Wettbewerbliche Bedenken

Real-Zerschlagung: Edeka übernimmt bis zu 51 Standorte von Real – aber zum Teil mit Auflagen

+
Nun ist nach der Entscheidung des Bundeskartellamts klar, wie viele Real-Standorte Edeka übernehmen kann. (Symbolbild)
  • schließen

Das Bundeskartellamt hat bei 21 Real-Standorten, die Edeka übernehmen möchte, Bedenken. Ohne Auflagen erhält der Supermarkt bis zu 45 Märkte.

Update vom 17. März, 11:10 Uhr: Das Vorhaben von Edeka, bis zu 72 Real-Standorte zu übernehmen, hat das Bundeskartellamt heute zum Teil freigegeben. Während der Supermarkt grünes Licht für insgesamt 45 Real-Standorte erhalten hat, hat die Behörde bei weiteren sechs Standorten die Übernahme unter bestimmten Auflagen genehmigt. Die weiteren 21 Märkte können aufgrund von wettbewerblichen Bedenken nicht freigegeben werden. Zudem ist nun auch klar, welche ehemaligen Real-Filialen Edeka übernehmen darf. (jaw)

Real: Edeka bekommt bis zu 44 Filialen – doch die Zukunft von weiteren Standorten ist unsicher

Update vom 1. März, 13:36 Uhr: Das Bundeskartellamt gab Anfang Februar bekannt, wettbewerbliche Bedenken bei 28 Märkten, die Edeka von Real übernehmen möchte, zu sehen. Die Zwischenentscheidung bedeutet auch, dass die Edeka-Gruppe bis zu 44 Filialen erwerben kann.

Nun wird viel spekuliert: Laut Medienberichten von 24vest soll sich in Herten die Supermarktkette Marktkauf, die zur Edeka-Gruppe gehört, an dem ehemaligen Real-Standort ansiedeln* wollen. Bereits vor der Schließung der Real-Filiale sollen dort Edeka-Fahrzeuge gesichtet worden seien. Trotz Nachfrage von 24RHEIN hält sich die Edeka-Gruppe nach wie vor zurück. Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, möchte sich Edeka aktuell nicht äußern. Spätestens am 22. März, wenn das Bundeskartellamt seine finale Entscheidung zur Real-Übernahme durch Edeka bekannt gibt, wird es jedoch weitere Informationen geben. (jaw) *24vest ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Real-Märkte: Edeka bekommt bis zu 44 Filialen – doch die Zukunft von weiteren Standorten ist unsicher

Update vom 10. Februar, 13:30 Uhr: Nachdem bekannt wurde, dass das Bundeskartellamt bei der Übernahme von 28 der 72 angemeldeten Real-Märkten durch Edeka Bedenken hat, steht dennoch kein finales Ergebnis fest. Sofern die Behörde keine weiteren wettbewerblichen Probleme sieht, kann Edeka bis zu 44 Märkte übernehmen – muss das Unternehmen aber auch nicht.

Um welche Standorte es sich genau handelt, ist derzeit nicht bekannt. Edeka möchte sich derzeit dazu nicht äußern, da das Verfahren noch nicht abgeschlossen ist. „Solange keine finale Entscheidung des Bundeskartellamtes vorliegt, welche Standorte von uns übernommen werden dürfen, können wir uns nicht konkret äußern“, sagt Jennifer Teichert von Edeka auf 24RHEIN-Anfrage. Das Bundeskartellamt hat noch bis zum 22. März Zeit, um eine finale Entscheidung zu treffen. Die Frist wurde erst kürzlich verlängert. (jaw)

Real-Märkte: Edeka bekommt bis zu 44 Filialen – doch die Zukunft von weiteren Standorten ist unsicher

Update vom 10. Februar, 11:45 Uhr: Seit vergangenem Jahr prüft das Bundeskartellamt das Vorhaben der Edeka-Gruppe, bis zu 72 Real-Märkte zu übernehmen. Nun gibt es ein Zwischenergebnis: nach vorläufiger Einschätzung hat die Behörde wettbewerbliche Bedenken bei 28 Märkten. Das bedeutet jedoch, dass Edeka bei bis zu 44 Standorten eine Zusage bekommen könnte. Neben Edeka haben bereits auch Kaufland und Globus eine Zusage für die Übernahme mehrerere Standorte bekommen.

