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Bio-Supermärkte in NRW: Geschäfte und Standorte von Alnatura, Superbiomarkt, denn‘s & Co.

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 Ein Einkaufswagen mit verschiedenen Bio-Produkten wird durch einen Biomarkt in Bamberg geschoben
In Nordrhein-Westfalen gibt es verschiedene Biomärkte mit Bio-Lebensmitteln © David Ebener/dpa

Bio-Lebensmittel sind auch in Nordrhein-Westfalen in zahlreichen Biomärkten erhältlich. Die Kunden erwerben dort Produkte aus kontrolliert ökologischem Anbau.

Bio-Lebensmittel stammen von artgerecht gehaltenen Tieren oder aus kontrolliert ökologischen Anbau. Die Produktion geschieht unter Einhaltung der EU-Öko-Verordnung. Diese besagt unter anderem, dass beim Anbau weder chemische Pflanzenschutzmittel noch synthetische Dünger zum Einsatz kommen dürfen. Außerdem ist es untersagt, Tieren Antibiotika und Wachstumshormone zu verabreichen. Nur, wenn ein Lebensmittel diese Kriterien erfüllt, darf der Hersteller es als Öko-Produkt bezeichnen und mit dem Bio-Siegel kennzeichnen. Die Öko-Kontrollstellen stellen sicher, dass nur Produzenten, die gemäß der Verordnung handeln, ihre Waren mit dem Siegel versehen. Der Bundesverband der Öko-Kontrollstellen e.V. vertritt all diese Kontrollstellen.

Etwa 14 Prozent des deutschen Biogemüses, das in Biomärkten angeboten wird, stammt von Anbauflächen in Nordrhein-Westfalen. Mehr als 2.200 Gärtnereien und Höfe, die gemäß der EU-Öko-Verordnung anbauen, befinden sich in diesem Bundesland. Über die Hälfte dieser Unternehmen gehören den Öko-Anbauverbänden Bioland, Naturland, Demeter und Biokreis an.

Bio-Lebensmittel aus nordrhein-westfälischem Anbau

Etwa 90.000 h Fläche werden in Nordrhein-Westfalen ökologisch bewirtschaftet, was etwa 7 Prozent der sich dort befindenden Felder, Weiden und Wiesen entspricht. Fortschritte sind auch bezüglich der Anzahl der nordrhein-westfälischen Bio-Betriebe zu verzeichnen. Sie hat sich im Zeitraum zwischen 2001 und 2019 laut einer Strukturdatenerhebung Ökolandbau des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft mit Dienstsitz in Berlin verdoppelt.

Biomärkte berichten von immer höher werdenden Verkaufszahlen, denn die Verbraucher legen zunehmend Wert auf Qualität und Herkunft der Produkte. Folgende Gründe bewegen sie dazu, Bio-Lebensmittel einzukaufen:

denn‘s Biomarkt: Bio-Lebensmittel und weitere ökologisch produzierte Waren

Die Biomarktkette, die über die meisten Filialen in Deutschland und Österreich verfügt, ist dennoch denn’s. 2003 eröffnete der erste Markt in Geretsried und die Zahl stieg auf insgesamt 300 an. Allein in Nordrhein-Westfalen befinden sich etwa 50 Filialen, hauptsächlich auf dessen Großstädte verteilt.

Mehr als 6.000 Produkte sind in den Biomärkten erhältlich. Bio-Lebensmittel, Reinigungsprodukte, Küchenutensilien, Tiernahrung und vieles mehr sind Teil der Produktpalette. An den Theken erhalten die Kunden zudem frische Backwaren, Käse, Wurst und Fleisch aus regionaler Herstellung. Das Unternehmen denn’s Biomarkt setzt sich unter anderem für die Züchtung von Saatgut, das frei ist von Gentechnik, ein und spendete im Jahr 2019 300.000 Euro an entsprechende Projekte. Mit dem Verkauf von Bruderhahn Eiern unterstützt das Unternehmen außerdem die Bruderhahn-Initiative, die gegen das Töten von männlichen Küken ankämpft.

denn‘s Filialen in Nordrhein-Westfalen

In diesen Städten in Nordrhein-Westfalen finden Sie eine oder mehrere basic-Filialen:

Alnatura: Bio-Lebensmittel und ökologisch hergestellte Produkte

Auch die Produktpalette von Alnatura erstreckt sich von Lebensmitteln über Kosmetika, Textilien und vieles mehr. Ursprünglich sollte das Unternehmen, das 1984 von Götz Rehn (70) gegründet wurde, zu einem vegetarischen Selbstbedienungsrestaurant oder einem Kinderkleidungsgeschäft mit Produkten aus Baumwolle ausgebaut werden. Doch Rehn verwarf diese Pläne und entschied sich für den Verkauf von Bio-Lebensmitteln und weiteren ökologisch hergestellten Produkten wie Textilien.

