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Rewe: Darf ich meine eigene Dose an der Frischetheke nutzen?

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Von: Sofia Popovidi

Müll sparen, in dem man mit der eigenen Dose an der Frischetheke einkauft? Bei Rewe ist das aktuell nicht möglich. Doch warum sind die Dosen nicht erlaubt?

Köln – Immer mehr Supermärkte in NRW setzen sich mit dem Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz auseinander. Eine der großen Fragen, die sich auch Kunden stellen: Wie kann ich beim Einkaufen Müll und Plastik vermeiden?

Auch Rewe wird aktiv: Unter anderem sollen Werbeprospekte abgeschafft werden, um Papier zu sparen oder Plastiktüten werden Schritt für Schritt durch wiederverwendbare Beutel ersetzt. Auch an der Frischetheke kann Verpackungsmüll gespart werden: Kundinnen und Kunden können ihre mitgebrachte Plastikdose mit Wurst und Käse befüllen lassen. Doch das ist aktuell bei Rewe nicht mehr möglich.

Rewe: Eigene Dose darf nicht mehr zur Frischetheke gebracht werden

Wer an der Wurst- oder Käsetheke etwas einkauft, bekommt die Ware meist eingeschlagen in Papier oder mehreren Plastiklagen. Rewe führt vor einigen Jahren eine Änderung ein: Kundinnen und Kunden konnten ihre mitgebrachten Behälter auf einem Tablett kontaktlos dem Mitarbeiter an der Frischetheke überreichen. Dieser wurde dann mit dem gewünschten Produkt befüllt. Dieser Service fiel jedoch weg.

Ein Angebot, das einige scheinbar vermissen. Eine Kundin beschwerte sich im Sommer 2022 bei Facebook: „Rewe macht gerade eine riesen Kampagne zum Thema Nachhaltigkeit, aber an der Frischetheke darf man seine Box nicht mitbringen ‚wegen Corona‘, unverpacktes Brot beim Bäckerregal bekommt man auch nicht ‚wegen Corona‘. Finde ich wirklich schade.“

24RHEIN hat bei Rewe nachgefragt. Warum dürfen die mitgebrachten Dosen nicht mehr befüllt werden? Und wann wird der Service wieder möglich sein? Ein Rewe-Pressesprecher erklärt: „Es ist richtig, dass die Annahme von Mehrwegboxen an der Bedienungstheke aktuell nicht ermöglicht wird, weil dieser Service in Anbetracht des gegenwärtigen Corona-Infektionsgeschehens nicht bei allen unseren Kunden uneingeschränkt befürwortet würde“. Auch sei die Wiedereinführung aktuell nicht absehbar.

Was bedeutet Nachhaltigkeit?

Nachhaltig handeln heißt: Beim Verbrauch von Rohstoffen und Bodenschätzen der Erde wie Holz, Wasser, Erdöl oder Kohle nimmt man Rücksicht auf die nachfolgenden Generationen. Es wird dann nicht mehr von den Vorräten der Erde verbraucht, als auch nachwachsen kann.

Nachhaltigkeit in den Supermärkten: So setzen sich Lidl, Kaufland und Co. ein

An Supermärkten geht das Thema Nachhaltigkeit nicht vorbei. Dabei versuchen sie in verschiedenen Bereichen Veränderung zu schaffen: Kürzere Transportwege, weniger Verpackungsmüll und Lebensmittelverschwendung sowie Mehrwegsysteme. Doch auch Kundinnen und Kunden werden dazu animiert, nachhaltiger einzukaufen.

Der Discounter Lidl bietet beispielsweise eine Rettertüte mit unperfektem Obst und Gemüse an und kämpft so gegen Lebensmittelverschwendung. Eine weitere nachhaltige Maßnahme ist das Konzept von Unverpacktläden: Lebensmittel und Drogerieprodukte werden verpackungslos angeboten. In mitgebrachte Behälter können die Produkte abgefüllt werden.

In den Supermärkten sieht man das Konzept des Unverpackt-Laden nur selten. Kaufland ein ähnliches System ein: Mehrere Unverpackt-Stationen, an denen Kundinnen und Kunden Lebensmittel selbst abfüllen können. Aldi bietet wie einige andere Supermärkte und Discounter auch Mehrwegnetze für Obst und Gemüse an.

Dennoch: Auch bei Rewe wird Nachhaltigkeit großgeschrieben – denn das kommt gut bei den Kunden und vor allem der Umwelt an. (spo) Fair und unabhängig informiert, was in Köln und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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