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NRW: Streik in Postbank-Filialen – auch Paket-Dienstleistungen betroffen

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Von: Jana Wehmann

Eine Postbank-Filiale von Außen.
Die Gewerkschaft Verdi hat bei der Postbank zum Streik aufgerufen (Symbolbild). © Ralf Homburg/IMAGO

Postbank-Streik in NRW: In Köln, Düsseldorf, Dortmund, Neuss, Bochum und Kaarst hat Verdi zum Streik aufgefordert. Deshalb sind die Filialen geschlossen.

Köln – Die Postbank-Filialen in Nordrhein-Westfalen werden am Wochenende bestreikt – und sind daher größtenteils geschlossen. Die Gewerkschaft Verdi hat zum Streik bei der Postbank aufgerufen. Damit reagiert die Gewerkschaft auf die gestarteten Tarifverhandlungen für die Postbank-Beschäftigten. Doch nicht nur die Bank-Kunden sind betroffen: Einzelne Postbank-Filialen bieten auch übliche Post- und Brief-Dienstleistungen an.

Postbank bietet auch Post-Angebot an

Sowohl die Deutsche Post als auch die Postbank führen Post-Filialen. Demnach bietet auch die Postbank in einzelnen Standorten Post-Dienstleistungen an.

Postbank Streik NRW: Diese Filialen sind betroffen

Bundesweit werden im Rahmen der ersten Welle etwa 40 Postbank-Filialen bestreikt. In Nordrhein-Westfalen sind neun Postbank-Standorte betroffen. Während in Köln und Kaarst sowohl Freitag (14. Januar) als auch Samstag (15. Januar) gestreikt wird, sind die Postbank-Filialen in Düsseldorf, Neuss und Bochum nur am Samstag betroffen.

Viele Kunden müssen nun damit rechnen, vor verschlossenen Postbank-Filialen zu stehen. Denn: „Ich gehe davon aus, dass die betroffenen Postbank-Filialen komplett geschlossen sein werden“, erklärt Roman Eberle, Gewerkschaftssekretär für Banken in NRW, auf 24RHEIN-Anfrage. Wie viele Mitarbeiter letztlich streiken, könne jedoch erst am Streiktag festgestellt werden. „Allerdings sind zum Öffnen der Filialen zwei Mitarbeiter je Standort nötig. Die Mitarbeiterzahl können wir aufgrund des Streiks nicht gewährleisten“, sagt Eberle.

Folgende Postbank-Filialen in NRW sind vom Verdi-Streik betroffen:

NRW Postbank Streik: Köln, Düsseldorf, Neuss, Kaarst, Bochum betroffen

Durch den Streik bei der Postbank soll der Druck auf das zum Deutsche-Bank-Konzern gehörende Unternehmen weiter erhöht werden. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 22. Februar 2022 statt.

„Das Verhalten der Arbeitgeberseite in der ersten Verhandlungsrunde hat uns sehr enttäuscht“, erklärt Roman Eberle. „Gerade beim Thema Gehalt haben die Arbeitgeber deutlich gemacht, dass sie weder die aktuelle Inflationsentwicklung noch der damit verbundene Verlust der Kaufkraft interessieren. Die Beschäftigten in den Postbankfilialen gehören nicht zu den Spitzenverdienern im Bankensektor. Somit sind sie auf eine faire Anhebung ihrer Tarifgehälter angewiesen“, sagt Eberle weiter.

Auch Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck fordert einen Ausgleich „und eine spürbare Anerkennung für die Beschäftigen“. Denn: Trotz Corona-Pandemie haben die Postbank-Beschäftigten den Betrieb aufrecht gehalten. „Gleichzeitig mussten sie Einbußen bei den Provisionen hinnehmen“, so Duschek. 

Postbank Streik: Was fordert Verdi für die Postbank-Beschäftigten?

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