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Änderung im Supermarkt: Wieso es Hackfleisch jetzt im Beutel gibt

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Von: Jana Wehmann

Eine Frau, die eine medizinische Maske trägt, bückt sich zum Kühlregal.
In der Kühltheke gibt es nun Hackfleisch auch im Beutel (Symbolbild). © Westend61/IMAGO

Viele Supermärkte und Discounter verkaufen Hackfleisch nicht mehr in der Box, sondern im Plastik-Beutel. Dadurch soll Verpackungsmüll reduziert werden.

Köln – Wer im Supermarkt in der Kühltheke zugreift, dem ist diese Veränderung wahrscheinlich schon ins Auge gefallen. Viele Supermärkte und Discounter in Deutschland verkaufen nun verstärkt Hackfleisch im Beutel statt in der bekannten Box aus Plastik. Das Produkt ist zwar gleich geblieben, aber die Verpackung hat sich deutlich verändert. Aber wieso?

Änderung im Supermarkt: Aldi, Lidl, Rewe und Co. setzen auf Hackfleisch im Beutel

Hackfleisch, welches im sogenannten „Flowpack“-Beutel verpackt ist, gibt es schon länger und ist keine Neuheit mehr. In Ländern, wie England oder Finnland, komme der Beutel schon lange zum Einsatz, so Rewe. Nun setzen allerdings auch in Deutschland Aldi, Lidl, Rewe und Co. verstärkt auf den Plastik-Beutel und verkaufen das Hackfleisch im Flowpack.

Der Hintergrund ist einfach erklärt: Da durch den Beutel sowohl die Box als auch der Deckel und die Schutzunterlage entfallen, sparen die Supermärkte und Discounter eine große Menge Verpackungsmüll. Daher ist der Umstieg von der Box auf den Plastik-Beutel als Verpackung für Hackfleisch eine Maßnahme, die die Lebensmittelhändler im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategien umsetzen.

Hackfleisch im Beutel: Supermärkte sparen Verpackungsmüll

Im Vergleich zur herkömmlichen Kunststoff-Schale könne durch die Flowpack-Verpackung, die auch als Schlauchbeutel bekannt ist, etwa 60 Prozent Plastik eingespart werden, so Lidl in einer Mitteilung. Auch Aldi Süd gab bereits bekannt, dass durch den Beutel mehr als die Hälfte an Kunststoff und zudem auch CO2 eingespart werden könne. Da der Plastik-Beutel deutlich leichter ist, könne auch Transportvolumen im Lkw reduziert werden, so Aldi.

Änderung im Supermarkt: Maßnahmen um Verpackungsmüll zu sparen

Doch nicht nur die Hackfleisch-Verpackung hat sich verändert, durch das Verbot für viele Einweg-Produkte in der EU verschwinden ab Juli zahlreiche Produkte aus den Supermarkt-Regalen. Denn zum Schutz der Umwelt hat das Kabinett das Verkaufsverbot für Wegwerfartikel aus Kunststoff verabschiedet, sodass ab Juli unter anderem kein Einweg-Besteck oder -Geschirr sowie Trinkhalme mehr produziert werden.

Wenngleich die Einmal-Plastik-Produkte schon in Kürze aus dem Supermarkt verschwinden und es das Flowpack schon zu kaufen gibt, wartet bereits die nächste Änderung auf Konsumenten. Da ab 2022 eine Pfand-Pflicht für zahlreiche Produkte aus der Kühltheke in Kraft tritt, werden unter anderem die Preise für Smoothies, Säfte und Getränkedosen erhöht. Das sieht nun eine Änderung des Verpackungsgesetzes des Bundesumweltministeriums vor.

Da jedoch auch die Supermärkte und Discounter verschiedene Maßnahmen umsetzen, um nachhaltiger zu werden, sind weitere Neuheiten und Änderungen nicht ausgeschlossen. So testet der Discounter Lidl in Berlin etwa eine Nachhaltigkeits-Skala, die bei Erfolg auch ausgeweitet werden könnte. (jaw)

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