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Lidl: Rettertüte für Obst und Gemüse jetzt in allen Filialen

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Von: Benjamin Stroka

Der Discounter Lidl bietet die sogenannte Rettertüte mit Obst und Gemüse, das nicht perfekt ist, jetzt bundesweit an. Zuvor wurde das Konzept in einzelnen Filialen getestet.

Bad Wimpfen – Schon seit einigen Monaten testet Lidl in mehreren Filialen die sogenannte „Rettertüte“. In dieser Tüte verkauft der Discounter Obst und Gemüse, das nicht perfekt ist, zum pauschalen Sammelpreis von 3 Euro pro Tüte. Jetzt wird dieses Konzept bundesweit auf alle Filialen ausgerollt. Ab sofort kann also jeder Kunde bei Lidl die Rettertüte bekommen.

Lidl baut Konzept zur Rettertüte aus – jetzt in allen 3200 Filialen

Die Rettertüte bei Lidl wird mit Obst und Gemüse befüllt, das nicht perfekt ist.
Die Rettertüte bei Lidl wird mit Obst und Gemüse befüllt, das nicht perfekt ist. © Michael Gstettenbauer /Imago & Lidl

„Mit der Tüte wird äußerlich weniger perfekten, aber verzehrfähigen Obst- und Gemüseprodukten zum rabattierten Einheitspreis von drei Euro pro Tüte eine zweite Chance gegeben“, teilt Lidl mit. Die Rettertüte wird mit verschiedenen Obst- und Gemüsesorten befüllt und ist bis zu fünf Kilogramm schwer.

Im Mai begann die Testphase. Und die war offenbar so erfolgreich, dass Lidl die Rettertüte ab sofort in allen mehr als 3200 Filialen in Deutschland anbietet. Die Tüte ist Teil des „Rette mich“-Konzeptes bei Lidl. Damit soll die Lebensmittelverschwendung reduziert werden. „Lebensmittel gehören auf den Teller und nicht in die Tonne. Jedes nicht weggeschmissene Lebensmittel ist für uns, die Umwelt und das Klima ein Erfolg“, sagt Christian Härtnagel, Geschäftsleitungsvorsitzender von Lidl in Deutschland.

Lidl: Rettertüte für Obst und Gemüse – Kampf gegen Lebensmittelverschwendung

Lebensmittelverschwendung in Deutschland

In Deutschland werden jährlich rund elf Millionen Tonnen Lebensmittel in den Müll geworfen. Das geht aus einem Bericht des Statistischen Bundesamtes an die EU-Kommission aus dem Juni 2022 hervor. Den meisten Müll produzieren demnach Privathaushalte mit rund 6,5 Millionen Tonnen (59 Prozent). Danach folgen Gaststätten und Verpflegungsdienstleistungen (z.B. Essenslieferungen) mit 1,8 Millionen Tonnen (17 Prozent). Der Einzelhandel, also auch Discounter und Supermärkte, landen bei rund 760.000 Tonnen (7 Prozent).

Lidl will mit seiner Nachhaltigkeitsstrategie die Lebensmittelverschwendung und den organischen Abfall bis 2025 um 30 Prozent reduzieren. Der Discounter betont zudem, dass die Zusammenarbeit mit den Tafeln in Deutschland durch den Einsatz der Rettertüte nicht beeinflusst wird. „Für die Tafeln ist der Frische-Discounter weiterhin ein verlässlicher Partner und führt selbstverständlich die seit fast 15 Jahren gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit weiter“, so das Unternehmen. (bs) Fair und unabhängig informiert, was in Deutschland & NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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