Corona-Umfrage

Jeder Dritte möchte noch im März einen Corona-Schnelltest machen – und zwar für private Treffen

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Jeder Dritte plant noch im März einen Corona-Schnelltest im Einzelhandel kaufen zu wollen (Symbolbild).
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Die Corona-Schnelltests werden von der Mehrheit der Deutschen für private Treffen durchgeführt. Das sind die Top-Gründe für einen Corona-Test.

Köln/Hamburg – Sie sollen ein Mittel gegen die Corona-Pandemie sein und ein Stück weit mehr Normalität ermöglichen: Corona-Schnelltests. Seit Anfang März sind nun die ersten Test-Kits zur Eigenanwendung im Handel und können vom Laien durchgeführt werden. Nachdem Aldi Süd als erster Händler den Verkauf der Corona-Schnelltests gestartet hatte, waren die ersten Sets innerhalb kürzester Zeit ausverkauft.

Kein Wunder, denn die Mehrheit der Deutschen kann sich auch vorstellen, die Tests zu nutzen. Konkret plant etwa jeder Dritte noch im März einen Schnelltest durchzuführen. Das geht aus der wöchentlichen Corona-Befragung des Marktforschungsinstituts Appinio hervor. Im Corona-Report wurden 1.000 Menschen befragt, inwiefern sie mit den Schnelltests für das Coronavirus planen und warum sie sich testen lassen.

Corona-Schnelltests für Zuhause: Das sind die 4-Top-Gründe für einen Test

Die Drogerien Rossmann und dm waren die ersten Händler, die den Verkauf der Tests angekündigt hatten, inzwischen gibt es die Schnelltests – wie auch die Schutzmasken – in Apotheken, Drogerien, im Einzelhandel oder auch im Supermarkt. Wo es die Corona-Schnelltests nun im Handel gibt, berichtet 24RHEIN.

Der Großteil (62 Prozent) würde einen Corona-Schnelltest nutzen, damit sie bei Treffen mit Freunden und Familie, die zur Risikogruppe gehören, abgesichert sind. Viele Deutsche können sich die Tests aber auch vor Restaurant- und Bar-Besuchen (60 Prozent) oder Freizeitaktivitäten in geschlossenen Räumen vorstellen. Folgende Gründe für einen Corona-Schnelltest wurden am häufigsten genannt:

GrundHäufigkeit
private Treffen62 Prozent
Besuche von Restaurants und Bars60 Prozent
Besuch im Museum oder Kino57 Prozent
Besuch im Schwimmbad oder Sauna55 Pozent

Teststationen: Kostenlose Corona-Schnelltests werden bisher nur selten genutzt

Die Möglichkeit eines wöchentlichen kostenlosen Schnelltests, wie es die Bundesregierung vorsieht, wurde bisher nur von einer Minderheit wahrgenommen (sieben Prozent). Neben dem kostenlosen Test-Angebot am Flughafen Dortmund gibt es in Köln gleich mehrere kostenlose Corona-Testzentren.

Ein Teil der Befragten, die aktuell planen, sich in einem Testzentrum auf das Coronavirus testen lassen zu wollen, erledigen den Test meist jobbedingt (41 Prozent) oder um Gewissheit für sich selbst zu haben (36 Prozent).

Corona-Schnelltest-Stationen: Einzelhandel punktet durch Angebot vor Filialen

Die Einführung kostenloser Corona-Schnelltestzentren von Einzelhändlern – wie die Drogerie dm vor über 1.000 Filialen – kommt bei den Deutschen sehr gut an – und das, obwohl gerade einmal 45 Prozent von diesen Vorhaben erfahren haben.

Obwohl mehr als die Hälfte der Befragten weiß, dass der Staat für die anfallenden Kosten der kostenlosen Schnelltests aufkommt, denkt jedoch knapp jeder Zehnte, dass die Einzelhändler selbst oder die Krankenkassen die Kosten übernehmen.

Wer noch für die Osterfeiertage einen Corona-Schnelltest kaufen möchte, sollte auf die Öffnungszeiten der Supermärkte achten. Denn erstmals betreffen die Corona-Maßnahmen auch die Supermärkte, sodass diese über Ostern teils schließen werden. (jaw)

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