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Kaufland will weitere Real-Filialen übernehmen

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Von: Oliver Schmitz

Auch Ende 2022 ist die Zukunft einiger Real-Filialen immer noch unklar. Kaufland plant nun, weitere Märkte zu übernehmen. Womöglich gibt es weitere Interessenten.

Köln – Über zwei Jahre lief die große Real-Zerschlagung, die Ende Juni 2022 ihr Ende fand. Während einige Märkte unter „mein Real“ weitergeführt werden, gingen die allermeisten an die Konkurrenz wie Kaufland, Edeka oder Rewe. Doch lange nicht alle. Denn der Investor SCP besitzt immer noch einige Immobilien, in denen zuvor Real-Märkte beheimatet waren. Das sieht Kaufland als Chance und plant für 2023 weitere Übernahmen.

Einige Real-Filialen stehen nach Schließung leer – Kaufland will einige übernehmen

Links ein Real-Logo und rechts ein Kaufland-Logo auf einer Filiale. (IDZRW-Montage)
Alle alten Real-Fililalen wurden übernommen, geschlossen oder umstrukturiert. Doch einige Gebäude stehen aktuell leer. (IDZRW-Montage) © penofoto/Imago & Sven Simon/Imago

Neben Verkäufen gab es 2021 und 2022 auch dutzende Schließungen von Real-Filialen. Die entsprechenden Standorte verlieben damit im Besitz des Investors SCP – vorerst. Denn das russische Unternehmen will die übrigen Immobilien erneut dem Handel anbieten, berichtet die Lebensmittelzeitung. Abermals größter Interessent ist demnach Kaufland. Die Warenhauskette erklärte gegenüber dem Fachmedium, dass man „für das kommende Jahr weitere Eröffnungen an ehemaligen Real-Standorten“ plane. Dazu könnten unter anderem die ehemaligen Filialen in Menden oder Köln-Porz gehören, bei denen Kaufland als künftiger Ankermieter gehandelt wird.

Kaufland hatte im Zuge der Zerschlagung ursprünglich Interesse an 120 Real-Filialen geäußert, bisher aber nur 94 Real-Märkte übernommen. Dementsprechend ist wenig verwunderlich, dass die Warenhauskette gerne weitere Standorte übernehmen möchte. Offenbar muss Kaufland dabei aber erneut mit Konkurrenz rechnen. Laut der LZ zeigt auch Edeka Interesse an ehemaligen Real-Filialen. Bisher hat Edeka über 50 Real-Märkte übernommen.

So lief die Real-Zerschlagung ab

Im Zuge der Real-Zerschlagung wurden die ehemals 273 Filialen verkauft, geschlossen oder unter neuem Namen und Besitzer weitergeführt. Neben Kaufland und Edeka sicherte sich noch Globus 16 Real-Filialen und Rewe zwei weitere Real-Standorte. Alle geschlossenen Warenhäuser gehören aber immer noch dem Finanzinvestor SCP. (os) Tipp: Fair und verlässlich informiert, was in Deutschland & NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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