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Schwarz-Gruppe testet Supermarkt ohne Kasse – bald bei Lidl und Kaufland?

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Von: Jana Wehmann

Eine Kassiererin zieht Produkte über das Band.
Müssen Kunden bald nicht mehr an einer Kasse bezahlen?Die Schwarz-Gruppe, zu der Lidl und Kaufland gehören, testen kassenlose Supermärkte (Symbolbild.) © Jens Kalaene/dpa

Die Schwarz-Gruppe, zu der Kaufland und Lidl gehören, testet neue Supermarkt-Konzepte in Heilbronn. Ein Geschäft kommt komplett ohne Personal und Kassen aus.

Köln/Heilbronn – Was Kunden in deutschen Supermärkten oftmals nicht bemerken: Der Lebensmittelhandel experimentiert im Hintergrund an neuen Konzepten und Technologien. Während Tegut das To-Go-Geschäft „Quartier“ auf den Markt gebracht hat, werden immer mehr Projekte mit sogenannten Mini-Shops gestartet.

Schwarz-Gruppe
HauptsitzNeckarsulm (Baden-Württemberg)
Mitarbeiter458.000 weltweit
Filialenüber 12.500 Märkte
MarkenLidl, Kaufland, Schwarz Produktion, PreZero

Lidl und Kaufland wollen sich wohl auch nicht mehr länger zurückhalten. Denn auf dem Bildungscampus Heilbronn der Dieter Schwarz Stiftung testet die Schwarz-Gruppe – zu der die beiden Supermärkte gehören – gleich zwei neue Einkaufsmodelle. Wie die Zukunft der beiden Lebensmittelgeschäfte aussehen könnte, wissen bislang jedoch nur Studierende und Mitarbeiter des Bildungscampus, sie dürfen die Konzepte austesten.

Kaufland und Lidl: Die Schwarz-Gruppe testet zwei Supermarkt-Konzepte in Heilbronn

Die beiden Geschäfte, die von der Schwarz IT entwickelt wurden, heißen shop.box und collect.box und beinhalten Platz für etwa 250 Produkte. Dabei erinnert der Laden shop.box stark an das Konzept von Amazon Fresh in London. So funktionieren die beiden Geschäfte.

Schwarz-Gruppe testet zwei Geschäfte: Das Konzept shop.box

Der Laden von shop-box und collect.box auf dem Bildungscampus Heilbronn.
Die Schwarz-Gruppe testet am Bildungscampus Heilbronn neue Supermarkt-Konzepte. © Schwarz Gruppe/Volker Schrank

Lidl und Kaufland: Schwarz-Gruppe testet zwei Geschäfte – Das Konzept collect.box

Während bei shop.box vor allem auf den Einsatz von Sensoren und Kameras gesetzt wird, funktioniert collect.box ähnlich wie der Tiny-Store von Edeka am Bahnhof in Renningen. Nach demselben Konzept – Kunden bestellen vorab über eine App die Produkte und holen diese anschließend an einer Ausgabe ab – funktionieren sowohl der Mini-Shop Latebird als auch Typy in Düsseldorf.

Schwarz-Gruppe entwickelt neue Supermärkte – kommen die Konzepte bald bei Lidl und Kaufland zum Einsatz?

Da weder Lidl noch Kaufland bislang solche automatisierten Supermarkt-Konzepte in Betrieb genommen hat, stellt sich die Frage, ob die Geschäfte künftig an die Supermärkte angeschlossen werden. Bis jetzt heißt es vom Unternehmen jedoch, dass die Konzepte „reine Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die im Rahmen der Digitalisierungsstrategie der Schwarz-Gruppe getestet werden“, sind.

Ob die Konzepte shop.box und collect.box die Marktreife erreichen würden, stünde dabei nicht im Fokus. „Ein Rollout in die Handelssparten ist nicht geplant“, heißt es in einer Mitteilung der Schwarz-Gruppe. (jaw)

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