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Änderung im Supermarkt: Diese Plastik-Produkte wird es ab Juli nicht mehr geben

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Von: Jana Wehmann

Plastikverpackungen von Getränken und Essensbehältern liegen auf einem Mülleimer.
Ab dem 3. Juli wird Einweg-Plastik in der EU verboten (Symbolbild). © Alexander Heinl/dpa

Viele Plastik-Produkte sind ab dem 3. Juli in der EU verboten. Daher verschwinden unter anderem Trinkhalme und Plastik-Geschirr aus den Supermärkten.

Köln/Berlin – Wer Zuhause eine Party feiert, hat es sich vielleicht schon einmal mit Einmal-Geschirr und -Besteck einfach gemacht. Ab Juli landet das Plastik-Geschirr aber nicht mehr im Müll – denn es wird es nicht mehr geben. Ab dem 3. Juli tritt das Verbot der Bundesregierung in Kraft und viele Einweg-Plastikprodukte dürfen EU-weit nicht mehr produziert werden. Zwar dürfen die Supermärkte und Discounter in Deutschland noch die Restbestände verkaufen, allerdings verschwinden die Einmal-Produkte schon bald aus den Regalen.

Einweg-Plastik wird verboten: Diese Produkte wird es nicht mehr geben

Da immer mehr Menschen To-Go-Produkte konsumieren oder sich Essen nach Hause liefern lassen, landet der Verpackungsmüll nicht selten im Park, auf dem Straßenrand oder im Meer. Stündlich werden allein rund 320.000 Einweg-Becher für heiße Getränke in Deutschland verbraucht – davon sind bis zu 140.000 To-Go-Becher, so das Bundesumweltministerium.

Zum Schutz der Umwelt hat das Kabinett das Verkaufsverbot für Wegwerfartikel aus Kunststoff verabschiedet. Plastik-Geschirr oder auch Trinkhalme wird daher in den kommenden Monaten nur noch vereinzelt bei Lidl, Rewe und Co. geben. Diese Einweg-Plastikprodukte sind ab dem 3. Juli in der EU verboten:

Plastikabfälle steigen an

Die Abfall-Bilanz von Einweggeschirr und To-Go-Verpackungen betrug im Jahr 2017 mehr als 346.000 Tonnen, so eine Erhebung der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung. Die Menge der Kunststoffabfälle insgesamt stieg laut Umweltbundesamt zwischen 2015 und 2017 um 3,9 Prozent auf 6,15 Millionen Tonnen. Das war bisher Höchststand.

Verbot von Einweg-Produkten tritt in kraft: Diese Kunststoff-Artikel bleiben erlaubt

Da jedoch auch einige weitere Einweg-Produkte aus Kunststoff derzeit nicht verboten werden können, sollen zahlreiche Artikel künftig ein spezielles Label tragen, das vor Umweltschäden durch Plastik warnt. Dafür wurde bereits eine Einwegkunststoff-Kennzeichnung beschlossen. Zudem müssen die Supermärkte ab 2022 Sammel-Stellen für alte Elektro-Geräte einführen.

Diese Kunststoff-Produkte bleiben ab Juli weiterhin erlaubt:

Plastikmüll vermeiden: Pfand-Pflicht für Einweg-Getränkeflaschen folgt

Damit auch Plastikflaschen mehrfach verwendet werden, soll ab 2022 die Pfand-Pflicht für Einweg-Getränkeflaschen ausgeweitet werden. So fällt vor allem auf gekühlte Produkte, wie Smoothies und Säfte in Plastikflaschen, ein Pfand an der Supermarkkasse an.

Die Neuregelung sieht auch Änderungen für Lieferservices und Gastronomen vor. So werden Caterer, Lieferdienste und Restaurants ab 2023 verpflichtet, auch Mehrwegbehälter als Alternative zu Einwegbehältern für Essen und Getränke zum Mitnehmen und Bestellen anzubieten. (jaw)

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