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Liefer-Deal mit Rewe stockt – Metro bleibt vorerst Real-Partner

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Von: Benjamin Stroka

Logo der Supermarktkette Real.
Die übrigen Filialen der Supermarktkette Real sollen erst später, als geplant von Rewe beliefert werden (Symbolbild). © Michael Gstettenbauer/Imago

Real soll zukünftig von Rewe beliefert werden. Doch der Übergang verzögert sich offenbar. Dafür springt Metro ein und verlängert die Real-Partnerschaft.

Düsseldorf – Die Supermarktkette Real will sich verändern. Aus Real wird ab dem 1. Juli „mein Real“. Auch das Logo bekommt eine Frischzellenkur. Der bekannte Slogan „Einmal hin. Alles drin“ verschwindet sogar komplett. „Mein Real“ nutzt als neuen Slogan „alles was ich mag“. Die 63 verbleibenden Real-Filialen in Deutschland sollen auch optisch modernisiert und renoviert werden. Doch das ist noch nicht alles.

Der bisherige Lieferant Metro soll ebenfalls ersetzt werden. Als neuen Lieferpartner stellte Real den Supermarktriesen Rewe vor. Doch hier scheint es aktuell noch zu haken. Denn Rewe wird nicht wie geplant schon Ende Juni die Belieferung von Real übernehmen. Dafür bleibt Metro nun doch länger Partner von Real, beziehungsweise ab 1. Juli „mein Real“.

Rewe wird Real beliefern – aber später als geplant

Denn Rewe braucht offenbar länger als zunächst gedacht, um die nötige Logistik für die Partnerschaft mit Real zu organisieren. Das berichtet die Lebensmittelzeitung. Demzufolge soll Metro einspringen und Real noch für mindestens zwei weitere Monate, also bis zum 31. August, beliefern. In trockenen Tüchern sei der Deal zwar noch nicht, aber Metro soll ein entsprechendes Angebot abgegeben haben. Selbst eine Verlängerung bis zum 30. September, dem Ende des laufenden Geschäftsjahres, sei laut Lebensmittelzeitung denkbar.

Diese Lösung gibt auch Rewe mehr Zeit, um alle Weichen für die Belieferung von Real zu stellen. Immerhin soll der Mega-Deal ein Umsatzvolumen von rund einer Milliarde Euro haben. Entsprechend hoch sei der Aufwand in den Bereichen Warenwirtschaft und Logistik.

Real-Zerschlagung: Das passiert mit den Filialen

Die Real-Zerschlagung endet wie geplant zum 30. Juni 2022. Von den einst rund 270 Real-Filialen werden dann nur noch 63 übrig sein. Diese 63 Märkte hatte sich der Investor Sven Tischendorf gesichert. Er will die Filialen und die Marke Real modernisieren. Ab 1. Juli werden sie unter dem neuen Namen „mein Real“ weiterbetrieben.

Die übrigen Real-Filialen wurden dann entweder geschlossen oder von einem anderen Supermarkt übernommen. Von der Schließung sind über 50 Real-Standorte betroffen. Bei den Übernahmen haben sich vor allem Kaufland und Edeka hervorgetan. Kaufland allein hat mehr als 90 Real-Filialen übernommen. Edeka hat bislang bei 33 Real-Märkten zugeschlagen. (bs) Fair und unabhängig informiert, was in Deutschland und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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