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Fast neun Euro pro Kilo: Wieso Paprika im Supermarkt aktuell so viel kostet

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Von: Jana Wehmann

Die Paprika-Preise schnellen aktuell in die Höhe. Ein Kilogramm kostet beim Supermarkt Rewe fast neun Euro. Gründe sind nicht nur Ernteausfälle, sondern auch die Corona-Krise.

Köln – Nachdem der Supermarkt Rewe erst kürzlich wegen seiner Quarkbällchen Kritik ernten musste, können viele Kunden aktuell ihren Augen kaum trauen: Denn für ein Kilogramm Paprika müssen die Kunden bei Rewe aktuell schon mal fast neun Euro zahlen. Damit liegen die Preise mehr als doppelt so hoch wie gewohnt – dabei hat der Supermarkt das Problem nicht selbst in der Hand.

Paprika-Preise steigen in die Höhe: Fast neun Euro kostet eine Packung bei Rewe

Da der Paprika-Preis deutlich teurer ist als gewohnt, melden sich gleich mehrere Rewe-Kunden in den sozialen Medien beim Supermarkt. „Stimmt hier der Preis für Paprika oder ist es ein Fehler?“, schreibt ein Facebook-Nutzer an Rewe und weist auf das Preisschild von 8,99 Euro pro Kilogramm hin. Auch im Rewe Online-Shop kosten 500 Gramm 4,50 Euro, weswegen sich weitere Kunden bei Rewe melden.

„Frisches Obst und Gemüse unterliegt grundsätzlich Preisschwankungen“, sagt Thomas Bonrath von Rewe auf 24RHEIN-Nachfrage. Für diesen hohen Anstieg spielen allerdings zwei Gründe eine wesentliche Rolle.

Supermarkt Rewe: Wetter in Spanien und Marokko beeinflusst Preisanstieg bei Paprika

„Aktuell sind Paprika verhältnismäßig teuer, weil es in den aktuellen saisonalen Anbaugebieten Spanien und Marokko in den vergangenen Monaten Witterungsbedingungen gab, die die Ernte negativ beeinflusst haben“, sagt Bonrath weiter.

In Deutschland und in den Niederlanden seien die Paprika-Pflanzen noch nicht so weit, dass die Erzeuger den Ernteausfall im Ausland kompensieren könnten. Dadurch sei das Paprika-Angebot begrenzter als gewohnt. Die Frage ist, wie lange der Preis für Paprika noch hoch bleibt – immerhin stehen die ersten Pflanzen in den deutschen und niederländischen Gewächshäusern bald bereit*, wie wa.de* berichtet.

Preisanstieg: Corona-Krise beeinträchtigt die Lieferkette und erhöht die Paprika-Kosten

Doch zusätzlich zur geringeren Ernte sind nun im Einzelhandel weitere Auswirkungen des Coronavirus zu spüren: „Darüber hinaus hat auch die Pandemie in der Lieferkette nachteilige und Kosten erhöhende Auswirkungen. Daher besteht in Europa bei frischen Paprika gerade eine Warenverfügbarkeit, die die übliche Nachfrage nicht abdecken kann“, erklärt Bonrath auf 24RHEIN-Nachfrage.

Da sich die Nachfrage allerdings nicht verändert hat, das Angebot aber deutlich geringer geworden ist, sind die Preise aktuell deutlich höher als üblich. Ob sich die Situation und die Preise in Kürze erholen werden, lässt der Supermarkt offen.

Da die Supermärkte und Discounter in Deutschland auf den Obst- und Gemüse-Anbau im Ausland angewiesen sind, kommt es durch die Wetterlage immer wieder zu ungewöhnlichen Ausnahmen. So musste der Discounter Lidl kürzlich alle Zucchini einzeln in Plastikfolie verpackt verkaufen. (jaw)

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