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Lebensmittel werden immer teurer: Preise könnten „sogar noch weiter steigen“

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Von: Oliver Schmitz

Die Preise steigen, auch für Lebensmittel. Im Vergleich zum Vorjahr sind Fleisch, Milch und Brot 16,6 Prozent teurer geworden. Die Gründe: vielfältig.

Köln – Neben vielen anderen Dingen steigen auch die Preise für Lebensmittel seit Monaten immer weiter an. Laut Lebensmittelverband befindet sich die Branche gar in der „größten Krise seit 70 Jahren“. Tatsächlich sind Nahrungsmittel in Supermärkten und Discountern im August 2022 um 16,6 Prozent teurer geworden als noch im August 2021. Das zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Das ist doppelt so hoch wie die durchschnittliche Preissteigerung (Inflation) von 7,9 Prozent. Doch woran liegt das genau? Welche Lebensmittel sind besonders betroffen? Und was können Verbraucher dagegen tun?

Welche Lebensmittel-Preise am meisten steigen – Liste

Alle Lebensmittelgruppen sind in den letzten Wochen und Monaten teurer geworden, aber besonders stark betroffen sind Öle, tierische Produkte und Getreideprodukte. Die Preis-Steigerungen bei Obst und Gemüse liegen derweil unter der Inflation. So oder so ist der aktuelle Preisanstieg historisch. Denn in den letzten zwanzig Jahren lag die Teuerungsrate bei Lebensmittel bei rund 1,5 Prozent, nun ist sie mehr als zehnmal höher.

„Genaue Prognosen sind nicht einfach, aber die Lebensmittelpreise werden vermutlich erst mal hoch bleiben und sogar noch weiter steigen“, teilt die Verbraucherzentrale mit. Das heißt, dass man für das gleiche Geld mittlerweile weniger Lebensmittel bekommt als noch vor einem Jahr.

Lebensmittel-Preise steigen: Was werden Lebensmittel teurer?

Ein Einkauf liegt in einem Einkaufswagen in einem Supermarkt.
Lebensmittel-Preise sind vor allem seit Sommer 2022 rasant angestiegen. (Symbolbild) © Fabian Sommer/dpa

Laut der Verbraucherzentrale NRW gibt es viele verschiedene Gründe, wieso die Lebensmittelpreise derzeit so stark ansteigen. In der Landwirtschaft und Lebensmittel-Herstellung seien einerseits die Kosten für Energie, Düngemittel und Futtermittel „stark gestiegen“ und andererseits fallen auch die Personalkosten wegen Arbeitskräftemangel und Mindestlohn-Steigerung höher aus. Ursachen dafür sind wiederum zum Beispiel coronabedingte Lieferengpässe oder Energiekrise durch den Ukraine-Krieg.

Jedoch seien nicht alle Preissteigerungen „transparent und basieren auf höheren Herstellungskosten“, sagt die Verbraucherzentrale NRW. So würde unter anderem auch an den Börsen mit Nahrungsmitteln wie Weizen, Butter und Pflanzenölen spekuliert, was Preise treiben kann.

Lebensmittel werden teurer: Wie man möglichst viel Geld sparen kann – Tipps

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