Bis zu 51 Filialen möglich

Diese Real-Märkte werden zu Edeka – welche Standorte bekannt sind

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Aktuell läuft noch die finale Entscheidung des Bundeskartellamtes zur Real-Übernahme durch Edeka (Symbolbild).
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Das Bundeskartellamt hat Edeka die Freigabe für bis zu 51 Standorte von 72 angemeldeten Filialen erteilt. Diese Real-Märkte gehen an den Supermarkt.

Bonn/Hamburg – Die Entscheidung um die Real-Filialen, die Edeka übernehmen möchte, ist nun gefallen. Der Supermarkt kann bis zu 51 Real-Märkte übernehmen – wenngleich sechs von den Standorten nur unter bestimmten Auflagen. Auf die weiteren 21 Filialen muss Edeka jedoch aufgrund wettbewerblicher Bedenken verzichten.

Mit dieser Nachricht hat das Bundeskartellamt nun die zweite große Entscheidung im Übernahme-Verfahren der Real-Märkte getroffen. Zwar steht seit Dezember 2020 fest, dass Real 116 Filialen an Kaufland und Globus verkauft, die finale Entscheidung für Edeka prüfte die Behörde aufgrund wettbewerblicher Bedenken ausführlich. Im Zuge der ersten Bekanntgabe des Bundeskartellamtes erhielt Kaufland die Freigabe für den Erwerb von 92 Märkten und Globus erhielt grünes Licht für insgesamt 24 Filialen.

Nach der Freigabe durch das Bundeskartellamt hat Edeka nun die ersten Real-Märkte veröffentlicht, die in Kürze an den Supermarkt übergehen werden.

Offiziell: Diese Real-Standorte werden bald zu Edeka umgebaut

  • Horb (30. Juli)
  • Kaiserslautern (11. Juni)
  • Kronach (17. Juni)
  • Potsdam-Drewitz (18. Juni)
  • Neumarkt (1. Juli)
  • Kirchheim am Neckar (2. Juli)
  • Bremen-Habenhausen (2. Juli)
  • Bremen (Duckwitzstraße, 16. Juli)
  • Teltow (30. Juli)

Bestätigt: Diese Real-Märkte könnten zu Edeka-Filialen werden – ohne Auflagen

Da das Bundeskartellamt die Real-Übernahme durch Edeka erst kürzlich abgeschlossen hat – und sich das Unternehmen zum laufenden Verfahren nicht geäußert hat –, wurde viel spekuliert. Nun stehen die Standorte, die Edeka von Real übernehmen kann, fest. Jedoch teilt das Bundeskartellamt dazu mit: „Wie viele der nun kartellrechtlich genehmigten Real-Standorte Edeka tatsächlich übernehmen kann, ist noch von verschiedenen Faktoren abhängig“.

  • Bannewitz-Dresden
  • Leipzig
  • Schorfheide
  • Freiburg
  • Schwedt
  • Neuruppin
  • Lübeck
  • Henstedt-Ulzburg
  • Schleswig
  • Flensburg
  • Bremen-Vahr (Vahrer Straße)
  • Salzgitter
  • Goslar
  • Düsseldorf
  • Wülfrath
  • Bochum-Langendreer
  • Rees
  • Duisburg
  • Dülmen
  • Leverkusen
  • Düren
  • Aschaffenburg
  • Darmstadt
  • Groß-Gerau
  • Wiesbaden (Äppelallee)
  • Wiesbaden (Mainzer Straße)
  • Saarbücken-Dudweiler
  • Ludwigshafen
  • Mutterstadt
  • Filderstadt
  • Dettingen/Erms
  • Karlsruhe-Bulach (Ortenbergstraße)
  • Augsburg-Ost
  • Weingarten
  • Bayreuth
  • Bamberg

Bestätigt: Diese Real-Standorte können von Edeka übernommen werden – mit Auflagen

  • Ratingen
  • Rhede-Vardingholt
  • Böblingen-Hulb
  • Nürtingen
  • Memmingen
  • Würzburg

