm nennt das neue Mega-Gewächshaus „eines der modernsten und nachhaltigsten Gewächshäuser Deutschlands“. Die benötigte Energie, vor allem Strom und Wärme, würden „zum Teil bereits jetzt und in naher Zukunft fast ausschließlich über erneuerbare Energien abgedeckt“, heißt es vonseiten Kauflands. Bewässert werden Obst und Gemüse beispielsweise nur durch gesammeltes Regenwasser.

Kaufland: In neuem Gewächshaus werden täglich tonnenweise Obst und Gemüse geerntet

Kaufland: Mega-Gewächshaus im Chiemgau – Fakten im Überblick

► Rund 22 Fußballfelder groß

► verschiedene Tomatensorten werden über das ganze Jahr angebaut und geerntet

► Paprika wird von März bis November angebaut und geerntet

► Erdbeeren werden von Oktober bis Dezember angebaut und geerntet

► Obst und Gemüse kommt innerhalb von 24 Stunden aus dem Gewächshaus in den Supermarkt

► Energiebedarf für das Gewächshaus soll künftig „fast ausschließlich“ durch erneuerbare Energien abgedeckt werden

30 Tonnen Tomaten, 15 Tonnen Paprika und bis zu sechs Tonnen Erdbeeren sollen in dem Mega-Gewächshaus „an Spitzentagen“ geerntet werden. Innerhalb von 24 Stunden wird die Ware aus dem Gewächshaus in den Supermarktregalen in ganz Deutschland liegen. „Mit dem regionalen Anbau von Obst und Gemüse machen wir uns ein Stück weit unabhängiger von den aktuellen Herausforderungen in den globalen Lieferketten und fördern damit auch die lokalen Obst- und Gemüsebauer“, betont Stefan Lukes, Geschäftsführer Einkauf Obst und Gemüse bei Kaufland.

Einen eigenen Anbau, sogar auf dem Dach der Filiale, bietet inzwischen auch die Supermarktkette Rewe. Mit dem sogenannten „Green Farming“-Konzept hat Rewe eine Filiale in Wiesbaden eröffnet. Dort gibt es eine Fischzucht und eine Basilikumfarm auf dem eigenen Dach. (bs) Fair und unabhängig informiert, was in Deutschland & NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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