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Bekannte Kosmetik-Marke kehrt Instagram und Co. den Rücken

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Von: Mick Oberbusch

Lush Kosmetik Shop Unverpackte Lush Kosmetik Produkte
Sogenannte „Badebomben“ gehören bei der Kosmetik-Kette Lush zu den absoluten Bestsellern. © Jochen Eckel/Imago

Die britische Kosmetik-Kette Lush zieht sich aus den Sozialen Medien zurück. Grund dafür ist, dass die Plattformen nicht genug für den Schutz ihrer User täten.

Köln – Die 1995 in Großbritannien gegründete Kosmetik-Kette Lush ist auch hierzulande bekannt und beliebt, Kundinnen und Kunden können dort unter anderem Duschgel, Shampoos oder auch die beliebten Badebomben kaufen, mit denen man die heimische Wanne in eine bunte Badewelt verwandeln kann. Das zeigen unter anderem auch Videos auf den Social-Media-Kanälen des Unternehmens – auf diese und weitere Online-Aktivitäten müssen Lush-Fans allerdings künftig verzichten. Denn wie das Unternehmen nun mitteilte, will man sich ab dem 26. November 2021 von den Sozialen Plattformen Facebook, Instagram, Snapchat und TikTok zurückziehen.

Lush nicht mehr auf Instagram, Facebook, TikTok und Co.: Das ist der Grund

Für immer? Es ist zumindest erstmal nicht auszuschließen. Demnach dauert der Protest „so lange, bis diese ein sicheres Umfeld für ihre Nutzer*innen bieten. Die neuen Anti-Social-Media-Grundsätze werden in allen 48 Ländern eingeführt, in denen Lush vertreten ist. Da wir mit unseren Kund*innen immer in einem sicheren Umfeld in Kontakt treten möchten, würden wir z.B. auch keine Geschäfte in dunklen Straßenecken machen. Leider entwickeln sich mehrere Social Media Plattformen immer mehr zu Plätzen, zu deren Besuch wir unsere Kund*innen niemals ermutigen würden“, erklärt das Unternehmen.

Das ist die Kosmetik-Marke Lush

Gründung: 1995

Sitz: Poole, Vereinigtes Königreich

Leitung: Mark Constantine

Mitarbeiterzahl: 24.000

Umsatz: ca. 683 Millionen Euro

Branche: Kosmetik

Demnach werden in einem ersten Schritt am 26. November alle Lush Marken-, Shop- und Personenkonten auf der ganzen Welt geschlossen. „Wir fühlen uns in der Pflicht unsere Kund*innen vor den Folgen und Manipulationen sozialer Medien zu schützen, denen sie ausgesetzt sind, wenn sie über diese Wege mit uns kommunizieren möchten und verlassen somit, auch im Angesicht der neuesten Whistleblower-Enthüllungen, Facebook, Instagram, Snapchat und TikTok“, heißt es weiter. Die Filialen, auch in Köln ist eine auf der Hohe Straße zuhause, bleiben aber natürlich geöffnet.

Kosmetik-Marke Lush verabschiedet sich von Social Media – noch auf Twitter und YouTube aktiv

Dafür wolle man „in neue Kommunikationsmittel investieren und bessere Kommunikationskanäle an anderen Stellen aufbauen“. Wie diese konkret aussehen und wann dieses Vorhaben starten soll, ließ man jedoch zunächst noch offen. So ganz müssen Fans auf das Online-Angebot von Lush allerdings nicht verzichten: „Ab dem 26. November sind wir z.B. noch auf TwitterYouTube oder LinkedIn zu finden. Zuletzt hatte Lush angekündigt, seine Produkte in Kooperation mit dem Lieferdienst Wolt auch auszuliefern. (mo) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Rheinland, NRW passiert – hier den kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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