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Rewe: Weniger Kassen, mehr Lieferung – wie sich Einkaufen verändert

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Von: Oliver Schmitz

Rewe baut sowohl seine Pick&Go-Filialen als auch den Lieferservice aus. Damit wird ein klarer Trend fortgesetzt. Wird zukünftig weniger Personal gebraucht?

Köln – Im Zuge der Digitalisierung und aktuellen Ereignissen wie der Corona-Pandemie durchlebt auch der Supermarkt-Einkauf derzeit einen großen Wandel. So wird nicht nur der Einkauf vor Ort durch Entwicklungen wie digitale Einkaufswagen immer smarter, sondern der tatsächliche Gang zu Supermarkt und Discounter seltener. Vor allem Rewe treibt viele Zukunfts-Technologien stark voran und setzt zunehmend auf kassenlose Supermärkte und den Lieferservice.

Rewe eröffnet weitere Pick&Go-Filiale – wie funktioniert das Einkaufen ohne Kasse

Einer der größten Supermarkt-Trends schwappt auch zunehmend nach Deutschland rüber: das Einkaufen ohne Kasse. Bei Rewe gibt es das in den neuen „Pick&Go“-Märkten. Bereits Ende 2021 wurde in Köln die erste kassenlose Rewe-Filiale eröffnet und nun kommt eine weitere dazu. In Berlin wurde der Markt in der Schönhauser Allee 130 zuletzt komplett für das „Pick&Go“-Konzept umgebaut. Nach Abschluss der Tests sollen die Kundinnen und Kunden in der Hauptstadt dann ab Spätsommer 2022 auch ganz ohne Kasse einkaufen können, teilte das Unternehmen Ende Juni mit.

Neue Rewe Pick&Go-Filiale in Berlin: Personal wird nicht reduziert

Der Eingangsbereich der Rewe Pick&Go-Filiale in Berlin.
So sieht der Eingangsbereich der neuen Rewe Pick&Go-Filiale in Berlin aus. © Rewe

Bei kassenlosen Supermärkten wie den Rewe Pick&Go-Filialen werden die Einkäufe mittels Kamera- und Sensortechnologie erfasst und nach dem Einkauf automatisch abgerechnet. Laut Rewe sei das „sicher und datensparsam“. Durch den geringeren Aufwand beim Bezahlen baut Rewe aber kein Personal ab. Nach der Wiederöffnung wie zuvor 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Berliner Filiale tätig sein. Sie würden sich aber zukünftig mehr auf anderen Aufgaben wie Einkaufs-Beratung fokussieren.

So funktioniert Rewe Pick&Go:

Neben Pick&Go testet Rewe zudem bereits weitere Einkaufs-Möglichkeiten ohne Kasse. In eine sehr ähnliche Richtung geht auch das Konzept der Supermärkte ohne Kassierer. Diese haben nur noch Selbstbedienungskassen und kommen mit deutlich weniger Personal aus. Zudem sind sie häufig auch deutlich länger und öfter geöffnet. Beispielsweise testet Rewe in Bayern mit „Josefs Nahkauf Box eine solche Mini-Filiale ohne Kassierer. Diese hat sogar fast durchgehend geöffnet – also sieben Tage die Woche und in der Woche sogar 24 Stunden am Tag.

Rewe-Lieferservice in Frankfurt und Nürnberg ausgeweitet – das ändert sich

Neben der Veränderungen der Supermarkt-Filialen wird auch der Rewe-Lieferservice immer weiter vorangetrieben. Nicht nur immer mehr Haushalte erhalten die Möglichkeit, die Lebensmittel-Lieferung zu nutzen, sondern auch der Service und das Angebot an sich werden zunehmend ausgebaut.

Rewe hat nun in Frankfurt am Main und Nürnberg sogenannte „Food Fulfillment Center“ eröffnet, durch welche der Lieferservice in den Stadträumen stark ausgeweitet wird. Mit mehr Zeitfenstern, einem größeren Angebot und auch neuen Services wie „Same Day“-Lieferungen. Ein weiterer Zukunfts-Trend auch beim Supermarkt-Einkauf ist natürlich das Thema Nachhaltigkeit. Um dem zunehmend gerecht zu werden, möchte Rewe die Werbeprospekte aus Papier abschaffen. (os) Fair und unabhängig informiert, was in Deutschland und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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