Studie zum Einkaufsverhalten

Shopping in der Corona-Krise: Verbraucher werden immer bequemer – und wollen es bleiben

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Durch die Corona-Krise hat sich das Shopping-Verhalten verändert.
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Durch die Corona-Krise hat sich das Einkaufsverhalten verändert und viele Verbraucher kaufen verstärkt online ein. Thalia und Decathlon sind Corona-Gewinner.

Düsseldorf – Mit Ausbruch des Coronavirus in NRW hat sich auch das Kauf- und Konsumverhalten der Deutschen verändert. Um Kontakte zu reduzieren, greifen immer mehr Verbraucher auf Lebensmittel-Lieferservices wie Rewe Lieferdienst, Picnic oder auch Gorillas zurück. Doch nicht nur im Lebensmitteleinzelhandel hat sich das Shopping-Verhalten verändert, auch bestellen die Deutschen häufiger online.

Etwa ein Drittel der Verbraucher plant sogar, das durch die Corona-Krise veränderte Einkaufsverhalten auch nach der Pandemie beizubehalten. Das ist das Ergebnis der Studie „Restart – Wiederbelebung des stationären Einzelhandels nach Corona“, für die das Beratungsunternehmen Horn & Company über 1.000 Verbraucher befragte.

Supermarkt: In der Corona-Krise wird Bequemlichkeit wichtiger, Preis weniger

Während der Pandemie haben Verbraucher verstärkt online in den Bereichen Bekleidung, Schuhe, Accessoires, Bücher, Elektronik und Sportartikel eingekauft. Weniger stark hingegen im Bereich Lebensmittel und Drogerieartikel. Das ist nicht verwunderlich, denn der stationäre Lebensmitteleinzelhandel ist nicht wie die meisten Bekleidungs-Geschäfte in den Innenstädten vom Lockdown betroffen.

Interessant ist jedoch, dass die Konsumenten ihr Einkaufsverhalten im stationären Handel verändert haben: weniger Einkaufsvorgänge und eine geringere Anzahl verschiedener Händler. Daher hat bei der Wahl der Einkaufsstätte die Bequemlichkeit deutlich an Bedeutung zugenommen, der Preis wird immer irrelevanter. