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Nach Aldi-Offensive: Kaufland führt neue Tierwohl-Eigenmarke ein

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Von: Jana Wehmann

Das Logo des Supermarktes Kaufland an der Außenfassade einer Filiale.
Kaufland führt eine Tierwohl-Eigenmarke „K-Wertschätze“ ein (Symbolbild). © Michael Gstettenbauer/IMAGO

Kaufland führt bundesweit die Tierwohl-Eigenmarke „K-Wertschätze“ ein. Die Haltungsbedingungen der Tiere sollen über den gesetzlichen Vorgaben liegen.

Köln/Neckarsulm – Die Supermärkte denken um: Nachdem Aldi angekündigt hatte, spätestens ab 2030 kein Billigfleisch mehr zu verkaufen, ziehen nun weitere Supermärkte und Discounter in Deutschland nach. So bietet Kaufland ab sofort die Tierwohl-Eigenmarke „K-Wertschätze“ an. Die neue Eigenmarke startet bundesweit und steht für eine Verbesserung der Haltungsbedingungen von Nutztieren. Das gab Kaufland am Montag in einer Mitteilung bekannt.

Kaufland führt Tierwohl-Eigenmarke ein: „K-Wertschätze“ in allen Filialen

Zur Einführung der neuen Kaufland-Eigenmarke umfasst das Sortiment rund 25 Milch-, Joghurt-, Käse und Fleischprodukte und soll bundesweit in allen Filialen verfügbar sein. Die Haltungsbedingungen aller Tiere, deren Erzeugnisse in den Produkten von „K-Wertschätze“ verarbeitet werden, liegen laut Kaufland über den gesetzlichen Vorgaben. Kühe, Schweine und Hühner haben während der Aufzucht mehr Platz und Auslauf und werden gentechnikfrei gefüttert.

Kaufland führt „K-Wertschätze ein“: Die Haltungsbedingungen der Tiere im Überblick

Neues Fleisch-Angebot bei Kaufland: Ausweitung der Produkte geplant

Die kontinuierliche Verbesserung des Tierwohls sei Kaufland, der bis zu 92 Real-Filialen übernehmen kann, wichtig und könne nur gelingen, „wenn der Kauf dieser Produkte für die Verbraucher selbstverständlich wird“, sagt Robert Pudelko, Leiter Einkauf Nachhaltigkeit bei Kaufland. Daher seien alle „K-Wertschätze“-Produkte nach anerkannten Tierwohlstandards und -programmen zertifiziert.

Zwar umfasst das Sortiment zunächst nur etwa 25 Produkte, allerdings soll das Angebot nach und nach ausgebaut werden, so Kaufland. „Unsere Kunden sollen wissen, dass sie bei Kaufland Produkte tierischen Ursprungs mit gutem Gewissen kaufen können“, sagt Pudelko weiter.

Supermärkte in Kritik: Aldi legt vor und verbannt Billigfleisch

Nachdem Aldi bereits am Freitag mit seiner Offensive gegen Billigfleisch vorgelegt hatte, war abzusehen, dass nun auch weitere Supermärkte nachziehen. Verbraucher- und Tierschützer kritisieren die großen Lebensmittelketten schon lange, es gebe zu wenig Fleisch aus höheren Haltungsstufen zu kaufen.

Erst im Mai veröffentliche die Umweltschutzorganisation Greenpeace eine stichprobenartige Untersuchung, bei der die Supermärkte Kaufland, Edeka und Rewe schlecht abgeschnitten hatten. Lediglich 22 von 99 besuchten Filialen hatten überhaupt die Haltungsform gekennzeichnet. Obwohl das meiste Fleisch aus der schlechtesten Haltungsform 1 stammt, wurde die Form an keiner Theke schriftlich angegeben. (jaw)

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