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Media Markt-Saturn macht deutlich weniger Umsatz – Online-Geschäft verhindert Schlimmeres

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Ein Schild mit den Schriftzügen von Media Markt und Saturn, aufgenommen vor der Firmenzentrale der Media-Saturn-Gruppe.
Media Markt und Saturn kämpfen in der Corona-Krise mit Umsatzeinbußen. © Armin Weigel/dpa

Der Elektronikhändler Ceconomy (Media Markt, Saturn) kämpft in der Corona-Pandemie mit schweren Umsatzeinbußen. Nur das Online-Geschäft floriert.

Düsseldorf – Der anhaltende Lockdown insbesondere im deutschen Heimatmarkt belastet den Elektronikhändler Ceconomy (Media Markt, Saturn) weiter schwer. „Der zweite Lockdown ist deutlich länger und tiefgreifender als der erste vor einem Jahr“, sagte der scheidende Vorstandsvorsitzende Bernhard Düttmann am Dienstag bei der Vorlage der Zahlen für das zweite Geschäftsquartal (per Ende März).

In den Monaten Januar bis März sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 4,6 Milliarden auf 4,3 Milliarden Euro. Bereinigt um Währungseffekte sowie Portfolioveränderungen lag der Rückgang bei 5,7 Prozent. Ende April waren immer noch 42 Prozent der Läden geschlossen, mehr als die Hälfte der betroffenen Häuser liegt in Deutschland.

Boom bei Online-Kunden verhindert größeren Schaden bei Media Markt-Saturn

Bei den Kunden in Deutschland sei der Einkauf mit vorheriger Terminbuchung („Click and meet“) nicht sehr beliebt, sagte Düttmann. Die zahlreichen Einschränkungen für den Handel seien „unverhältnismäßig“, kritisierte er. „Hier werden Arbeitsplätze und tote Innenstädte riskiert, ohne dass es der Pandemiebekämpfung hilft.“

Das florierende Online-Geschäft verhinderte einen noch größeren Umsatzeinbruch. Mit 2,1 Milliarden Euro sei nahezu die Hälfte des Gesamtumsatzes mit Verkäufen über das Internet erzielt worden, sagte Finanzchef Florian Wieser bei einer Online-Pressekonferenz. Im Januar und Februar habe es im Vergleich zu den Vorjahresmonaten ohne Corona-Einschränkungen dreistellige Zuwachsraten bei den Online-Kunden gegeben. Von Januar bis März hätten beide Ketten rund 2,2 Millionen neue Online-Kunden gewonnen.

Media Markt-Saturn wagt keine Prognose für das weitere Geschäftsjahr

Mitte Dezember war bei Ceconomy noch etwas Euphorie für bald beginnende Corona-Impfungen und die damit verbundene Hoffnung auf Lockerungen spürbar. Wie sich nun im Quartal zeigte, belastet vor allem der in Deutschland anhaltende Lockdown. Ceconomy wagt deshalb weiter keine konkrete Prognose für den weiteren Geschäftsverlauf.

Das Unternehmen befindet sich gerade im Umbau. So wird die Führungsstruktur von Ceconomy und ihrer Tochter Media-Saturn-Holding vereinheitlicht. Dazu hat der Konzern nach langem Suchen einen neuen Chef gefunden. Eon-Manager Karsten Wildberger übernimmt ab 1. August das Ruder sowohl bei Ceconomy als auch bei Media-Saturn. Dort löst er den langjährigen Chef Ferran Reverter ab, der zum Fußballclub FC Barcelona wechselt.

Schon im April wurde bekannt, dass Media Markt-Saturn aufgrund der Corona-Pandemie deutschlandweit voraussichtlich 13 Filialen schließen wird. 1000 Arbeitsplätze sind davon betroffen. (dpa)

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