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Bringdienst Oda liefert zu Discounter-Preisen – und startet bald in Deutschland

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Von: Jana Wehmann

Papiereinkaufstüten, die voll mit Lebensmitteln sind, stehen im Eingang einer Wohnung.
Der Lieferservice Oda plant die Expansion nach Deutschland (Symbolbild). © Sven Simon/IMAGO

Der Lieferservice Oda punktet bei den Kunden durch Preise auf Discounter-Niveau. In 2022 möchte der norwegische Online-Supermarkt Deutschland erschließen.

Köln – Die deutsche E-Food-Branche hält zahlreiche Lebensmittel-Lieferservices parat. Während Flink und Gorillas vor allem durch Schnelligkeit punkten, übernehmen Rewe Lieferdienst und Picnic den klassischen Wocheneinkauf. Die Preise der unterschiedlichen Anbieter bewegen sich dabei jedoch auf Supermarkt-Niveau. Jetzt plant der norwegische Lieferservice Oda für 2022 die Expansion nach Deutschland – und möchte sich mit günstigen Preisen abheben, so Mitgründer und Oda-CEO Karl Munthe-Kaas im Gespräch mit dem Manager Magazin.

Norwegischer Lebensmittel-Lieferservice Oda: Das Konzept mit den günstigen Preisen

Der Express-Bringdienst Gorillas, der kürzlich Nürnberg und Leipzig erschlossen hat, liefert innerhalb von nur zehn Minuten. Der Lieferservice Oda sieht hingegen seine Stärke im Preis. „Anders als viele unserer Wettbewerber sehen wir den Onlinesupermarkt nicht als Luxusnische, sondern nutzen die Effizienzen des Onlinelebensmittelgeschäfts, um unseren Kunden günstige Preise zu bieten“, sagt Munthe-Kaas gegenüber dem Manager Magazin.

So seien die Preise des Lieferservice gerade einmal zwei Prozent teurer als die billigsten Discounter in Norwegen. Dies sei zum einen durch eine profitable Planung als auch durch Effizienz und Geschwindigkeit möglich. Der Lieferservice Flink, der in Köln und Düsseldorf gestartet ist, setzt ebenso auf Geschwindigkeit, allerdings in punkto Auslieferung.

Zusammenstellung der Ware: Lieferservice Oda setzt auf Effizienz und Geschwindigkeit

Die rund 7.000 Produkte, die das Oda-Sortiment umfasse, beziehe der Lieferservice zum Großteil von den Herstellern selbst, allerdings arbeite Oda auch mit der norwegischen Discounterkette Rema 1000 zusammen. „Mit denen verhandeln wir zusammen mit Zulieferern. Und wir verkaufen zum Teil auch deren Eigenmarkenprodukte“, so Munthe-Kaas im Bericht des Manager-Magazins.

Durch die exakte Planung im Zentrallager in Oslo müsse Oda fast keine Ware wegwerfen, der Lieferservice verzeichne einen Warenüberschuss von weniger als 0,5 Prozent. Zudem habe Oda eine Technologie entwickelt, die es den Mitarbeitern ermöglicht, 212 Produkte pro Stunde zu bearbeiten. Das entspreche etwa doppelt so viel, „wie normale reine Online-Supermärkte schaffen“, sagt Munthe-Kaas. Insgesamt umfasse Sortiment sowohl Lebensmitteln als auch Kosmetika und Elektronikgeräte.

Expansion nach Deutschland: Wann startet Oda den Lieferservice?

Wann Oda den deutschen Markt erschließen möchte, stehe noch nicht endgültig fest. Allerdings: „Wir schauen uns mehrere Orte gleichzeitig an und werden wahrscheinlich an mehreren Standorten im Abstand von wenigen Wochen starten“, sagt Munthe-Kaas im Gespräch mit dem Manager Magazin.

Auf lange Sicht werde Oda nicht nur die deutschen Großstädte bedienen wollen, sondern auch kleine Regionen an das Liefergebiet anschließen. Neben Oda plant auch der türkische Lieferservice Getir seine Expansion in gleich mehrere Länder. (jaw)

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