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Kommt bald der Eco-Score in die Läden? Lidl prüft Nachhaltigskeitsskala für Produkte

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Von: Mick Oberbusch

Frau vor einem Kühlregal in einem Supermarkt, mit Maske
Anhand des Eco-Scores können Supermarkt-Kunden ablesen, wie nachhaltig die gekauften Produkte sind. (Symbolbild) © Sven Hoppe/dpa

Als neuen Service für die Kunden will Lidl mit dem Eco-Score transparent machen, wie nachhaltig die eingekauften Lebensmittel sind.

Köln – Das Thema Nachhaltigkeit ist für Supermarkt-Kunden in Deutschland aktuell wichtiger denn je. Woher kommen meine Lebensmittel, wie werden diese produziert? Die Supermarkt-Kette Lidl will seinen Kunden die Beantwortung dieser Fragen nun erleichtern – und prüft als erster deutscher Händler die Einführung eines fünfstufigen Eco-Scores. An diesem kann abgelesen werden, welche Auswirkungen das gekaufte Produkt auf das Klima, die biologische Vielfalt oder den Ressourcenverbrauch hat. „Damit können Kunden den Nachhaltigkeitsgrad von Lebensmitteln transparent auf einen Blick erkennen“, erklärt das Unternehmen.

Lidl testet als erster deutscher Händler Eco-Score-Kennzeichnung
Nachhaltigkeit transparent gemacht: Lidl testet als erster deutscher Händler die Eco-Score-Kennzeichnung © Lidl

Eco-Score bei Lidl: Klassifizierung anhand von Kriterien wie Zertifizierung oder Verpackung

Der Eco-Score ordnet den Umwelteinfluss von Lebensmitteln in Kategorien ein – das grüne A steht für besonders nachhaltige Lebensmittel, das rote E für das Gegenteil. Die Produkte werden anhand ihrer Ökobilanz sowie Kriterien wie Zertifizierung, Herkunft oder Verpackung eingeordnet. „Wir möchten unseren Kunden eine bewusste Kaufentscheidung ermöglichen“, heißt es von Seite des Unternehmens, das jüngst sogar Filialen ohne Kassierer testete. „Verschiedene Kriterien wie der ökologische Fußabdruck und die Herkunft der Zutaten, Nachhaltigkeitslabels sowie die Art der Verpackung werden bei der Berechnung berücksichtigt. Beispielsweise gilt: Zertifizierungen wie Bioland verbessern die Bewertung um eine Stufe.“

Die Supermarkt-Kette plant nun, in den kommenden Wochen den Einsatz des Eco-Scores mit Vertretern aus Gesellschaft, Verbänden und der Politik zu diskutieren. Im Anschluss soll in sämtlichen Lidl-Filialen in Berlin die Testphase starten, in der untersucht wird, wie die Kunden die Kennzeichnung wahrnehmen. Dazu werden die Preisschilder ausgewählter Lebensmittelgruppen direkt mit dem Eco-Score versehen. Berlin soll dabei allerdings nur der Anfang sein, nach einer erfolgreichen Testphase könnte das Konzept bundesweit ausgeweitet werden.

Lidl will mit Testergebnissen des Nutri-Scores zur Nachhaltigkeitskennzeichnung in Deutschland beitragen

Nachdem bereits viele Supermärkte hierzulande bei Eigenmarken auf den sogenannten Nutri-Score setzen, eine Nährwertkennzeichnung, geht Lidl mit der Nachhaltigkeitsskala also nun einen Schritt weiter. Bei der Schweizer Supermarkt-Kette Migros ist der Eco-Score bereits etabliert – gut möglich, dass er sich bald auch hierzulande flächendeckend durchsetzt. „Wir möchten mit unseren Testergebnissen dazu beitragen, zeitnah eine pragmatische und einfach verständliche Nachhaltigkeitskennzeichnung auf Produkten in Deutschland zu etablieren“, erklärt Lidl – und ist mit dem Eco-Score bereits auf einem guten Weg dorthin. (mo)

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