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Real-Zerschlagung: An diesen Standorten könnten Wohnungen entstehen

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Von: Jana Wehmann

Der Eingang einer Real-Filiale ist mit einem rot-weißen Absperrband geschlossen.
Das Unternehmen FOM Real Estate erwirbt vier Ex-Real-Märkte (Symbolbild). © Roland Weihrauch/dpa

Neben Kaufland, Globus und Edeka hat sich auch eine Immobilien-Gruppe ehemalige Real-Standorte gesichert. Unter anderem sollen dort Wohnungen entstehen.

Düsseldorf/Heidelberg – Nur wenige Tage ist es her, dass Kaufland die ehemalige Real-Filiale in Mönchengladbach (Reyerhütte) übernommen hat. Nachdem der Real-Markt am 12. April an den Supermarktriesen übergangen ist, hat Kaufland die Filiale binnen weniger Tage umgebaut und wieder eröffnet.

FOM Real Estate
Gründung1997
BrancheImmobilien
Mitarbeiter50 Angestellte
Projekteunter anderem Firmenzentrale für Microsoft Deutschland

Obwohl der Standort nun unter der Kaufland-Marke läuft, gehört die Filiale nicht zum Unternehmen – sondern der Immobilien-Gruppe FOM Real Estate. Das Heidelberger Unternehmen hat sich im Zuge der Real-Zerschlagung gleich vier ehemalige Real-Standorte gesichert. Auch wenn sich Kaufland in Mönchengladbach als langfristiger Mieter angesiedelt hat, hat die FOM Real Estate Gruppe für die Ex-Real-Standorte weitere Pläne – und möchte dort unter anderem Wohnungen bauen.

Aus Real-Filialen werden Wohnungen: Diese Standorte gehören dem Investor

Die Heidelberger Immobilien-Gruppe FOM Real Estate hat, wie die großen Supermarktketten, die Chance ergriffen und zugeschlagen. Gleich vier ehemalige Real-Standorte, die teilweise schon geschlossen wurden, hat das Unternehmen erworben. Diese Real-Filialen gehören nun FOM Real Estate:

Real-Zerschlagung: Die Pläne für Duisburg, Mönchengladbach, Hannover und Hildesheim

Mit dem Erwerb der vier Ex-Real-Standorte umfasst das Portfolio eine Grundstücksfläche von rund 177.000 Quadratmetern, die bisher überwiegend vom SB-Warenhaus Real selbst genutzt wurden. Das Immobilien-Unternehmen FOM Real Estate plant die Märkte für ein Konversionsprojekt, welches die Umnutzung der Standorte vorsieht, ein.

Während in dem ehemaligen Real-Standort in Hannover-Linden lediglich ein neuer Supermarkt die Flächen übernehmen soll, wird es auch in Hildesheim eine „weitere gewerbliche Nutzung geben“, so FOM Real Estate in einer Mitteilung.

Für die zwei weiteren Ex-Real-Märkte sieht der Investor allerdings andere Pläne vor. So sollen an den Standorten Duisburg-Großenbaum und Mönchengladbach (Reyerhütte) „moderne Quartiere“ mit nachhaltigem Wohnungsbau entstehen, heißt es im Schreiben von FOM Real Estate. Dabei soll Kaufland dennoch Ankermieter bleiben.

Real-Übernahme: FOM Real Estate plant nachhaltigen Wohnungsbau

„Mit dem Ankauf erschließen wir uns den Zugang zu Gewerbegrundstücken in guten Lagen, auf denen teilweise auch attraktiver Wohnungsbau nach ESG-Kriterien möglich ist. Derzeit erarbeiten wir die Konzepte zur Nachvermietung noch verfügbarer Einzelhandelsflächen“, so Roy Brümmer von FOM in einer Mitteilung. Mietinteressenten auch aus dem Einzelhandel hätten sich bereits gemeldet.

Wohnungsbau nach ESG-Kriterien

Unter ESG wird die Berücksichtigung von Kriterien aus den Bereichen Umwelt (Environment), Soziales (Social) und verantwortungsvolle Unternehmensführung (Governance) verstanden. Quelle: Gabler Wirtschaftslexikon

Wie allerdings aus den ehemaligen Real-Märkten Wohnungen entstehen sollen, ist im Detail noch nicht bekannt. Offen bleibt außerdem, wie sich künftig die Kaufland-Filiale mit dem geplanten Quartier in den Gebäudekomplex in Mönchengladbach vereinen lassen.

Weitere Details und einen konkreten Zeitplan hat die Immobiliengruppe bislang nicht veröffentlicht. Im Zuge der Real-Zerschlagung haben neben Kaufland auch Globus und Edeka grünes Licht erhalten. Während Kaufland bis zu 92 Real-Standorte erhalten kann, hat sich Globus bis zu 24 Real-Filialen gesichert. Auch Edeka hat die Freigabe für bis zu 51 Real-Märkte – wenn auch nur unter Auflagen. (jaw)

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