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Mehrere Galeria Karstadt Kaufhof-Filialen könnten übernommen werden

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Von: Oliver Schmitz

Wegen drohender Insolvenz sollen etliche Filialen von Galeria Karstadt Kaufhof schließen. Doch es gibt Interessenten für mögliche Übernahmen.

Köln – Die Zukunft von Galeria Karstadt Kaufhof ist erneut gefährdet. Um eine potenzielle Insolvenz abzuwenden, hat die Kaufhauskette Ende Oktober erneut ein Schutzschirmverfahren eingeleitet. Die Folge: Bis zu 90 Filialen von Galeria Karstadt Kaufhof sollen schließen. Das ruft Investoren auf den Plan. Zwischenzeitlich hatte Markus Schön, Chef des Onlinehändlers Buero.de, angekündigt, gerne 47 Standorte übernehmen zu wollen. Diese Übernahme ist mittlerweile geplatzt. Aber es soll noch andere Interessenten – und konkrete Angebote geben.

Erstes Übernahmeangebot für Filialen von Galeria Karstadt Kaufhof

Am 21. Dezember wurde bekannt, dass Galeria Karstadt Kaufhof ein erstes Übernahmeangebot für mehrere Filialen erhalten hat. Das bestätigte ein Sprecher der Kaufhauskette der Deutschen Presse-Agentur. Noch vor Weihnachten hatte man weitere Angebote von mehreren anderen Interessenten erwartet. Zu den Namen der Interessenten und zur Frage, für welche Häuser sich die potenziellen Investoren interessierten, wollte der Sprecher aus Vertraulichkeitsgründen nichts sagen.

Somit ist aktuell noch unklar, welche Filialen übernommen werden könnten. Buero.de hatte ursprünglich Interesse an 47 Kaufhäusern von Galeria Karstadt Kaufhof angemeldet. Dabei ging es vor allem um Filialen in mittelgroßen Städten. Seit der geplatzten Übernahme durch den Online-Händler ist die Zukunft der Filialen offen. Ob die anderen Übernahme-Interessenten auf ähnliche Märkte abzielen, ist derzeit noch nicht bekannt.

Das Logo von Galeria an der Schaufensterfront an der Hauptwache in Frankfurt. Der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof will bundesweit zahlreiche Filialen schließen.
Alle Galeria Karstadt Kaufhof-Filialen, die nach der Schließungswelle übrig bleiben, werden zukünftig wohl ans neue „Galeria“-Konzept angepasst. © Boris Roessler/dpa

Schließungen bei Galeria Karstadt Kaufhof: An diesen 47 Filialen hatte Buero.de Interesse

Anfang November hatte Bild eine Liste mit den Filialen veröffentlicht, die Markus Schön und buero.de ursprünglich übernehmen wollten. Dabei ging es um folgende Häuser von Galeria Karstadt Kaufhof:

Galeria Karstadt Kaufhof: Das hatte Buero.de geplant

Die Pläne von Buero.de waren ambitioniert. Unternehmenschef Markus Schön wollte die Filialen unter neuem Namen weiterführen. Geplant war, dass die bisherigen Galeria Karstadt Kaufhof-Warenhäuser zukünftig „Schön hier“ heißen sollten. Insgesamt wollte Buero.de ein Geld „im dreistelligen Millionenbereich“ für die Übernahme und Umgestaltung investieren. Auch wenn die Übernahme geplatzt ist, könnte es künftig dennoch Kaufhäuser unter diesem Namen geben. Denn Schön will seinen Plan dennoch in die Tat umsetzen. Sowohl Markenrechte, Internet-Domains als auch Logo wurden bereits gesichert.

Galeria Karstadt Kaufhof: Welche Filialen müssen wann schließen?

Konkret hatte Unternehmenschef Miguel Müllenbach angekündigt, dass das Galeria Karstadt Kaufhof-Filialnetz von 131 Kaufhäusern „um mindestens ein Drittel reduziert werden“ müsse. Darunter auch einige Filialen aus Nordrhein-Westfalen. Danach wurde durch ein internes Schreiben bekannt, dass offenbar sogar bis zu 90 Filialen die Schließung droht. Viel mehr weiß man aber noch nicht. „Welche Häuser geschlossen werden, steht heute noch nicht fest“, sagte der Galeria-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz der dpa am 10. November. „Wir gehen davon aus, dass es im Laufe des Januars [2023] des kommenden Jahres Klarheit darüber geben wird.“ Mit verschiedenen Interessenten, die sich für Engagements an Galeria-Standorten interessieren, soll es bereits Gespräche geben.

Lediglich bei der Kölner Karstadt-Filiale in der Breite Straße ist bereits klar, dass sie zumindest mittelfristig schließen wird. Dort hatte der Eigentümer einen Abriss und Neubau angekündigt, jedoch ohne Galeria-Beteiligung. (os mit dpa) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren. Hinweis: Dieser Artikel wurde zuletzt am 30. Dezember inhaltlich aktualisiert und auf den neuesten Stand gebracht.

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