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Lidl hält an gesenkten Preisen fest – doch es gibt Ausnahmen

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Von: Jana Wehmann

Lebensmittel liegen in einem EInkaufswagen in einem Supermarkt.
Discounter Lidl hält weiterhin an der gesenkten Mehrwertsteuer fest. © Armin Weigel / dpa

Trotz Mehrwertsteuererhöhung hält Lidl zunächst an reduzierten Preisen fest. Die Konkurrenz-Supermärkte haben die Anhebung bereits umgesetzt.

Köln – Mit Beginn des Jahreswechsels sollte auch der Mehrwertsteuersatz wieder erhöht werden – also wieder von fünf auf sieben und von 16 auf 19 Prozent. Dabei fielen viele Blicke auf die großen Supermärkte: Würden sie die Mehrwertsteuererhöhung direkt an die Kunden weitergeben?

Erst kürzlich betonte der Discounter Lidl, das Unternehmen werde in allen 3.200 Filialen die Preise reduziert lassen und die Mehrwertsteuererhöhung nicht an die Kunden weitergeben. Damit würden die Kunden über die offizielle Geltungsdauer der gesenkten Mehrwertsteuer profitieren. Fraglich blieb jedoch, wie lange der Discounter aus Neckarsulm die reduzierten Preisen umsetzen werde. Nun gibt Lidl bekannt: Auch in der Woche vom 11. bis zum 16. Januar hält der Discounter an der gesenkten Mehrwertsteuer fest.

Lidl: Mehrwertsteuersenkung wird verlängert – doch es gibt Ausnahmen

Auf der Lidl-Website heißt es, „Die Mehrwertsteuersenkung geht in die Verlängerung“. Laut Angaben des Discounters erhalten die Kunden vom 11. bis zum 16. Januar Produkte zum reduzierten Steuersatz. Ausnahmen gibt es jedoch trotzdem: Nachdem bereits die Preise für Obst und Gemüse angezogen wurden und wieder für den klassischen Mehrwertsteuersatz verkauft werden, fallen auch Aktionsartikel aus der Werbe-Offensive raus.

Ansonsten gilt die gesenkte Mehrwertsteuersenkung auf das gesamte Sortiment und wird wie gewohnt an der Kasse abgezogen.

Mehrwertsteueranhebung währen Corona-Pandemie: Lidl geht Alleingang

Damit geht Lidl einen Alleingang, denn die Konkurrenz hatte bereits angekündigt, die Anhebung der Mehrwertsteuer an die Kunden weiterzugeben – oft jedoch schrittweise. Denn Supermarktriese Rewe betonte, die Anhebung nicht sofort umsetzen zu können. Aufgrund der bereits gedruckten Preisschilder, nahm die Preisänderung einige Wochen in Anspruch. Inzwischen wurden die Preise jedoch wieder an die erhöhte Mehrwertsteuer angepasst.

Auch Edeka wählte die schrittweise Einführung der Mehrwertsteueranhebung. Das Unternehmen wollte seine Mitarbeiter nach dem Weihnachtsgeschäft nicht sofort mit einer Preisumstellung belasten. Nun wurden die Preisschilder bearbeitet und an die klassischen Mehrwertsteuersätze angeglichen.

Die Supermärkte Kaufland, Penny und Aldi stellten jedoch mit dem Jahreswechsel auch ihre Preise in den Kassensystemen um.

Lediglich der Discounter Netto wollte ähnlich wie Lidl die Mehrwertsteueranhebung nicht sofort an die Kunden weitergeben. Daher konnten die Netto-Kunden bis zum 10. Januar zu reduzierten Preisen einkaufen. Damit ist jedoch nun Schluss.

Coronavirus in Deutschland: Reduzierte Mehrwertsteuer – Anhebung im Januar 2021

Die Mehrwertsteuersenkung wurde aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise von der Bundesregierung beschlossen. Vom 1. Juli bis 31. Dezember 2020 galten die gesenkten Mehrwertsteuersätze von 16 und fünf Prozent. Eine Verlängerung dieser Maßnahme wurde jedoch ausgeschlossen. (jaw)

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