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Rewe setzt auf besondere Einkaufstaschen-Aktion – kommt das Tauschprojekt in alle Filialen?

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Von: Jana Wehmann

Ein junger Mann kauft mit einem Stoffbeutel Obst ein.
Viele Verbraucher verwenden beim Einkaufen Stoffbeutel (Symbolbild). © David Munoz/IMAGO

Um Müll zu vermeiden, können sich Verbraucher in einem kleinen Ort Schleswig-Holstein bei Rewe Stoffbeutel kostenfrei ausleihen. Wird die Aktion auf weitere Filialen ausgeweitet?

Köln/Wesselburen – Wer spontan im Supermarkt noch zwei oder drei Lebensmittel einkaufen möchte, dem fehlt wahrscheinlich ein Einkaufsbeutel. Zwar können im Geschäft die Einkaufswagen oder -körbe genutzt werden, doch spätestens an der Kasse müssen Verbraucher für den weiteren Transport eine Papiertüte kaufen.

Damit die Umwelt jedoch geschont wird, hatte der Supermarkt Rewe in Wesselburen in Schleswig-Holstein ein lokales Projekt zur Müllvermeidung eingeführt. Kunden, die einen Beutel vergessen hatten, konnten sich einen Stoffbeutel von einem Einkaufstaschenbaum ausleihen – ohne für diesen bezahlen zu müssen. Da die lokale Aktion gut angekommen ist, stellen nun Verbraucher die Frage, ob der Baum auf alle Rewe-Filialen ausgeweitet wird.

Rewe setzt auf Umweltschutz-Projekt: Einkaufstaschenbaum zur Müllvermeidung

Der Einkaufstaschenbaum stand bis vor Kurzem in der Rewe-Filiale in Wesselburen. An dem Ständer hing ein Schild „Einkaufsbeutel vergessen?“ sowie einige Stoffbeutel, die sich Kunden wegnehmen durften. Das Prinzip: Kunden, die einen Beutel vergessen haben, dürfen sich eine Stofftasche kostenfrei mitnehmen, bei nächster Gelegenheit hängen sie wieder eine neue Einkaufstasche an den Baum.

Zusammen mit der örtlichen Friedrich Elvers Schule hatte der Markt das gemeinsame Umweltschutzprojekt auf die Beine gestellt und den Baum im Eingangsbereich platziert. Durch die Mehrfachverwendung der Einkaufstaschen wollte sich der Rewe-Markt dafür eingesetzten, dass Müll vermieden wird. Auch beim Rewe Lieferdienst hofft der Supermarkt, dass Verbraucher die mitgelieferten Papiertüten mehrfach verwenden.

Rewe in Wesselburen: Verbraucher sind von Einkaufstaschenbaum begeistert

Rund zwei bis drei Monate stand der Einkaufstaschenbaum den Kunden zur Verfügung. „Das Konzept hat richtig gut funktioniert, die Kunden haben die Taschen gerne genutzt und auch wieder neue Beutel angehangen. Der Baum war nie leer“, sagt ein Mitarbeiter der Rewe-Filiale auf 24RHEIN-Nachfrage. Auch bei Facebook ist ein Rewe-Kunde von der Aktion begeistert: „Bitte weiter in den Rewe-Filialen ausbauen“, wendet sich der Nutzer an den Supermarkt.

Doch aufgrund des Coronavirus hat der Markt in Wesselburen die Aktion zunächst pausiert. Wann das Projekt weitergeführt wird, stehe bisher noch nicht fest. Es müssen die weiteren Entwicklungen in der Corona-Krise beachtet werden.

Supermarkt Rewe mit besonderer Umweltaktion: Einkaufstaschenbaum bald überall?

Da es sich um ein lokales Projekt handelt, wurde die Aktion bisher lediglich in Wesselburen getestet. „Es scheint offensichtlich das Ergebnis einer Kooperation von einem selbstständigen Rewe-Marktbetreiber und einer Schule zu sein“, so Thomas Bonrath von Rewe auf Nachfrage von 24RHEIN.

Da der Einkaufstaschenbaum nicht zu einem bundesweiten Rewe-Konzept gehört, ist ungewiss, ob das Tauschprojekt auf weitere Filialen ausgeweitet wird. Auf Facebook empfiehlt der Supermarkt dem interessierten Rewe-Kunden jedoch, die Marktleitung in der entsprechenden Filiale auf den Einkaufstaschenbaum anzusprechen. Sollte die Nachfrage groß sein, stehen die Chancen besser, dass das Konzept ausgeweitet wird.

In Nordrhein-Westfalen verfolgt auch Kaas Frischdienst ein besonderes Konzept. Denn das Unternehmen setzt auf Sonderposten, wie krummes Gemüse oder Tiefkühlprodukte mit Schönheitsfehlern, die in Lagerverkäufen vertrieben werden. (jaw)

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