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Real-Zerschlagung: Wer übernimmt die Filialen in Köln?

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Von: Jana Wehmann

Eine Real-Filiale in Köln von Außen.
Die Zukunft der Real-Märkte in Köln steht noch offen (Symbolbild). © Gladys Chai von der Laage/IMAGO

Obwohl Kaufland, Edeka und Globus zahlreiche Real-Märkte übernehmen, wurden bereits einige Standorte geschlossen. Für die Filialen in Köln scheint die Zukunft ungewiss.

Köln – Schritt für Schritt wechseln aktuell die Real-Märkte das Logo, das Sortiment – und den Inhaber. Während Kaufland und Globus bereits die ersten Real-Standorte umgebaut und wieder eröffnet haben, steht für Edeka die erste Übernahme im Juni an.

Obwohl sich die drei Supermärkte den Löwenanteil der Real-Zerschlagung gesichert haben, steht die Zukunft für zahlreiche Standorte noch auf dem Spiel – so auch für zwei von drei Real-Märkte in Köln.

Real in Köln-Porz wird Kaufland

Der Supermarkt Kaufland übernimmt die Real-Filiale in Köln-Porz. Damit steht nun für einen der drei Real-Märkte in Köln die Zukunft fest. Wie es für die Standorte in Köln-Gremberg und Köln-Sülz weitergeht, ist unklar.

Zukunft ungewiss: Die Standorte von Real in Köln

Real-Zerschlagung: Was passiert mit den Filialen in Köln?

Etwa 300 Mitarbeiter arbeiten an allen drei Real-Standorten in Köln. Während die Real-Filialen in Köln-Gremberg und Köln-Sülz auf keiner Interessenten-Liste stehen, gibt es für die Mitarbeiter am Standort in Köln-Porz Hoffnung.

„Die Real-Filiale in Porz hat einen Interessenten. Kaufland hat sich den Standort auf eine Liste gesetzt“, sagt Jana Zorn, Gewerkschaftssekretärin im Bereich Köln-Bonn-Leverkusen von Verdi. Ob Kaufland, der grünes Licht für bis zu 114 Real-Märkte hat, den Standort allerdings übernehmen wird, war zunächst unklar. Denn: „Nur weil der Standort auf einer Interessenten-Liste steht, heißt es nicht, dass der Supermarkt die Filiale am Ende übernimmt. Oft springen die Unternehmen auch wieder ab“, erklärt Zorn im Gespräch mit 24RHEIN. Doch seit Ende September ist es nun offiziell, Kaufland übernimmt die Real-Filiale in Köln-Porz.

Real wird verkauft: So könnte es für die Märkte in Köln-Gremberg und Köln-Sülz weitergehen

Während die Angestellten in Köln-Porz sich nun auf eine Übernahme durch Kaufland freuen können, hängen die Real-Mitarbeiter in Köln-Gremberg und Köln-Sülz in der Schwebe. „Da bis Mitte 2022 die Real-Zerschlagung über die Bühne gebracht werden soll, könnten die Standorte vermutlich geschlossen werden. Es sei denn, es meldet sich noch ein Supermarkt, der Interesse hat“, sagt Zorn im Gespräch mit 24RHEIN. Erst kürzlich gab der Real-Eigentümer SCP bekannt, weitere Märkte werden für immer schließen.

„Manche Unternehmen denken, je länger sie warten, desto günstiger werden die Real-Märkte“, ergänzt Zorn.

Schließung der Real-Firmenzentrale in Düsseldorf: Sozialplan für 800 Mitarbeiter

Ungewiss ist auch die Zukunft für die Real-Standorte in Düsseldorf. Denn für die Märkte in Düsseldorf-Bilk und Düsseldorf-Heerdt gebe es bislang ebenso keinen interessierten Übernahme-Supermarkt. Da es nach der Zerschlagung allerdings keine Real-Märkte mehr geben soll, steht die Schließung der Firmenzentrale in Düsseldorf bereits fest. Die rund 800 Mitarbeiter sollen über einen Sozialplan betriebsbedingt gekündigt werden.

Wie es für die Real-Märkte in Köln und Düsseldorf weitergeht, bleibt derzeit nur abzuwarten. Denn bislang haben sowohl Kaufland als auch Edeka, der bis zu 51 Real-Märkte bekommen kann, und Globus, der die Zusage für bis zu 24 Real-Standorte hat, noch nicht alle Übernahme-Standorte veröffentlicht. (jaw)

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 27. September inhaltlich ergänzt und aktualisiert. Neuerung: Kaufland übernimmt die Real-Filiale in Köln-Porz.

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