Bereits 1986 waren die ersten Waren von Alnatura bei tegut und dm erhältlich. Im Folgejahr eröffnete dann der erste Alnatura Super Natur Markt. Die Drogeriemarktkette dm war der wichtigste Vertriebspartner von Alnatura, doch die Zusammenarbeit endete 2014. Eine eigene Bio-Marke von dm erschien und löste die Produkte von Alnatura nach und nach ab. Das Bio-Unternehmen sah sich daher nicht mehr verpflichtet, sich an die Inhalte der geschlossenen Verträge zu halten und bekam nach einem Jahrelangen Gerichtsstreit Recht. Alnatura ging Kooperationen mit neuen Partnern wie Müller oder Edeka ein und baute vor allem die Anzahl der eigenen Biomärkte weiter aus. 130 Filialen mit dem Namen Alnatura Markt gibt es mittlerweile in Deutschland. In jedem finden jeweils mehr als 6.000 verschiedene Produkte Platz. Knapp 20 Filialen befinden sich allein in Nordrhein-Westfalen. Vor allem in Köln und dessen Umkreis ist Alnatura stark vertreten.

Alnatura Markt Standorte und Filialen in Nordrhein-Westfalen

In diesen Städten in Nordrhein-Westfalen finden Sie eine oder mehrere Filialen von Alnatura:

Der Biomarkt Temma als Projekt der Rewe Group

Die Biomärkte mit Namen Temma hingegen vertreiben eine Vielzahl von Bio-Lebensmitteln von Landwirten aus der Region und erweitern das Sortiment ständig mit ökologisch hergestellten Produkten aus der ganzen Welt. Der Firmenname spielt auf die altbekannten Tante-Emma-Läden an, die Lebensmittel und Dinge für den alltäglichen Bedarf anbieten. Im dazugehörigen Deli erhalten die Kunden kleine Snacks und auch vollwertige Mahlzeiten, die ausschließlich aus den Bio-Lebensmitteln, die es im Markt zu kaufen gibt, zubereitet werden. Hinzu kommen vielfältige Veranstaltungen wie Kochkurse, Käse-Wein-Abende, Weinproben und Themenabende.

2009 eröffnete die erste Temma-Filiale, damals noch unter dem Dach der Rewe Group. Die Unternehmensgruppe wollte somit eine reine Bio-Kette etablieren und richtete insgesamt neun Biomärkte ein. Allerdings entwickelten sich die Märkte aufgrund des starken Bezugs auf regionale Waren sehr unterschiedlich und die Erwartungen von Rewe erfüllten sich nicht. 2018 schlossen sieben Filialen. Die Märkte in Köln blieben erhalten und wurden an ihre ehemalige Rewe-Managerin, verkauft. Diese war bereits an der Konzeptentwicklung von Temma beteiligt und führt die Filialen in Nordrhein-Westfalen unter Beibehaltung des Namens weiter.

Bio-Lebensmittel aus Nordrhein-Westfalen im SuperBioMarkt

Die Kette SuperBioMarkt beschränkt sich auf Filialen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Ihren Ursprung hat sie in einem der ersten fünf Biomärkte Deutschlands: Makrohaus. 1993, 20 Jahre nach dessen Gründung, schaffte es SuperBioMarkt, zum ersten Unternehmen mit einem Bio-Vollsortiment in Nordrhein-Westfalen zu werden. Die Produktvielfalt konnte seither auf mehr als 7.000 unterschiedliche Bio-Waren erweitert werden. Die SuperBioMarkt AG baute nicht nur deren Sortiment, sondern auch die Form des Verkaufs aus. So rief sie 2011 das erste Bistro Bio to go ins Leben, in dem Gerichte, die aus den Bio-Lebensmitteln, die auch in den Märkten erhältlich sind, angeboten werden.

Ein Jahr später folgte das Naturkosmetikstudio natur-elle, in dem die Kunden ausschließlich Behandlungen mit ökologisch hergestellten Pflegeprodukten und Kosmetika erhalten. Der Problematik der Tötung von männlichen Küken widmet sich auch SuperBioMarkt. Das Unternehmen tat sich mit verschiedenen Landwirten aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen zusammen. Im Rahmen der Bruder-Ei-Initiative soll das Weiterleben der männlichen Küken und gleichzeitig die Unterstützung regionaler Landwirte gewährleistet werden.

SuperBioMarkt: Alle Märkte und Filialen in NRW

In diesen Städten in Nordrhein-Westfalen finden Sie eine oder mehrere Filialen der Kette SuperBioMarkt:

basic gibt Nordrhein-Westfalen auf

In diesen Städten in Nordrhein-Westfalen finden Sie eine oder mehrere Filialen der Biomarkt-Kette basic:

Aachen: Theaterplatz 9–11, 52062 Aachen
Bonn: Gangolfstraße 2–4, 53111 Bonn
Dortmund: Weddepoth 2–4 / Kampstraße 102, 44137 Dortmund
Düsseldorf: Friedrichstraße 73, 40217 Düsseldorf
Köln (Belgisches Viertel): Venloer Straße 47–53, 50672 Köln
Köln (Zülpicher Platz): Hohenstaufenring 28, 50674 Kölnn

Anfang Februar 2021 wurde bekannt, dass basic Biomarkt sich aus Nordrhein-Westfalen, Berlin und Hamburg zurückzieht. Die insgesamt zehn Standorte sollen noch im ersten Quartal an die Konkurrenten Bio Company und SuperBiomarkt gehen.

Von Sophie Neumärker

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