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Real-Zerschlagung: Welcher Supermarkt übernimmt die Filialen in Düsseldorf?

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Von: Jana Wehmann

Der Kassenbereich einer Real-Filiale. Eine Frau läuft mit Einkaufswagen an den Kassen vorbei.
Bislang gibt es keinen Interessenten für die Düsseldorfer Real-Märkte (Symbolbild). © Friso Gentsch/dpa

Während die Real-Firmenzentrale in Düsseldorf schließt, ist die Zukunft der Filialen ungewiss. Für die Real-Märkte gibt es bislang keinen Interessenten.

Düsseldorf – Für einen Großteil der Real-Märkte und vor allem für die Mitarbeiter ist die Zukunft noch immer ungewiss. Zwar stehen bereits einige Filialen fest, die von Kaufland, Globus und Edeka übernommen werden, allerdings gibt es auch Real-Standorte ohne Interessenten – so auch die Real-Märkte in Düsseldorf.

Während Kaufland grünes Licht für bis zu 92 Real-Standorte bekommen hat, darf Globus bis zu 24 Real-Märkte übernehmen. Auch Edeka hat die Freigabe für bis zu 51 Real-Filialen erhalten, wenn auch nur unter Auflagen. Zwar wollen nun verstärkt auch mittelständische Lebensmittelhändler bei der Real-Zerschlagung zugreifen, allerdings wagt sich kein Supermarkt nach Düsseldorf.

Zukunft offen: Für die Real-Standorte in Düsseldorf gibt es keinen Interessenten

Emmas Enkel ist ein Projekt von Real

Der Supermarkt „Emmas Enkel“ wurde bereits 2019 eröffnet. Zwar ist das Konzept des Geschäftes an einen Tante-Emma-Laden angelehnt, allerdings hat der Supermarkt rund um die Uhr geöffnet.

Real-Zentrale schließt: Zukunft der Märkte in Düsseldorf ungewiss

Während Globus erst kürzlich die ersten Real-Standorte in Krefeld und Braunschweig übernommen hat, bleibt es in der Landeshauptstadt ruhig – zumindest was die Filialen angeht. Denn für die Düsseldorfer Real-Firmenzentrale rückt das Ende immer näher. Während die Zentrale noch vor der Real-Zerschlagung rund 1250 Arbeitsplätze umfasste, wurde die Anzahl bereits auf unter 800 reduziert. Die weiteren Mitarbeiter werden in den kommenden Monaten über einen Sozialplan betriebsbedingt gekündigt.

Während sich die Real-Mitarbeiter in der Zentrale bereits seit Monaten auf das Aus des Standortes vorbereiten, hängen die Angestellten der drei Düsseldorfer Real-Märkte in der Schwebe. „Es sind katastrophale Zustände“, sagt Miriam Jürgens von der Gewerkschaft Verdi Bereich Düssel-Rhein-Wupper. „Nach meinem Stand steht kein Düsseldorfer Standort auf einer Verkaufsliste“, sagt Jürgens im Gespräch mit 24RHEIN.

Real-Zerschlagung: Wie geht es für die Düsseldorfer Standorte weiter?

Zwar gebe es bundesweit für einige Real-Filialen noch keinen offiziellen Übernahme-Supermarkt, allerdings zahlreiche Interessenten. Da es für Düsseldorf allerdings keinen Interessenten gebe, sei die Aussicht für die Zukunft der Mitarbeiter ungewiss. „Die Lage ist wirklich chaotisch. An den Standorten arbeiten teilweise langjährige Mitarbeiter“, so Jürgens.

Da durch die Real-Zerschlagung die Supermarkt-Filialen verkauft werden, soll bis Mitte nächsten Jahres kein Standort bestehen bleiben. Die Schließung der Märkte in Düsseldorf wäre daher der „Worst Case“, so Jürgens. Erst kürzlich hat der Real-Eigentümer weitere zehn Filialen für immer geschlossen.

Wie es für die Mitarbeiter der Düsseldorfer Filialen weitergeht, bleibt daher noch abzuwarten. In einer virtuellen Betriebsversammlung am 19. Mai wird zunächst für die Angestellten der Zentrale der Ablauf des Sozialplans besprochen. (jaw)

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