Nachdem nun das Bundeskartellamt dem Supermarkt seine Entscheidung mitgeteilt hat, laufen die Gespräche mit Edeka über mögliche Zusagen zur Lösung der Wettbewerbsprobleme. Um welche Standorte es sich handeln, ist derzeit noch nicht bekannt.

In Fusionskontrollverfahren im Bereich des Lebensmitteleinzelhandels prüft das Bundeskartellamt die wettbewerblichen Auswirkungen sowohl für Verbraucher als auch für Lieferanten. Nach vorläufiger Einschätzung sieht die Behörde bei 28 der beantragten Standorte eine drohende erhebliche Behinderung des wirksamen Wettbewerbs, wenn Edeka die Real-Standorte übernehmen würde.

Zur Lösung der wettbewerblichen Bedenken bietet der Real-Eigentümer SCP an, einen Teil der Standorte an weitere mittelständische Einzelhandelsunternehmen zu veräußern. Erst kürzlich gab der Eigentümer bekannt, weitere Real-Standorte zu schließen, da die Märkte keine wirtschaftliche Perspektive hätten.

Die ersten Real-Märkte eröffneten bereits Anfang Februar unter neuem Logo. Supermarktriese Kaufland hat bereits die ersten 13 Märkte umgebaut und modernisiert.

Real-Märkte: Zittern um 72 Filialen, die von Edeka übernommen werden sollen

Bonn – Die ersten Real-Märkte werden ab heute umgebaut und öffnen in nur wenigen Tagen als neue Kaufland-Filiale. Während für den Supermarkt-Riesen aus Neckarsulm der praktische Teil der Real-Übernahme beginnt, erhält Edeka schlechte Nachrichten.

Zwar ist noch keine Entscheidung für die Übernahme gefallen, dennoch hat das Bundeskartellamt seine Entscheidung erneut verschoben. Edeka muss sich daher noch weiter gedulden und muss bis zum 22. März die Füße stillhalten.

Real-Übernahme: Bundeskartellamt verlängert Frist – Edeka muss warten

Ende Dezember hatte das Bundeskartellamt den Weg für die Zerschlagung der kriselnden SB-Warenhauskette Real frei gemacht. Während Kaufland für 92 der 101 angemeldete Standorte grünes Licht bekommen hatte, erhielt auch die saarländische Supermarktkette Globus die Freigabe für den Erwerb von bis zu 24 Standorten.

Auch Edeka hatte beim Bundeskartellamt die Übernahme von bis zu 72 Real-Märkten angemeldet. Doch die Frist für die Entscheidung wurde Ende Dezember auf den 22. Februar 2021 verlängert. Trotzdem wird es auch diesen Monat keine Entscheidung geben: Das Bundeskartellamt hat die Frist erneut verschoben – und zwar um einen Monat.

Es wird erwartet, dass die Behörde nur einer geringeren Anzahl an Übernahme-Standorten zustimmen könnte. Bei Kaufland hatte das Kartellamt bei neun Märkten Bedenken. Das Bundeskartellamt ist bei der Übernahme besonders vorsichtig, da in Deutschland mehr als rund 85 Prozent der Umsätze im Lebensmittelhandel an Edeka, ReweAldi und die Schwarz-Gruppe, zu der Lidl und Kaufland gehören, gehen.

Real-Zerschlagung: Eigentümer SCP schließt zehn Filialen

Im Frühjahr 2020 hatte der russische Real-Eigentümer SCP die angeschlagene SB-Warenhauskette vom Düsseldorfer Metro Konzern erworben, um sie anschließend zu verschlagen und weiterzuverkaufen. Aufgrund der ausführlichen Prüfung der Kartellbehörden hat dieser Prozess länger gedauert, als zunächst erwartet.

Nachdem Kaufland die ersten Übernahme-Standorte offiziell bekannt gab, berichteten Medien davon, dass weitere 13 Märkte feststehen würden – auf 24RHEIN-Anfrage dementierte Kaufland dies jedoch.

Obwohl Globus bereits grünes Licht bekommen hatte, muss sich das Unternehmen noch gedulden. Derzeit stehen noch nicht fest, welche 24 Standorte übernommen werden.

Erst vor wenigen Tagen kündigte der Real-Eigentümer SCP das Aus für weitere zehn Standorte der Warenhauskette an. (jaw)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion