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Pfand auf Smoothies und Säfte: Diese Produkte im Supermarkt sind betroffen

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Von: Jana Wehmann

Eine Person wirft an einem Pfandautomaten eine Glasflasche hinein.
Ab 2022 tritt eine neue Pfandregelung in Kraft (Symbolbild). © Lukas Schulze/dpa

Smoothies, Fruchtsäfte und Getränke-Dosen werden teurer. Durch eine Änderung des Verpackungsgesetzes soll die Pfand-Pflicht für Einweg-Getränkeflaschen ausgeweitet werden.

Köln/Berlin – Für einen kühlen Snack für zwischendurch kaufen viele Kunden Smoothies und Fruchtsäfte aus den Kühltheken der Supermärkte und Discounter in Deutschland – dafür müssen sie bald tiefer in die Tasche greifen. Denn damit die Plastikflaschen wieder verwendet werden, soll die Pfand-Pflicht ausgeweitet werden. Das sieht eine Gesetzesänderung des Bundesumweltministeriums, die vom Bundestag beschlossen wurde, vor.

Änderungen im Verpackungsgesetz: Welche Getränke-Flaschen sind künftig pfandpflichtig?

Seit über 18 Jahren wird auf Dosen und Flaschen Pfand fällig. Bislang waren allerdings Frucht- und Gemüsesäfte von der Pfand-Pflicht ausgenommen – das ändert sich nun aber ab 2022. Da die Neuregelung des Verpackungsgesetzes vor allem gekühlte Produkte betrifft, bekommen Supermarkt-Kunden, die bei Kaufland, Rewe und Co. vor allem in der Kühltheke zugreifen, die neuen Änderungen deutlich zu spüren.

Auf diese Produkte müssen Kunden ab 2022 ein Pfand bezahlen:

Pfand-Pflicht für Getränkeflaschen aus Kunststoff

Durch die Neuregelung des Verpackungsgesetzes wird auf alle Einweggetränkeflaschen aus Kunststoff (bis zu drei Litern) Pfand fällig. Getränkeverpackungen, die bereits im Verkehr sind, dürfen noch bis 1. Juli 2022 pfandfrei verkauft werden.

Neuregelung des Verpackungsgesetzes: Diese Änderung kommt ab 2024

Während im ersten Schritt Einweg-Getränkeflaschen aus Kunststoff pfand-pflichtig werden, folgt zwei Jahre später eine weitere Änderung im Supermarkt. So wird die Pfand-Pflicht ab 2024 auch auf Plastikflaschen mit Milchgetränken ausgeweitet. Darunter fallen etwa gekühlte Kaffee-Spezialitäten, Kakao oder auch Milch-Shakes. Dieser Schritt bedeutet das Aus für pfandfreie Plastikflaschen*, berichtet merkur.de*.

Auf diese Produkte müssen Kunden ab 2024 ein Pfand bezahlen:

Die Rückgabe der Einweg-Getränkeflaschen erfolgt wie üblich bei den Pfand-Automaten der Supermärkte. Wo jedoch die Milchgetränke abgegeben werden, ist noch unklar. Da bei Milchprodukten das Risiko besteht, dass sich Schimmel bildet, ist die Frage, ob neue Pfand-Abgabestellen errichtet werden. Ab 2022 müssen die Supermärkte zumindest Sammel-Stellen für alte Elektro-Geräte anbieten.

Lieferservice und Gastronomen in Pflicht: Einsatz von Mehrwegbehältern

Zudem müssen ab 2025 PET-Einweg-Getränkeflaschen aus mindestens 25 Prozent Recycling-Plastik bestehen. Ab 2030 wird diese Quote auf mindestens 30 Prozent für sämtliche Getränkeflaschen aus Einweg-Kunststoff erhöht.

Die Neuregelung sieht auch Änderungen für Lieferservices und Gastronomen vor. So werden Caterer, Lieferdienste und Restaurants ab 2023 verpflichtet, auch Mehrwegbehälter als Alternative zu Einwegbehältern für Essen und Getränke zum Mitnehmen und Bestellen anzubieten. Da der Lieferservice Picnic nicht auf Plastikbeutel verzichten kann, testet der Online-Supermarkt derzeit ein Pfand-System auf Kunststofftüten. Bevor das Verpackungsgesetz nun offiziell in Kraft tritt, müssen die Änderungen den Bundesrat passieren. (jaw) *merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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