Auslieferung per Fahrrad

Rewe Lieferservice setzt auf Lastenräder: Was ändert sich für die Kunden?

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Rewe liefert in Köln, Hamburg und Berlin per Lastenrad.
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Statt mit dem Auto liefert Rewe Lieferservice nun auch mit dem Lastenrad aus. Nach erfolgreichem Test in Köln werden die Räder auch in Hamburg und Berlin eingesetzt.

Köln – Seit Ausbruch des Coronavirus boomt das Geschäft der Lebensmittel-Lieferservices enorm. Da nun immer mehr Haushalte auf die Angebote der Bringdienste zurückgreifen, wächst die Zahl der Anbieter stetig. Nachdem Flink auch Köln und Düsseldorf erschlossen hat, plant auch Knuspr die Expansion in NRW.

Während Flink und Gorillas durch Schnelligkeit punkten möchten, übernimmt Rewe Lieferservice den klassischen Wocheneinkauf. Diesen liefert Rewe nun nicht mehr ausschließlich per Lieferwagen aus, sondern greift vermehrt auf Lastenräder zurück.

Statt mit dem Lieferwagen: Rewe Lieferservice mit Lastenrad unterwegs

Gänzlich neu ist die Auslieferung per Lastenrad nicht, denn Rewe testet die Liefer-Alternative bereits seit rund einem Jahr in Köln. Nach rund 40.000 Kilometern steht für den Supermarkt jedoch fest, dass die Lieferung per Lastenrad vor allem für Ballungsräume geeignet ist. Daher weitet Rewe die Fahrrad-Auslieferung nun in weitere Städte aus, so Rewe in einer Mitteilung.

Innerhalb dieser Städte liefert Rewe nun auch per Lastenrad:

  • Köln
  • Berlin
  • Hamburg

Auslieferung per Lastenrad: Was ändert sich für die Kunden?

Um die Auslieferung mit dem Fahrrad zu ermöglichen, hat Rewe in Köln zwei Hubs – Lagerräume, wo die Bestellungen zusammengestellt werden – errichtet. Nachdem Rewe die Hubs über Logistikzentren mit den Lebensmitteln beliefert, übernehmen die Fahrrad-Fahrer die letzten Meter. Ein ähnliches Konzept verfolgt auch der Express-Bringdienst Gorillas, der kürzlich in Düsseldorf expandiert ist.

Bei der Planung der Touren werden bestimmte Postleitzahlen im nahen Umkreis der Fahrradstandorte automatisch ausgewählt. Da weder die Größe der Bestellung noch die Produkte eine Rolle spielen, ändere sich für den Kunden nichts. Sie können so zum Beispiel sowohl Obst und Gemüse als auch Tiefkühlprodukte bestellen.

Um die Kühlkette jedoch einzuhalten, verwendet Rewe Trockeneis oder auch Gel-Packs. „Eine Software berechnet im Lager bei der Kommissionierung die exakt benötigte Menge“, sagt Rewe in der Mitteilung.

Rewe Lieferservice: VeloCarrier übernimmt die Auslieferung per Lastenrad

Obwohl die einjährige Testphase in Köln von Rewe selbst durchgeführt wurde, übernimmt nun der Dienstleister VeloCarrier die letzten Meter per Rad zum Kunden.

Rewe Lieferservice: Ist die Auslieferung per Fahrrad schneller als per Lieferwagen?

Obwohl Rewe mit den Hubs näher beim Kunden ist, ergebe sich keine zeitliche Differenz zum Lieferwagen. „Lastenräder sind nicht schneller als unsere Lieferfahrzeuge. Auch gibt es keinen Unterschied in der Pünktlichkeit, die grundsätzlich sehr hoch ist“, so Rewe.

Dennoch: „Wir gehen insgesamt schon von einem ökologischen Vorsprung aus, aber ob und wie hoch, das wird das Projekt zeigen“, heißt es von Seiten des Supermarkts.

Obwohl sich weitere Standorte für die Belieferung per Lastenrad anbieten würden, seien bislang keine Städte in Planung. Grundsätzlich seien jedoch Metropolregionen für die Auslieferung per Lastenrad geeignet, von Radtouren im ländlichen Bereich sehe der Supermarkt zunächst ab. Um die Nahversorgung im ländlichen Bereich sicherzustellen, hat die Rewe-Tochter Billa einen Mini-Shop in gleich vier Orten eröffnet. (jaw)

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