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Produkte vom Bauern: Online-Supermarkt Crisp kommt nach Deutschland – aber wohin?

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Von: Jana Wehmann

Eine Paketbox von Crisp gefüllt mit Lebensmitteln.
Der Online-Supermarkt Crisp kommt nach Deutschland. © Crisp

Der Online-Supermarkt Crisp plant aktuell seine Expansion nach Deutschland. Der niederländische Anbieter bezieht seine Produkte direkt bei Landwirten.

Köln – Lebensmittel-Lieferdienste sind zwar schon lange gefragt, doch seit Ausbruch des Coronavirus boomt das Geschäft. So ist es kein Wunder, dass die Online-Supermärkte wie Picnic und Gorillas nach und nach mehr Städte an ihr Liefergebiet anschließen. Nachdem der Berliner Bringdienst Gorillas erst kürzlich in Köln angekommen ist, weitete das Start-up bereits sein Liefergebiet nach Ehrenfeld aus.

Doch die Konkurrenz schläft nicht: So kommt der niederländische Online-Supermarkt Crisp bald auch nach Deutschland. Anders als die meisten Lieferdienste setzt Crisp nicht auf Schnelligkeit, sondern auf die Regionalität und Frische der Produkte.

Gründung2018
Warensaisonales Angebot aus 2.000 Produkten
Lieferanten650 Bauern, Landwirte, Züchter und Hersteller
Liefergebietgesamte Niederlande

Online-Supermarkt Crisp kommt in ein Ballungszentrum – wo ist noch unklar

Um möglichst viele Haushalte bedienen zu können, beginnen die meisten Lebensmittel-Lieferdienste ihren Service in einer Großstadt. Auch wenn Crisp noch nicht verrät, in welcher Stadt der Online-Supermarkt starten wird, steht jedoch fest, dass es sich dabei um ein Ballungszentrum handelt.

„Crisp wird sich höchstwahrscheinlich in einem Ballungszentrum ansiedeln, allerdings sollen nicht nur die großen Metropolen bedient werden. Wie in Holland sollen auch die Randgebiete und ländlichere Regionen das Angebot nutzen können“, erklärt Victoria Jodl für Crisp auf 24RHEIN-Anfrage.

Ein konkreter Starttermin steht zudem noch nicht fest. Da sich Crisp noch auf kein konkretes Datum festlegen wolle, könne das Angebot in zwei Monaten, aber auch erst in vier Monaten starten. In den nächsten zwei Quartalen können Verbraucher jedoch mit Crisp auf dem deutschen Markt rechnen.

Lebensmittel-Lieferservice für Familien: Crisp setzt auf Regionalität und Frische

Der niederländische Online-Supermarkt Crisp wurde 2018 von Tom Peeters, Michiel Roodenburg und Eric Klaassen gegründet. Um mehr Menschen den Zugang zu frischen Lebensmitteln zu ermöglichen, bezieht Crisp seine Waren direkt von den Erzeugern – also Landwirten, Züchtern und Herstellern. Wo die Produkte herkommen, können Verbraucher transparent verfolgen.

Anders als Lieferdienste wie Gorillas, der sich auf eine Lebensmittel-Lieferung innerhalb von zehn Minuten spezialisiert hat, möchte Crisp mit einer Lieferung innerhalb von 24 Stunden den Wocheneinkauf übernehmen. Denn Crisp richtet sich gezielt an junge Familien und Haushalte, denen Qualität, Frische und Herkunft wichtig ist und die normalerweise bei Bauernmärkten einkaufen würden. Daher können auch die Produkte je nach Saison variieren.

Lebensmittel-Lieferservice Crisp: So funktioniert die Bestellung über die App

Verbraucher, die Crisp austesten möchten, müssen sich zunächst die App herunterladen. Eine Bestellung über die Website funktioniert nicht. Anders als bei den meisten Online-Supermärkten müssen sich Verbraucher nur mit einer E-Mail-Adresse einloggen, ein Passwort ist nicht nötig.

In den Niederlanden haben Verbraucher die Wahl aus etwa 2.000 Produkten von mehr als 650 Bauern und Herstellern. Wie viele Produkte es beim Launch in Deutschland gibt, bleibt noch abzuwarten. Bestellungen, die noch bis 22 Uhr eingehen, werden noch am nächsten Tag innerhalb eines Zeitfensters von einer Stunde geliefert. Im Durchschnitt bestellen Verbraucher etwa 45 Produkte, die durchschnittliche Bestellung beträgt etwa 95 Euro.

Crisp positioniert sich bewusst gegen spontane Einkäufe, die nach nur wenigen Minuten beim Verbraucher eintreffen sollen. Neben Gorillas bietet lediglich Flink eine Lieferung innerhalb von nur zehn Minuten an. Der Lebensmittel-Bringdienst Flink startet aktuell in Düsseldorf, bald folgt auch Köln. (jaw)

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