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Enttäuschte Lidl-Kunden: Wieso es aktuell Engpässe bei Aktionsware gibt

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Von: Jana Wehmann

Eine Lidl-Filiale von Außen. Der Parkplatz ist leer.
Durch die Suezkanal-Problematik erhält der Discounter Lidl einen Großteil der Aktionsware verspätet (Symbolbild). © Marcel Kusch/dpa

Der Discounter Lidl verzeichnet Engpässe im Bereich einiger Non-Food-Artikel. Schuld daran sind Lieferverzögerungen durch die Havarie des Frachters „Ever Given“.

Köln/Neckarsulm – Wer besondere Aktionsware ergattern möchte, fährt meist direkt zur Ladeneröffnung in die Supermarkt-Filiale. Mit etwas Glück sind die beworbenen Produkte noch in großer Menge vorhanden. Lidl-Kunden sind in den vergangenen Tagen allerdings meist leer ausgegangen.

Denn zahlreiche Aktionsprodukte waren schon am frühen Morgen nicht mehr erhältlich. Nicht etwa, weil die Produkte binnen weniger Minuten ausverkauft wurden, sondern weil Lidl die Ware größtenteils gar nicht erst anbieten konnte.

Discounter Lidl bietet Aktionsware an: SUP-Boards sind allerdings nicht verfügbar

Zu Beginn der Woche wollten zahlreiche Lidl-Kunden die beworbene Aktionsware kaufen, besonders gefragt waren vor allem die Stand-Up-Paddling-Boards (SUP-Boards). Doch schon am Eingang der Filiale wurden einige Kunden enttäuscht.

Mit einem Hinweis-Schild informierte der Discounter, der erst kürzlich Lidl Pay eingeführt hat, dass es zu Lieferverzögerungen bei den Aktionsprodukten kommen könnte. Doch nicht nur Fans der SUP-Boards sind leer ausgegangen, sondern auch Kunden, die Akku-Rasenmäher, Bade-Shorts oder Faltpavillons kaufen wollten.

Aktionsware bei Lidl nicht verfügbar: Folgen der Blockade im Suez-Kanal

„Aufgrund der Havarie der ‚Ever Given‘ im Suez-Kanal kommt es nach wie vor vereinzelt zu Lieferverzögerungen“, sagt Isabel Lehmann von Lidl auf 24RHEIN-Anfrage. Der Riesenfrachter „Ever Given“ war Ende März in Richtung Rotterdam unterwegs und fuhr mitten im Suez-Kanal auf Grund.

Dadurch hatte das Containerschiff beide Richtungen tagelang blockiert, sodass sich zahlreiche Frachtschiffe hinter der „Ever Given“ stauten. Durch die insgesamt sechs Tage lange Sperrung kommt es nach wie vor zu verspäteten Lieferungen aus Asien. Da bei Lidl vor allem die SUP-Boards von den Engpässen betroffen waren, sei diese Aktionsware „leider nur begrenzt verfügbar“, so Lehmann.

Lieferverzögerungen beim Discounter Lidl: Aktionsware nur begrenzt verfügbar

Noch immer kommt es beim Discounter Lidl zu Lieferengpässen. Vor allem der Non-Food-Bereich – der zum Beispiel Elektrogeräte oder Freizeitartikel umfasst – sei bei Lidl von den Lieferverzögerungen durch die Havarie des Frachterschiffs betroffen. Wie lange sich die Verzögerungen noch anhalten, beantwortet der Discounter nicht.

„In unseren Filialen informieren wir unsere Kunden über entsprechende Schilder über die Lieferverzögerungen. Wir bitten unsere Kunden um Verständnis und möchten uns für etwaige Unannehmlichkeiten entschuldigen“, betont Lehmann auf 24RHEIN-Anfrage. Doch bei einigen Lidl-Kunden sorgten die Lieferengpässe bei SUPs für Enttäuschung*, wie tz.de* berichtet.

Vor den Lidl- und Kaufland-Filialen baut die Schwarz-Gruppe derzeit ein breites Netz an Corona-Schnelltest-Zentren auf. Bundesweit sollen mehrere hundert Test-Stationen auf den Parkplätzen errichtet werden. (jaw) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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