1. 24RHEIN
  2. Leben im Westen
  3. Shopping

MyMuesli schließt fast alle Filialen – diese Läden werden in NRW weichen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Jana Wehmann

Eine Frau verlässt ein MyMuesli Geschäft.
MyMuesli zieht sich aus dem Filialgeschäft zurück. © Armin Weigel/dpa

MyMuesli schließt im Laufe der nächsten zwölf bis 24 Monate fast alle Filialen. Der Müslihersteller wird sich künftig auf den Online-Handel fokussieren.

Düsseldorf – Nachdem die Parfümeriekette Douglas bekannt gab, 60 Filialen zu schließen, fordert die Corona-Krise in NRW nun das nächste Unternehmen. Der Passauer Müslihersteller MyMuesli wird sich noch in diesem Jahr aus dem stationären Handel weitestgehend zurückziehen.

Künftig möchte sich das Unternehmen wieder verstärkt auf den Online-Handel konzentrieren. Damit geht MyMüsli zurück zu seinen Wurzeln, denn das Unternehmen wurde im Jahr 2007 ursprünglich als Online-Geschäft gegründet. Erst später folgten die insgesamt 23 Filialen.

MyMuesli schließt Filialgeschäft: Auch der Düsseldorfer Standort wird weichen

Bald ist also Schluss für die bunten Laden-Geschäfte. Das Unternehmen hat angekündigt fast alle der 23 Filialen zu schließen. Lediglich die Geschäfte in Passau, München und Geislingen bleiben bestehen. Alle anderen Standorte – darunter auch zwei Filialen in NRW – wird MyMuesli im Laufe der nächsten zwölf bis 24 Monate schließen.

Wann genau die Filialen in Düsseldorf und Dortmund geschlossen werden, könne der Müslihersteller derzeit nicht sagen. „Die genauen Schließungen stehen aktuell noch nicht fest. Wir werden jetzt erstmal Gespräche mit den Vermietern führen, da wir Kündigungsfristen und feste Laufzeiten haben“, sagt Wenke Blumenroth von MyMuesli auf 24RHEIN-Anfrage.

StandortAdresse
DüsseldorfGrabenstraße 5, 40213 Düsseldorf
DortmundWestenhellweg 102-106, 44137 Dortmund

Folgen der Corona-Krise: MyMuesli schließt fast alle Filialen

Grund für die Schließungen seien die Folgen der Corona-Krise. „Die Lockdowns 2020 und Anfang 2021 haben dazu geführt, dass die Umsätze in unseren Stores weit abgesunken sind. Auch wenn Lebensmittelgeschäfte geöffnet bleiben durften, war der versiegende Publikumsverkehr deutlich zu spüren. In den Nicht-Lockdown-Monaten waren die Umsätze bis zu 80 Prozent geringer als im Vorjahr. Ob sich das Umsatzniveau wieder stabilisiert, können wir nicht einschätzen. Wir sehen uns gezwungen, diesen Schritt zu gehen“, sagt Philipp Kraiss, MyMuesli-Mitbegründer.

Zwar hat das Passauer Unternehmen einen Teil der Umsatzausfälle über seine Online-Geschäfte und den Lebensmittelhandel kompensieren können, dennoch müsse MyMuesli nachhaltigere Konsequenzen ziehen. „Unsere anderen Verkaufskanäle haben die Ausfälle ein Stück weit mittragen können, jedoch steht die Weiterbetreibung unseres eigenen stationären Vertriebskanals in der aktuellen Größenordnung wirtschaftlich dazu nicht mehr im Verhältnis. Dafür sind seine Umsatzanteile zu gering“, ergänzt Hubertus Bessau.

MyMuesli Filial-Schließung: Konzentration auf den Online-Handel

Neben den Umsatzrückgängen im Ladengeschäft würden gleichzeitig immer mehr Kunden bevorzugt online einkaufen. Daher werde sich MyMuesli 2021 stärker auf den Online-Shop und die Individualisierung der Produkte konzentrieren.

Neben MyMuesli und Douglas treffen die Auswirkungen der Corona-Pandemie viele Unternehmen. Erst kürzlich kündigte die Steakhaus-Kette Maredo fast allen Mitarbeitern. Auch Hussel, Arko und Eilles haben eine vorläufige Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. (jaw)

Auch interessant