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Stromsparen bei Rewe, Aldi & Co.: Diese Änderungen könnten Kunden sofort auffallen

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Von: Nina Büchs

Die Energiekrise zwingt auch Supermärkte zum Handeln. Einige Maßnahmen werden Kunden sofort auffallen. Was ändert sich bei Rewe und Aldi?

Köln – Die Energiekrise wirkt sich auch auf Supermärkte aus. So wollen neben privaten Haushalten nicht nur Städte und Kommunen Energiekosten senken, sondern auch Supermarkt-Ketten wie Aldi, Lidl, Rewe, Edeka oder Kaufland. 24RHEIN zeigt, welche Energiesparmaßnahmen die Supermärkte planen. Einige der Sparmaßnahmen dürften auch den Kunden auffallen – und das sogar schon auf dem Parkplatz oder im Eingangsbereich.

Energiekrise: Strom und Gas werden teurer – diese Änderung fällt schon vor dem Einkaufen auf

Wer bei Dunkelheit nach 22 Uhr auf einem Supermarkt-Parkplatz parkt oder den Eingangsbereich passiert, der könnte vermutlich denken, dass der Supermarkt bereits geschlossen hat – auch wenn man dort normalerweise bis Mitternacht einkaufen kann. Denn laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz dürfen Werbeanlagen von 22 bis 6 Uhr morgens nicht mehr beleuchtet werden. Dies betrifft unter anderem beleuchtete Werbetafeln.

Energiekrise: Preisexplosion bei Gas und Strom – so will Rewe sparen

Der Supermarkt Rewe hat aber auch weitere Energiesparmaßnahmen beschlossen. So will die Supermarkt-Kette handeln, um Kosten für Strom und Gas zu sparen:

Energiekrise: Welche Maßnahme Rewe plant, um Strom zu sparen

Bei der Supermakt-Kette Rewe analysieren Energiemanager anhand von Marktverbrauchsdaten Energiesparpotenziale, zudem haben viele Märkte sogenannte Energiebeauftragte, die Energiesparmöglichkeiten prüfen und ihre Mitarbeiter im Markt bei Bedarf sensibilisieren, teilt Rewe mit.

Konkret wurden in den Rewe-Märkten, wenn dies standortspezifiisch möglich war, Bewegungsmelder für Licht in den Nebenräumen installiert. Zudem wurden die Beleuchtungszeiten im Außenbereich verkürzt. Dies betrifft auch beleuchtete Werbeanlagen. Zudem wurde die Außenbeleuchtung an Helligkeit und Dunkelheit angepasst. Auch Zeitschaltungen für Heizungen wurden angebracht, so das Unternehmen auf Nachfrage von 24RHEIN.

„Weitere Maßnahmen sind momentan in Prüfung und werden über die nächsten Wochen und Monate kontinuierlich angepasst. Grundsätzlich ist es unser Ziel, als REWE Group einen größtmöglichen Beitrag zu den bundesweit notwendigen Einsparungen zu leisten, ohne Einschränkungen für unsere Kundinnen und Kunden zu erzeugen“, so das Unternehmen.

Energiekrise: So will Aldi Strom und Gaskosten sparen – „nehmen die aktuelle Situation sehr ernst“

Auch bei Aldi werden Möglichkeiten ausgelotet, um noch mehr Energie sparen zu können. „Konkret prüfen wir beispielsweise, wann und wo wir bestimmte Beleuchtungen im und am Markt und an unseren Logistikzentren abstellen können, ohne dass dadurch die Verkehrssicherheit für unsere Kunden und Mitarbeiter gefährdet wird“, teilt Aldi Nord gegenüber 24RHEIN mit. Auch die gezielte Absenkung oder Abschaltung von Heizungsanlagen habe man im Blick, so das Unternehmen weiter.

Aldi Süd teilte mit: „Wir nehmen die aktuelle Situation sehr ernst und setzen selbstverständlich alle gesetzlichen Regelungen um.“ Dazu gehört unter anderem die Ausschaltung der beleuchteten Werbeanzeigen in einem gewissen Zeitraum.

Energiekrise: Diese Maßnahmen sollen ab 1. September gelten (Auswahl)

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat Mitte August eine Verordnung herausgebracht. Darin enthalten sind Maßnahmen zur Einsparung von Energiekosten, die ab dem 1. September 2022 umgesetzt werden sollen – und zwar für einen Zeitraum von sechs Monaten.

Mit den neuen Maßnahmen will Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) unter anderem das freiwillige EU-Energiesparziel von 15 Prozent weniger Gas von Anfang August bis Ende März – verglichen mit dem Durchschnittsverbrauch der vergangenen fünf Jahre – noch übertreffen. „Nach dem derzeitigen Stand muss Deutschland etwa 20 Prozent Gaseinsparung erreichen, um eine Gasmangellage abzuwenden“, heißt es in einem Papier seines Hauses.

Einige Energiesparmaßnahmen, die ab dem 1. September gelten sollen, im Überblick:

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