1. 24RHEIN
  2. Leben im Westen
  3. Shopping

Corona-Regeln: So könnte die Notbremse die Öffnungszeiten der Supermärkte beeinflussen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Jana Wehmann

Eine Frau mit Mundschutz kauft in der Gemüseabteilung ein.
Durch die bundeseinheitliche Notbremse dürften die Supermärkte nicht länger als 21 Uhr öffnen. © Tobias Hase/dpa

Die geplante Notbremse umfasst eine Ausgangssperre, die auch die Öffnungszeiten der Supermärkte betreffen könnte. Haben die Geschäfte künftig nur bis 21 Uhr geöffnet?

Düsseldorf/Berlin – Lange sprach die Bundesregierung Empfehlungen für die Corona-Regeln aus, die Länder hielten sich zum Teil daran, aber entschieden sich auch oft für Ausnahmen. Mit diesem Flickenteppich könnte es schon bald vorbei sein, denn eine bundeseinheitliche Notbremse ist derzeit in Planung. Das Bundeskabinett hat sich bereits auf Änderungen des Infektionsschutzgesetzes geeinigt, nun muss nur noch der Bundestag über die Bundes-Notbremse abstimmen.

Wer also in einer Kommune mit einer hohen Wocheninzidenz lebt, muss sich auf strengere Corona-Regeln einstellen. Treten die Maßnahmen in Kraft, sind die Corona-Regeln nun künftig in jedem Bundesland gleich. Da die Bundes-Notbremse jedoch weit mehr als nur die Kontaktbeschränkungen umfasst, sondern auch eine Ausgangssperre verankert, könnten die Maßnahmen nun auch die Supermärkte und Discounter in Deutschland treffen.

Ab wann gilt die Bundes-Notbremse?

Überschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinander folgenden Tagen die Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner den Schwellenwert von 100, dann treten die neuen bundeseinheitlichen Corona-Regeln ab dem übernächsten Tag in Kraft.

Corona-Krise: Wie die Bundes-Notbremse die Supermärkte trifft – das ändert sich

Durch die nächtliche Ausgangssperre sollen die Deutschen zwischen 21 und 5 Uhr Zuhause bleiben – und vor allem ihre Kontakte reduzieren. Das heißt auch, Supermärkte, die zuvor auch nach 21 Uhr geöffnet hatten, könnten nun künftig vorzeitig ihre Läden schließen müssen.

Durch die Änderungen des Infektionsschutzgesetzes haben die Supermärkte zwar nach wie vor geöffnet, allerdings „ergibt es wenig Sinn die Geschäfte länger als 21 Uhr geöffnet zu lassen“, erklärt Christian Böttcher vom Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels. „Wenn die Ausgangssperre gilt, sollte eigentlich niemand mehr einkaufen“, so Böttcher. Bislang ist die Ausgangsbeschränkung jedoch ausschließlich auf die Bevölkerung bezogen.

Während es für die Öffnungszeiten noch keine konkrete Regel gibt, stehen folgende Maßnahmen in den Änderungen des Infektionsschutzgesetzes fest:

Bundeseinheitliche Notbremse: Einzelhandel muss wieder schließen

Während die Supermärkte lediglich bis 21 Uhr geöffnet bleiben könnten, wird nahezu der gesamte Einzelhandel in den Innenstädten geschlossen. Die Geschäfte müssen sich erstmal ohne Termin-Shopping über Click&Meet über Wasser halten. Besser getroffen haben es die Gartenmärkte: Denn die Gartencenter sind vom üblichen Einzelhandel ausgeschlossen und dürfen nach wie vor geöffnet bleiben.

Ausnahme von der Bundes-Notbremse: Diese Geschäfte bleiben geöffnet

Offenbleiben können Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Stellen des Zeitungsverkaufs, Buchhandlungen, Blumenfachgeschäfte, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte und Gartenmärkte.

Ab wann die Bundes-Notbremse und somit auch die Ausgangssperre in Kraft tritt, ist derzeit noch nicht klar. Der Entwurf wird in den kommenden Tagen im Bundestag beraten. (jaw)

Auch interessant