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Wie sich Picnic von Flink und Gorillas unterscheidet: „Verlässlichkeit als Pluspunkt“

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Von: Jana Wehmann

Ein Fahrer des Lebensmittellieferanten Picnic, trägt eine Lieferung aus

Beim Online Supermarkt Picnic bestellen die Kunden ihren Einkauf zu sich nach Hause © Oliver Berg/dpa

Als Online-Supermarkt liefert Picnic Lebensmittel in mehreren Städten in NRW aus. Während Gorillas und Flink auf Schnelligkeit setzen, punktet Picnic durch Verlässlichkeit.

Düsseldorf – Während Verbraucher zwischen verschiedenen Supermärkten und Discountern wählen können, gibt es inzwischen auch eine Vielzahl an Lebensmittel-Lieferservices in Deutschland. Je nach Bedarf und Standort können Verbraucher beispielsweise zwischen Rewe Lieferservice, Picnic, Gorillas, Flink oder auch Amazon Fresh wählen.

HauptsitzDüsseldorf
LiefergebietNRW
Lieferungkostenfrei
Mindestbestellwert35 Euro
ZustellungMontag-Samstag

Obwohl die Nachfrage nach Online-Supermärkten seit Jahren wächst und seit dem Ausbruch des Coronavirus enorm boomt, müssen sich die Lebensmittel-Lieferdienste voneinander abheben. „Picnic ist der Lieferdienst für den regelmäßigen wöchentlichen Großeinkauf mit 20,30 Artikeln oder mehr“, sagt Frederic Knaudt, Deutschlandchef von Picnic, in einem Interview mit Lebensmittelzeitung. Andere Anbieter, wie Gorillas und Flink, setzen hingegen auf die Schnelligkeit.

Online-Supermärkte: Sind Gorillas und Flink Konkurrenz für Picnic?

Denn während Gorillas und Flink innerhalb von zehn Minuten nach Bestelleingang die Ware ausliefern, bestellen Verbraucher bei Picnic von einem auf den nächsten Tag. Damit ist Picnic zwar deutlich langsamer als die beiden Express-Lieferdienste, dennoch nehmen Verbraucher das Angebot gut an, sodass der Lebensmittel-Lieferservice Picnic ein drittes Logistikzentrum in Langenfeld eröffnet. „Dass wir zu festen Zeiten liefern, stört sie nicht. Im Gegenteil: Sie empfinden diese Verlässlichkeit als Pluspunkt“, erklärt Knaudt im LZ-Interview.

Die beiden Lieferdienste Flink und Gorillas setzen aufgrund der Schnelligkeit vor allem auf spontane, kleinere Einkäufe – nicht auf den klassischen Wocheneinkauf. Daher unterscheiden sich auch die Zielgruppen der Lebensmittel-Lieferservices. „Unsere Hauptzielgruppen sind Familien. Dann kommen Paare und Singles“, sagt Knaudt.

Lebensmittel-Lieferservice: Gorillas, Flink und Picnic bedienen unterschiedliche Bedürfnisse

Die Online-Supermärkte bedienen jedoch nicht nur unterschiedliche Kundenbedürfnisse und -wünsche, sondern auch verschiedene Regionen. Während Gorillas vor allem in Großstädten, wie Berlin, München, Hamburg sowie in Düsseldorf aktiv ist und aktuell in Köln expandiert, setzt Picnic neben Großstädten auch auf kleinere Regionen.

„Insofern kommen wir uns nicht ins Gehege, sondern bereiten gemeinsam den Markt“, sagt Knaudt. Da auch im stationären Handel unterschiedliche Vertriebstypen existieren würden, sei auch im Online-Sektor genügend Platz für verschiedene Anbieter.

Online-Supermarkt Picnic auf Expansionskurs: Folgen bald weitere Liefergebiete?

Dennoch möchte Picnic auch weiterhin seinen Expansionskurs vorantreiben. Da der Online-Supermarkt bisher ausschließlich in Nordrhein-Westfalen aktiv ist, wolle Picnic noch in diesem Jahr klären, ob das Unternehmen bald die Landesgrenze überschreiten werde. „Es kann gut sein, dass wir 2022 diesen Sprung machen“, so Knaudt gegenüber der LZ.

Welche Regionen Picnic erschließen möchte, habe der Online-Supermarkt noch nicht entschieden. Mit Sicherheit könne es jedoch nach Süden, in Richtung Köln oder Bonn gehen. Die Ausweitung der Liefergebiete könnte viele Verbraucher freuen, denn bisher müssen sich Neukunden auf einer Warteliste eintragen. Damit möchte Picnic den Service für seine Bestandskunden garantieren. (jaw)

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