1. 24RHEIN
  2. Leben im Westen
  3. Shopping

Netto geht Partnerschaft mit „Too Good to Go“ ein – was das nun für Kunden bedeutet

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Oliver Schmitz

Netto Mehrwerte Discounnter (Logo mit Hund) am Hohenzollerndamm 183 in Berlin
„Netto mit Hund“ möchte nachhaltiger werden. © IMAGO/STPP

Die Supermarktkette Netto will nachhaltiger werden. In Zusammenarbeit mit „Too Good to Go“ sollen Lebensmittel vor der Tonne bewahrt werden.

Köln/Stavenhagen – Nach ersten Tests im vergangenen Jahr macht Netto nun den nächsten Schritt in Richtung mehr Nachhaltigkeit. Der Discounter wird schon bald seine Kooperation mit der App „Too Good to Go“ auf all seine deutschen Filialen ausweiten.

Netto mit oder ohne Hund: Was ist der Unterschied?

In Deutschland gibt es zwei verschiedene, voneinander unabhängige, Discounter-Anbieter mit dem Namen „Netto“. Da sich beide Unternehmen neben dem Namen auch die Farbe Gelb teilen, lassen sie sich am Logo unterscheiden. So ist beim aus Dänemark stammenden Unternehmen „Netto ApS & Co. KG“ ein Hund im Logo das signifikante Unterscheidungsmerkmal. Während Netto mit Hund zurzeit nur Märkte im Norden sowie Osten des Landes besitzt, ist Netto ohne Hund in ganz Deutschland tätig und gehört zur Edeka-Gruppe. Der Netto-Schriftzug ist zudem rot umrandet.

Netto-Kooperation mit „Too Good To Go“ startet im Mai – günstiger Preis lockt Kunden

Das weltweit tätige Unternehmen „Too Good To Go“ möchte dafür sorgen, dass weniger noch genießbare Lebensmittel im Müll landen und somit Lebensmittelverschwendung reduzieren. Über die gleichnamige App können Betriebe wie Bäckereien, Restaurants, Cafés, Hotels oder eben Supermärkte übriggebliebenes Essen zu einem vergünstigten Preis für Selbstabholer anbieten.

Ab dem 3. Mai werden nun auch die Kunden von Netto mit Hund auf die App zurückgreifen können. Ab dann werden in allen Filialen des Discounters jeden Abend ab rund 20 Uhr Tüten mit verschiedensten Lebensmitteln angeboten werden. In den Tüten befinden sich dann täglich variierende, übrig gebliebene Lebensmittel aus allen Bereichen des Marktes wie Obst, Gemüse, Molkereiprodukte oder Wurst. Diese müssen dabei vorab über die Too Good To Go-App reserviert und bezahlt werden. Anschließend können diese im zuvor ausgewählten Markt abgeholt werden. Die Kosten belaufen sich dabei auf 3,90 Euro pro Tüte. Insofern man also etwas flexibel in seiner Essensplanung ist, dürfte das Angebot für viele Kunden durchaus interessant sein.

Netto legt wert auf Nachhaltigkeit – weitere Supermärkte greifen auf Lebensmittelretter-App zurück

Wie viele andere Supermärkte, beschäftigt sich auch Netto schon länger mit dem Thema Lebensmittelverschwendung. So arbeiten die meisten 342 Märkte des Discounters bereits mit regionalen Organisationen wie den Tafeln zusammen, um nicht verkaufte Ware nicht wegschmeißen zu müssen. Diese Kooperationen sollen laut Aussagen des Unternehmens auch zukünftig weitergeführt werden. Viele Produkte, die Netto nicht mehr verkaufen kann, seien durchaus noch problemlos essbar*, zitiert merkur.de* das Unternehmen.

Neben Netto haben bereits andere Einzelhandels-Unternehmen eine Kooperation mit den Lebensmittelrettern von „Too Good To Go“. Während Real das Angebot der App bereits bundesweit unterstützt, befindet sich Kaufland zurzeit noch in einer Testphase. Darüber hinaus gibt es auch anderen Unternehmen sowie einzelne Läden, die ähnliche Prinzipien verfolgen. Während der Kaas Frischdienst Lebensmittel aus Über- und Fehlproduktionen verkauft, geht das Kölner Geschäft „The Good Food“ noch einen Schritt weiter und bietet auch ungewolltes Obst und Gemüse sowie kürzlich abgelaufene Produkte an. (os) *merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant