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NRW-Einzelhandel: Keine Lösung im Tarifkonflikt – drohen neue Streiks?

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Mitarbeiter streiken vor einer H&M-Filiale.
Auch in der sechsten Verhandlungsrunde des Tarifkonflikts im NRW-Einzelhandel kam es zu keiner Einigung (Symbolbild). © Julian Stratenschulte/dpa

Die sechste Verhandlungsrunde des Tarifstreits im NRW-Einzelhandel brachte keine Einigung. Die Gewerkschaft Verdi drohte mit Streiks zur Weihnachtszeit.

Düsseldorf – Im Tarifkonflikt des nordrhein-westfälischen Einzelhandels hat auch die sechste Verhandlungsrunde keine Lösung gebracht. Die Gewerkschaft Verdi und die Arbeitgeber gingen am späten Dienstagabend auseinander, ohne einen neuen Verhandlungstermin zu vereinbaren.

NRW-Einzelhandel: Verdi droht mit Streiks zu Weihnachten

Die Gewerkschaft drohte mit Streiks im beginnenden Weihnachtsgeschäft. Die Gewerkschaft warf den Arbeitgebern vor, auf Zeit zu spielen. Die Arbeitgeber wollten „ihr einseitiges Lohndiktat mit aller Kraft durchsetzen“, sagte Verdi-Verhandlungsführerin Silke Zimmer laut Mitteilung.

„Wir haben die Aufgabe, einen Tarifvertrag zu entwickeln, der für alle tragbar ist. Da sind wir noch weit voneinander entfernt“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands NRW, Peter Achten. Die Arbeitgeber fordern, den Teil der Branche, der besonders hart von den Auswirkungen der Pandemie betroffen gewesen sei, vor zu hohen Kostenbelastungen zu schützen. „Wir können nicht Geschäftsentwicklung von Boombranchen zum Maßstab für einen Tarifabschluss machen“, sagte Achten.

Ende August rief Verdi zuletzt zum Arbeitskampf im NRW-Einzelhandel auf. Dabei wurden unter anderem Ikea, Saturn, Kaufland, Real und Aldi bestreikt.

Streik im NRW-Einzelhandel: Was fordert Verdi?

Die Tarifverhandlungen für rund 500.000 sozialversicherungspflichtig und knapp 200.000 geringfügig Beschäftigte hatten bereits im Mai begonnen. Verdi war mit der Forderung nach folgenden Punkten in die Verhandlungen gegangen:

Die Arbeitgeber hatten nach eigenen Angaben zuletzt bei 24 Monaten Laufzeit zwei Prozent mehr Geld im ersten und 1,8 Prozent im zweiten Jahr geboten. Dem Arbeitgeber sollte es allerdings überlassen werden, die Tariferhöhung im ersten Jahr in Form von vier zusätzlichen Urlaubstagen umzuwandeln. Insgesamt sehe das Arbeitgeberangebot zudem fünf Nullmonate vor. Die fünfte Verhandlungsrunde fand zuletzt Anfang September statt. (dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren

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