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Mere-Expansion in Deutschland, Belgien und Frankreich – der aktuelle Stand

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Von: Benjamin Stroka

Eine Schaufenster des russischen Discounters Mere.
Die europäischen Expansionspläne des russischen Discounters Mere scheinen ins Stocken geraten zu sein (Symbolbild). © Hendrik Schmidt/dpa

Gleich in mehreren europäischen Ländern verzögern sich die Expansionspläne des russischen Discounters Mere. Der „Russen-Aldi“ kämpft auch in Deutschland mit Komplikationen.

Köln – Rund 100 Filialen in Deutschland bis Ende 2021 sowie große Pläne für Belgien, Frankreich und Großbritannien. Der russische Discounter Mere hatte einiges vor, um in Westeuropa auf den Markt zu stoßen. Doch diese Expansionspläne geraten aktuell gehörig ins Stocken – und das gleich in mehreren Ländern.

„Russen-Aldi“: Mere-Expansion in Deutschland stockt

Der auch als „Russen-Aldi“ bekannte Discounter Mere kam 2019 mit einer Filiale in Leipzig auf den deutschen Markt. Damals plante die Supermarkt-Kette bis Ende 2021 rund 100 Geschäfte in Deutschland zu eröffnen. Stand 13. Oktober sind es laut der offiziellen Website von Mere nur sechs. In Schönebeck (Elbe), Leipzig, Zwickau, Halle (Saale), Homburg und Berlin hat der Discounter der Torgservis-Gruppe aus Sibirien bislang Filialen stehen. Danach passierte wenig. Es gab Pläne, einen Mere in Altenkunstadt in Bayern zu eröffnen, doch wie die Immobilien Zeitung berichtet, ließ der Russen-Aldi die Übergabe im September kurz vor knapp doch noch platzen.

In diesen deutschen Städten gibt es eine Mere-Filiale:

Mere-Expansion: Probleme für „Russen-Aldi“ in Belgien und Frankreich

Schlechte Nachrichten gibt es nun wohl auch aus Belgien. Eigentlich wollte Mere dort bis zum Jahresende zehn Filialen eröffnen. Den Anfang hätte im Oktober ein Markt in der belgischen Stadt Vilvoorde machen sollen. Doch daraus wird wohl nichts, wie das Fachmagazin Gondola aus Belgien berichtet und sich auf Informationen aus internen Quellen beruft. Demnach gestalte sich die Suche nach Lieferanten sehr schwierig und habe sich zu einem richtigen Engpass entwickelt.

Auch in Frankreich wollte Mere eigentlich noch im Oktober seine ersten Filialen eröffnen. Es gab konkrete Pläne für Meres in Pont-Sainte-Marie, Sainte-Marguerite und Thionville. Doch auch hier soll sich die geplante Eröffnung verschieben. Frühestens im Dezember, vielleicht sogar erst Anfang 2022 würde der „Russen-Aldi“ die Geschäfte in Frankreich eröffnen, berichtet Le Parisien. Laut der französischen Zeitung wurden bis Ende September noch nicht mal bei allen betroffenen Gemeinden die nötigen Anträge gestellt.

Mere: Wie läuft Expandion des „Russen-Aldi“?

Im englischen Preston gab es zwar wie geplant eine Mere-Eröffnung im August, aber für zwei geplante Filialen in Wales wurde diese auch verschoben. Gründe nannte der Discounter laut dem Nachrichtenportal Wales Online nicht. Kommen die großen Europa-Expansionspläne des „Russen-Aldi“ damit schon zum Erliegen? Die Immobilien-Zeitung (hinter Bezahlschranke) berichtete im Zusammenhang mit der fehlgeschlagenen Mere-Eröffnung in Altenkunstadt davon, dass die Wachstumspläne für Deutschland erstmal gestoppt wurden. Die deutsche Mere-Muttergesellschaft TS Markt dementierte das allerdings umgehend.

Es bleibt also spannend, wie es mit Mere auf dem europäischen und auch speziell auf dem deutschen Markt weitergeht. Die ursprünglich gesetzten Expansionsziele wird der „Russen-Aldi“ aber nicht einhalten können. (bs) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren

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