Bestätigt: Bei diesen Standorten hat das Kartellamt Bedenken – Absage für Edeka

  • Riesa
  • Hettstedt
  • Bergen auf Rügen
  • Oldenburg
  • Braunschweig
  • Wolfenbüttel
  • Wolfsburg
  • Staßfurt
  • Bocholt
  • Wesel
  • Kamp-Lintfort
  • Jülich
  • Alzey
  • Jettingen
  • Kirchentellinsfurt
  • Karlsruhe (Durlacher Allee)
  • Donaueschingen
  • Weilheim
  • Pfarrkirchen
  • Kempten
  • Neustadt

Real-Übernahme durch Edeka: Das ist bisher passiert

Seit vergangenem Jahr prüft das Bundeskartellamt das Vorhaben der Edeka-Gruppe, bis zu 72 Real-Märkte zu übernehmen. Während Kaufland bereits die ersten Filialen übernommen und umgebaut hat, gab es für Edeka zunächst einen Dämpfer: Zwar wurde keine Entscheidung getroffen, dennoch hatte das Bundeskartellamt seine Entscheidung auf den 22. März – um genau einen Monat – verschoben.

Anfang Februar gab es ein erstes Zwischenergebnis: nach vorläufiger Einschätzung hat die Behörde bei 28 Märkten wettbewerbliche Bedenken. Das bedeutete jedoch, dass Edeka bei bis zu 44 Standorten eine Zusage bekommen könnte.

Edeka übernimmt bis zu 51 Real-Standorte: Die finale Entscheidung des Bundeskartellamts

Nun hat das Bundeskartellamt noch vor Ablauf der verlängerten Frist eine finale Entscheidung getroffen. Edeka erhält von den 72 angemeldeten Filialen 45 Standorte ohne Bedingungen und sechs Märkte unter Auflagen – von den restlichen 21 Märkten muss sich der Supermarkt jedoch verabschieden. Nach umfangreicher Prüfung und Auswertung der Kundengebiete hat das Kartellamt wettbewerbliche Bedenken.

Dafür analysierte die Behörde das tatsächliche Einzugsgebiet der Kunden sowie die Absatzkanäle für Lieferanten. So sah das Kartellamt eine drohende erhebliche Behinderung des wirksamen Wettbewerbs durch den Zuerwerb der dortigen Real-Standorte durch die Edeka-Gruppe.

Deshalb kann der Supermarkt 21 Standorte der 71 angemeldeten Real-Märkte nicht übernehmen. Für die weiteren sechs Standorte hat sich Edeka verpflichtet, nach dem Erwerb der Standorte Teilflächen für mindestens zehn Jahre an andere Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels abzugeben beziehungsweise Edeka hat verbindlich angekündigt, andere Standorte schließen zu wollen.

„Wir müssen sicherstellen, dass Verbraucher auch in Zukunft zwischen verschiedenen Lebensmittelhändlern auswählen können. Diese Auswahlmöglichkeit erzeugt Wettbewerbsdruck auf die Anbieter und sorgt so für bessere Preise, Auswahl und Qualität. Wir hatten bei einer Reihe von Standorten die Sorge, dass Edeka mit der Übernahme in den jeweiligen regionalen Märkten zu stark würde. Edeka musste deshalb auf rund 30 Prozent der geplanten Übernahmen verzichten“, erklärt Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts die Entscheidung. (jaw)

Dieser Artikel wurde am 15. April inhaltlich ergänzt und aktualisiert.

  • Entscheidungs des Bundeskartellamts, wie viele Real-Standorte Edeka übernehmen kann (17. März)
  • Ergänzung um Standorte, die zur Übernahme freigegeben wurden bzw. nicht übernommen werden können (17. März)
  • Ergänzung zu den Übernahmestandorten, die Edeka offiziell übernehmen wird (29. März)
  • Ergänzungen zu Standortübernahmen in Kronach und Neumarkt (15. April)

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