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Lebensmittel-Hersteller setzen auf neuen Nachhaltigkeits-Score – was steckt dahinter?

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Von: Jana Wehmann

Der Nachhaltigkeitsscore Eaternity auf einer Veganz-Kekspackung.
Der Nachhaltigkeits-Score bewertet die Kategorien Tierwohl, Wasserverbrauch, Klima und Regenwald. © Veganz

Neben dem Nutri-Score gibt es auch eine Bewertung des Umweltfußabdrucks von Produkten. Der Eaternity-Score gibt unter anderem Auskunft über das Tierwohl und das Klima.

Köln – Um Verbrauchern eine schnelle Orientierung über die Inhaltsstoffe zu geben, setzen immer mehr Supermärkte den Nutri-Score auf ihren Eigenmarken ein. Die Nährwertkennzeichnung ist auf der Vorderseite von Lebensmittelverpackungen zu finden und soll mittels einer fünfstufigen Farbskala Auskunft über die Nährwertqualität verarbeiteter Produkte geben.

Um jedoch für noch mehr Transparenz in der Lebensmittelherstellung zu sorgen, setzen inzwischen einige Labels auf den Nachhaltigkeits-Score Eaternity. Durch die Kennzeichnung legen Hersteller die Ökobilanz des Produktes offen. Der Score soll Verbraucher dabei unterstützen, auf einen Blick erkennen zu können, wie nachhaltig ein Produkt ist oder nicht.

Eaternity kommt aus der Schweiz

Hinter Eaternity steckt ein Schweizer Unternehmen, welches den exakten Umweltfußabdruck für Produkte berechnet. Eaternity wurde im Jahr 2008 gegründet und verfolgt das Ziel, allen Menschen einen Zugang zu klimafreundlichen Lebensmitteln zu ermöglichen.

Nachhaltigkeits-Score Eeaternity: Was verbirgt sich hinter dem Label?

Der Eaternity-Score ist eine Bewertung des Umweltfußabdrucks, der Verbrauchern eine schnelle Orientierung über die Nachhaltigkeit des Produktes gibt. Während der Nutri-Score auf eine fünfstufige Farbskala setzt, werden Produkte beim Nachhaltigkeits-Score innerhalb vier Kategorien bewertet:

Innerhalb dieser Kategorien wird der gesamte Lebenszyklus der Produktzusammensetzung analysiert und bewertet. Dazu gehören unter anderem die Herkunft der Rohstoffe, der Transport, die Saisonabhängigkeit oder auch die Verpackung.

Nach der Analyse erhält jede Kategorie eine Sterne-Bewertung, damit Verbraucher die Umweltfreundlichkeit vergleichen können.

Eaternity-Score: Das 3-Sterne-Bewertungssystem

Laut Angaben des Unternehmens gelten Produkte ab zwei Sternen als umweltfreundlich. Darüber hinaus stehen auf dem Label weitere Hinweise, wie ob das Produkt vegan ist oder ob der Regenwald geschützt wird. Zudem können Verbraucher den Wasserverbrauch sowie die CO2-Emissionen ablesen.

Umweltfußabdruck: Diese Hersteller setzen auf den Nachhaltigkeitsscore Eaternity

Für Verbraucher liegt der Vorteil auf der Hand: Mittels der Bewertung können sie erkennen, welches Produkt nachhaltig hergestellt wurde und dementsprechend besser vergleichen. Der Nachteil: der Nachhaltigkeits-Score ist freiwillig.

Daher bilden bisher auch nur wenig Hersteller die Eaternity-Bewertung auf ihren Produktverpackungen ab. Unternehmen, die den Score auf der Verpackung eingeführt haben, setzen sich ohnehin für den Tier- oder Umweltschutz ein. Folgende Unternehmen setzen auf den Nachhaltigkeits-Score:

Lebensmittel-Hersteller, die bei der Produktion weniger auf ihren ökologischen Fußabdruck achten, würden mit der Einführung des Nachhaltigkeits-Labels nur eine schlechte Bewertung riskieren. Daher können Verbraucher bislang nur wenig Produkte miteinander vergleichen. Da auch der Nutri-Score bisher freiwillig gehandhabt wird, bleibt abzuwarten, ob weitere Unternehmen ihre Herstellung transparenter gestalten.

Neben neuen Kennzeichnungen testen die deutschen Supermärkte auch neue Konzepte. So eröffnete Edeka in Renningen einen vollautomatisierten Mini-Shop. Ein ähnliches Konzept gibt es bereits in Düsseldorf: Dort eröffnet bald der zweite digitale Supermarkt Typy. (jaw)

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