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Bilder: Wie Rewe früher aussah – Blick auf die Anfänge

Erstellt:

Von: Benjamin Stroka

Ein alter Rewe-Lkw bei einer Anlieferung und Fahnen vor einer Rewe-Filiale heute (Montage).
Rewe früher und Rewe heute: Das Unternehmen hat sich nicht nur beim Schriftzug verändert (Montage). © REWE Group & Lakomski/Eibner-Pressefoto/Imago

Als zweitgrößter Lebensmittelhändler in Deutschland hat Rewe eine lange und bewegte Geschichte hinter sich – bis zur Gründung vor fast 100 Jahren.

Köln – Rund 3600 Filialen, etwa 140.000 Mitarbeiter und ein Umsatz von über 20 Milliarden Euro – die Supermarktkette Rewe ist ein Gigant auf dem deutschen Markt. Rewe ist heute nach Edeka der zweitgrößte Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland. Aber wo liegen eigentlich die Ursprünge von Rewe in Deutschland?

Rewe
Gründung:1927
Mitarbeiterzahl:140.000
Rechtsform:GmbH
Sitz:Köln, Deutschland
Dachorganisation:Rewe Group

Rewe: Gründung 1927 als Zusammenschluss von Genossenschaften

Rewe wurde bereits 1927 gegründet. Das Unternehmen aus Köln geht also inzwischen stramm auf seinen 100. Geburtstag zu. Damals hatte Rewe aber noch nicht viel mit der heutigen Supermarktkette gemein. Denn mit der Rewe-Gründung wollten die damals 17 beteiligten Lebensmittelgroßhandelsgenossenschaften in erster Linie dem steigenden Konkurrenz- und Preisdruck entgegentreten. Die Idee war ein Zusammenschluss mehrerer Genossenschaften, was zur Gründung des Revisionsverbands der Westkauf-Genossenschaften, kurz Rewe, geführt hat.

Am 1. Januar 1927 wurde mit der Rewe-Zentrale in Köln somit der erste Rewe eröffnet. Einkaufen konnte dort aber nicht jeder, wie man es heutzutage von Rewe-Märkten kennt. Vielmehr war die Zentrale damals für den gemeinschaftlichen Einkauf von Waren für die Mitglieder der Genossenschaft, die selbst Händler waren, zuständig. So wurde Rewe in den kommenden Jahren ein immer größerer Player im deutschen Lebensmittelhandel. In den 1930er-Jahren expandierte das Unternehmen dann sogar schon in den Osten bis nach Dresden und Stettin.

Rewe: Wann gab es die erste Rewe-Filiale in Deutschland?

Ein früher Rewe aus den Jahren nach der Gründung.
Ein Rewe aus den Jahren nach der Gründung, im Schaufenster ist der Name Rewe zu erkennen (undatierte Aufnahme). © REWE Group

Obwohl Rewe eine fast 100-jährige Geschichte hat und schon früh als Unternehmen deutschlandweit expandierte, ist nicht genau klar, wann die erste Rewe-Filiale in Deutschland eröffnet wurde. Auf 24RHEIN-Nachfrage sagt ein Rewe-Sprecher: „Diese Frage lässt sich aufgrund der genossenschaftlichen Struktur der Rewe Group nicht eindeutig beantworten.“

Rewe: Die Jahre nach der Gründung

Ein Geschäft, das Waren von Rewe als Einkäufer bezog (undatierte Aufnahme).
Ein Geschäft, das Waren von Rewe als Einkäufer bezog (undatierte Aufnahme). © REWE Group

Rewe war nach der Gründung zunächst vor allem für den Großeinkauf von Waren für die Mitglieder der Genossenschaften zuständig. Dabei ging es nicht immer um Lebensmittel.

Rewe: Lebensmittelgeschäfte in der Zeit der Rewe-Gründung

Mehrere Menschen in einem Lebensmittelgeschäft in den 1920er-/1930er-Jahren.
Mehrere Menschen in einem Lebensmittelgeschäft aus den Jahren nach der Rewe-Gründung (undatierte Aufnahme). © REWE Group

Lebensmittelgeschäfte sahen in den Jahren nach der Rewe-Gründung noch deutlich anders aus, als die Supermärkte, die man heute kennt.

Rewe: Gründung bis heute – „Existenz selbstständiger Kaufleute begründen“

Mehrere Frauen in einem Lebensmittelgeschäft.
Mehrere Frauen in einem Lebensmittelgeschäft, das einst zur Rewe-Handelsgruppe gehörte (undatierte Aufnahme). © REWE Group

Das Ziel von Rewe war laut Unternehmensangaben damals wie heute: „Die Existenz selbstständiger Kaufleute begründen, sichern und fördern, indem Rewe den gemeinschaftlichen Einkauf der Waren und deren Bezug zu wettbewerbsfähigen Konditionen für sie organisiert.“

Rewe: Genossenschaftlich organisiert – mit vielen Mitgliedern

Ein Geschäft, das zu den Mitgliedern bei Rewe gehörte.
Auch das Geschäft „Heinrich Luxem“ gehörte in der Frühzeit zu den Mitgliedern bei Rewe (undatierte Aufnahme). © REWE Group

Nach der Gründung 1927 wuchs Rewe schnell weiter. Immer mehr Mitglieder kamen in die Handelsgruppe. 1940 waren es bereits 106 Genossenschaften mit rund 8000 Mitgliedern.

Rewe: Welche Supermärkte gehörten früher dazu?

Ein miniMal-Markt von außen.
Bis 2006 gehörten noch viele andere Ketten zu Rewe, darunter auch „miniMal“ (Symbolbild). © Ralph Peters/Imago

Rewe, wie man es heute kennt, geht vor allem auf das Jahr 2006 zurück. Damals wurde Rewe unter dem neu gegründeten Dach der Rewe Group grundlegend umgebaut. Der Fokus wurde vor allem auf die Marke „Rewe“ gesetzt. Während zuvor auch viele kleinere Marken wie miniMal, HL, Stüssgen und Otto Mess zu Rewe gehörten, wurden diese und viele weitere am 25. September 2006 auf einen großen Schlag zu Rewe-Märkten umgeflaggt. Das sorgte auf einen Schlag für rund 3000 Rewe-Filialen in Deutschland. Diese Vertriebslinie wird bis heute verfolgt. Rewe gehört weiterhin zu den größten Einzelhändlern in Europa.

Die Rewe Group

Die Rewe Group steht schon seit Jahrzehnten für Expansion. Daher gehören heute auch nicht nur die Rewe-Supermärkte zur Vertriebslinie des Kölner Unternehmens. Mit Penny hat die Rewe Group auch einen eigenen Discounter im Haus. Unter Nahkauf werden kleinere Supermärkte mit Fokus auf lokale Nahversorgung betrieben. Dazu kommt mit Toom ein Baumarkt und mit Lekkerland ein großer Convenience-Händler. Außerdem ist die Rewe Group auch schon seit langem mit der DER Touristik Group in der Reisebranche aktiv.

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