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Kaufland kriegt grünes Licht für weitere 22 Real-Filialen – die offizielle Liste

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Von: Jana Wehmann

Der Eingang einer Kaufland-Filiale.
Kaufland kann weitere 22 Real-Filialen übernehmen (Symbolbild). © Manfred Segerer/IMAGO

Kaufland hatte sich bereits 92 Real-Filialen gesichert. Nun gibt das Bundeskartellamt dem Supermarkt weitere 22 Real-Märkte zur Übernahme frei.

Köln/Bonn – Der Supermarkt Kaufland hatte sich im Zuge der Real-Zerschlagung mit 92 Real-Filialen bereits den Löwenanteil gesichert. Nun legt Kaufland noch einen obendrauf – und kann weitere 22 Real-Märkte übernehmen. Das Bundeskartellamt gab dem Supermarkt nun grünes Licht für den Erwerb weiterer Real-Standorte.

Kaufland
BrancheLebensmitteleinzelhandel
HauptsitzNeckarsulm
DachorganisationSchwarz-Gruppe
Filialenetwa 1.300

Real-Zerschlagung: Diese Standorte könnten zu Kaufland werden

Das Bundeskartellamt hat Kaufland weitere 22 Real-Filialen freigegeben. Auf der potenziellen Übernahme-Liste, die 24RHEIN vorliegt, stehen folgende Real-Märkte:

Aus Real wird Kaufland: Freigabe für weitere 22 Real-Filialen

Den Antrag auf den Erwerb weiterer 22 Real-Filialen hat Kaufland bereits am 23. Juni gestellt. Die Freigabe für die weiteren Real-Märkte erteilte das Bundeskartellamt Kaufland bereits am 5. August. Aufgrund eines technischen Fehlers beim Bundeskartellamt sei das gesamte Übernahmevorhaben jedoch erst am Freitag (13. August) auf der Liste für laufende Fusionskontrollverfahren eingegangen, so ein Sprecher des Bundeskartellamts gegenüber 24RHEIN.

Damit nimmt die Real-Zerschlagung erneut Tempo auf. Obwohl Kaufland sich bereits mit 92 Real-Märkten den Großteil gesichert hat, sehe die Behörde keine Bedenken – weder auf der Absatz- noch auf der Beschaffungsseite, so die Behörde. „Auf dieser Datenbasis konnte hinsichtlich des Erwerbs der weiteren Standorte durch Kaufland keine erhebliche Behinderung wirksamen Wettbewerbs in den betroffenen Markträumen festgestellt werden“, begründet das Bundeskartellamt seine Entscheidung.

Nun heißt es jedoch abwarten. Zwar hat Kaufland damit die Möglichkeit, bis zu 114 Real-Filialen zu übernehmen, allerdings steht durch die Freigabe des Kartellamtes noch nichts fest. Zunächst muss sich Kaufland mit den Eigentümern der betroffenen Filialen einigen, nicht jeder Real-Markt gehört dem russischen Real-Eigentümer SCP, der die Mehrheit hält. Zudem kann Kaufland auch wieder von den Real-Märkten abspringen.

Real-Zerschlagung: Kaufland, Edeka, Globus und Rewe übernehmen Filialen

Neben Kaufland haben bereits auch Edeka und Globus grünes Licht für die Real-Übernahme erhalten. Während Globus bis zu 24 Real-Filialen übernehmen kann, hat Edeka die Freigabe für bis zu 51-Real-Märkte erhalten – teils allerdings nur unter Auflagen.

Erst kürzlich stieg auch Supermarkt Rewe ins Rennen um die Real-Zerschlagung mit ein. Nachdem das Unternehmen aus Köln einen Antrag für zwei Real-Standorte gestellt hatte, erhielt Rewe bereits die Freigabe für die Real-Filialen in Balingen und Oldenburg.

Damit beginnt nun der Wettkampf um weitere Real-Filialen. Denn wie Rewe hat auch Kaufland nun Interesse an dem Real-Markt in Balingen. Auch mit Edeka könnte es Probleme geben: Denn sowohl Edeka als auch Kaufland sind nun an den Real-Filialen in Flensburg, Düsseldorf und auch Wiesbaden interessiert. Wer am Ende den Zuschlag erhält, hängt vom Eigentümer der Real-Standorte fest. Wer das Rennen macht, ist daher noch offen. (jaw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage.

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