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Real-Übernahme: So könnten die neuen Globus-Filialen aussehen

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Von: Jana Wehmann

Supermarkt Globus in Freilassing.
Globus erweitert mit der Übernahme von Real-Filialen sein Angebot an SB-Warenhäusern. © IMAGO/HRSchulz

Im Übernahmeprozess wird Globus die ehemaligen Real-Filialen umfangreich umbauen. Nun gibt der Supermarkt weitere Details zu den Maßnahmen bekannt.

St. Wendel – Monatelang hielt sich Globus zur Übernahme der angeschlagenen SB-Warenhauskette Real zurück. Nachdem nun kürzlich die ersten Globus-Übernahme-Standorte offiziell bekannt wurden, geht Matthias Bruch, Geschäftsführer von Globus, nun ins Detail der Umbaupläne – denn der Supermarkt aus St. Wendel hat einiges vor.

Insgesamt darf Globus bis zu 24 Real-Standorte übernehmen, dafür hat der Supermarkt bereits grünes Licht vom Bundeskartellamt erhalten. Wie viele Filialen Globus letztendlich jedoch übernehmen wird, steht aktuell noch nicht fest. Offiziell sind hingegen die Übernahmen der Real-Märkte in Wittlich, Braunschweig und Krefeld.

Globus Holding GmbH & Co. KG
BrancheEinzelhandel
Gründung1828
HauptsitzSt. Wendel (Saarland)
Mitarbeiterca. 46.000 (30. Juni 2020)
Umsatz7,95 Mrd. Euro (2019/2020)

Globus baut ehemalige Real-Märkte um: Fokus liegt auf Eigenproduktion

Während die Standorte in Krefeld und Braunschweig bereits am 25. April an Globus übergehen und nur zwei Wochen geschlossen werden, fallen die Umbaumaßnahmen am ehemaligen Real in Wittlich umfangreicher aus. Obwohl die Filiale in Rheinland-Pfalz bereits zum 30. September an Globus abgegeben wird, erfolgt die Neueröffnung erst im April 2022.

Generell lässt sich Globus deutlich mehr Zeit als Konkurrenz Kaufland, der die Märkte nach nur drei Tagen wieder eröffnet. „Wir wollen lieber gleich mit 100 Prozent starten und nicht mit einer Baustelle eröffnen“, sagt Matthias Bruch gegenüber Business Insider. Da Globus den Fokus auf Frische und Eigenproduktion legt, seien die Auf- und Umbauarbeiten der Eigenproduktionsbereiche, wie Bäckereien, Frischtheken und Metzgereien, sehr aufwendig. Denn in den Globus-Filialen wird nicht wie in den meisten Supermärkten nur noch aufgebacken, sondern der Sauerteig wird selbst angesetzt.

Für den Aufbau dieser Eigenproduktion sowie einer hauseigenen Gastronomie müsse Globus viel Geld investieren. Darüber hinaus koste die Einrichtung der IT-Infrastruktur ebenso viel Zeit.

Aufwendige Umbaumaßnahmen: Globus wird einige Märkte entkernen müssen

Da an einigen Real-Märkten in den vergangenen Jahren wenig erneuert wurde, fallen die Maßnahmen umfangreich aus. „Einige Real-Standorte werden wir aufwändig umbauen, manche sogar entkernen und neu aufbauen müssen“, sagt Bruch gegenüber Business Insider.

Dass der Markt in Wittlich lange geschlossen bleibe, sei daher nicht verwunderlich. Dieser werde ein gänzlich neues Gesicht bekommen, so Business Insider. „Dieser Markt ist sehr in die Jahre gekommen, da werden wir viel neu machen, neue Parkplätze schaffen, das Dach erneuern und den Markt von innen komplett neu gestalten – Beleuchtung, Eingangsportal und Regale inklusive“, sagt Bruch im Gespräch mit Business Insider. Insgesamt könnten die Kosten für den Umbau des Standorts bis in einen niedrigen zweistelligen Millionenbereich reichen. Obwohl nun wie Kaufland auch bei Globus der Übernahmeprozess startet, steht die finale Entscheidung für Edeka von Bundeskartellamt noch aus. (jaw)

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