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Rewe-Revolution: Kasse verschwindet – Einkaufen, ohne zu bezahlen

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Von: Johanna Werning

Der Eingang der Rewe-Filiale „Pick & Go“.
Rewe eröffnet den ersten „Pick & Go“-Markt © Stephan Ortmanns/Rewe

Rewe betreibt in Köln die erste „Pick & Go“-Filiale. Rewe-Kunden einkaufen, ohne an der Kasse zu bezahlen. Der Einkauf wird automatisch über Sensoren erfasst.

Köln – In den Supermarkt gehen, Lebensmittel schnappen und wieder gehen: Das ist in einem Rewe in Köln möglich. Denn mit dem Konzept „Pick&Go“ können Kundinnen und Kunden einkaufen – ohne an der Kasse zu bezahlen. Der Einkauf wird von Sensoren und Kameras automatisch erfasst. Im Anschluss wird der Einkauf über eine App abgebucht. Seit Dienstag, 26. Oktober, bietet der Supermarkt die Technologie für Kundinnen und Kunden in Köln an. Aber wie genau funktioniert „Pick & Go“?

Rewe: „Pick & Go“

Wo? Rewe City, Zeppelinstraße 2 in Köln.

Öffnungszeiten? Montags bis samstags: 7 bis 21:30 Uhr.

Bezahlvorgang? Automatisch per App „Rewe Pick & Go“ oder wie gewohnt an der Kasse

Rewe: Einkaufen ohne Kasse – so funktioniert „Pick & Go“ in Köln

Egal ob Äpfel, Brot oder Zahnpasta. Der Laden bietet die gleichen Waren wie andere Rewe City-Märkte an. Nur das Bezahlen läuft anders ab: Mit „Pick & Go“ können Kundinnen und Kunden mithilfe einer App bei Rewe einkaufen und müssen sich nicht länger an der Kasse anstellen. Dafür müssen die Kunden am Eingang lediglich ihren QR-Code aus der App an einen Scanner halten. Schon öffnet sich eine Schranke und man kann man wie gewohnt einkaufen, erklärt „Pick & Go“-Projektleiterin Anika Vooes.

Mit über 200 Kameras und unzähligen Gewichtssensoren wird der Einkauf erfasst und dem passenden QR-Code – also der Kundin oder dem Kunden – zugeordnet. „Das System weiß zu jedem Zeitpunkt, wo sich Kunden im Markt befinden, aber nicht, wer die Kunden sind“, so Vooes weiter.

Rewe: „Pick & Go“ im überblick

Rewe startet „Pick & Go“: So werden die Kundinnen und Kunden erfasst

Eine Hand hält ein Smartphone mit der Rewe-“Pick & Go“-App in der Hand. Im Hintergrund ist der Rewe-Einlass zu erkennen.
Mit einer App meldet man seinen Einkauf bei Rewe-“Pick & Go“ an © Stephan Ortmanns/Rewe

Denn damit alles Datenschutz-konform ist, zeichnet die „Pick & Go“-Technologie keine Gesichter, sondern eher die Körpermerkmale auf. „Der Körperbau ist also entscheidend. Wo sind die Schultern, an welchem Punkt liegen die Ellbogen“, erklärt Christoph Eltze, Rewe Group Bereichsvorstand. Das System erkennt dadurch genau, welche Waren eingepackt worden sind und bucht den jeweiligen Betrag im Anschluss in der App ab.

Geht Rewe damit bereits einen Schritt in die Zukunft? Einkaufen, ohne an der Kasse zu bezahlen? Die Rewe-Filiale in Köln ist zumindest kein Einzelfall. Ein ähnliches Konzept hat auch Rewe-Konkurrent Aldi: In Utrecht ist das Einkaufen ohne Kasse bereits möglich.

Mehrere schwarze runde Kameras sind an der Decke der Rewe-Filiale angebracht.
Mit diesen Kameras erfasst die „Pick & Go“-Technologie die Einkäufe © 24RHEIN

Rewe: Einkaufen ohne Kasse – auch Gruppen-Einkäufe möglich

Dabei erkennt die „Pick & Go“-Technologie sogar, ob man alleine oder mit mehreren Personen als Gruppe einkaufen geht. Man muss nur zusammen durch die Schranke gehen, so Vooes. Die Kameras wissen genau, wer zusammen gehört und bucht die jeweiligen Preise in der App ab.

Erprobt wurde das Kassenlose-Einkaufen rund ein halbes Jahr. Seit Mai testeten mehr als 300 Rewe-Mitarbeiterinnen und Rewe-Mitarbeiter das Konzept. Und jetzt dürfen auch echte Kundinnen und Kunden „Pick & Go“ ausprobieren. „Über 300 Leute haben die nötige App dafür schon heruntergeladen.“

Rewe: Einkaufen ohne Kasse – Bezahlung mit Visa- oder Mastercard

Bisher funktioniert die Bezahlung bei „Pick & Go“ allerdings nur mit Kreditkarte. Bezahlsysteme wie Paypal und Co. sollen allerdings noch folgen. „Aktuell ist es nur Visa- und Mastercard möglich. Wir werden Schritt für Schritt weitere Zahl-Arten freischalten.“ Und auch weitere „Pick & Go“-Filialen sind laut Vooes durchaus möglich. (jw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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