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Netto setzt auf Pick&Go – gibt es bald Discounter ohne Kasse?

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Von: Jana Wehmann

Ein Mann läuft aus einer Netto-Filiale.
Der Discounter hat die Marke „Netto Pick&Go“ angemeldet (Symbolbild). © Andreas Gebert/dpa

Netto hat sich den Marken-Namen „Netto Pick&Go“ gesichert. Der Edeka-Discounter könnte damit auf kassenlose Filialen setzen und das Konzept austesten.

Köln/Maxhütte-Haidhof – Einkaufen und gehen – so wird das sogenannte „Pick&Go“-Konzept am besten beschrieben. Denn Supermärkte und Discounter, die auf den Ansatz setzen, verzichten dabei komplett auf Kassen. Die Bezahlung wird ganz automatisch abgewickelt. Nun wagt sich scheinbar auch Netto an das Konzept, denn der Discounter hat sich den Markennamen „Netto Pick&Go“ beim Deutschen Patent- und Markenamt gesichert. Welche Pläne gibt es?

Netto Marken-Discount
Gründung1928
SitzMaxhütte-Haidhof

Netto ohne Kasse: Discounter entwickelt Pläne – wie funktioniert das Pick&Go-Konzept?

Wenn es an der Supermarkt-Kasse mal etwas länger dauert, sind viele Kunden schnell genervt. Beim Pick&Go-Konzept kann es dazu gar nicht erst kommen: Denn die Kunden melden sich über eine App im Geschäft an und können anschließend die Produkte aus den Regalen nehmen und einpacken.

Das Konzept basiert auf zahlreichen Kameras und Sensoren, die die Produkte den jeweiligen Kunden zuordnen. Daher können die Kunden das Geschäft nach dem Einkauf einfach verlassen – ohne extra an einer Kasse zu bezahlen. Dies erfolgt ganz automatisch und wird von der entsprechenden App abgewickelt. Um den Einkauf zu überprüfen, erhalten die Kunden meist einen digitalen Kassenbon. So funktioniert etwa das Pick&Go-Konzept von Rewe. Der Supermarkt hat in Köln die erste Pick&Go-Filiale in Deutschland eröffnet.

Discounter ohne Kassen: Netto Pick&Go angemeldet

Neben Rewe setzt auch der Discounter Aldi Nord auf das kassenlose Konzept. Schon Anfang 2022 eröffnet Aldi die erste Filiale nach dem Pick&Go-Konzept in Utrecht in den Niederlanden.

Nun möchte wohl auch der Discounter Netto, der zu Edeka gehört, den Anschluss nicht verlieren. Laut dem Register des Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) hat der Discounter den Namen „Netto Pick&Go“ eingetragen und sich gleich zwei Logos gesichert. Nach DPMA sei die Marke eingetragen und die Wiederspruchsfrist laufe.

Genauere Pläne zum Pick&Go-Konzept hat der Discounter bisher nicht veröffentlicht. Zu Netto Pick&Go wolle sich der Discounter „aus Wettbewerbsgründen nicht äußern“, so Christina Stylianou von Netto auf 24RHEIN-Anfrage.

Netto ohne Kassen: Gibt es bald kassenlose Netto-Discounter?

Dennoch steht der Name Netto Pick&Go für sich – und lässt einen kassenlosen Netto-Discounter erwarten. In Deutschland hat bislang nur Rewe das Pick&Go-Konzept für Kunden eröffnet.

Die Schwarz-Gruppe, zu der Lidl und Kaufland gehören, testet zwar auch ein kassenloses Konzept, allerdings ist das Geschäft nicht für alle Kunden zugänglich. Der kassenlose Supermarkt shop.box befindet sich auf dem Bildungscampus Heilbronn der Dieter Schwarz Stiftung und ist nur für Studierende und Mitarbeiter des Campus geöffnet. (jaw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren

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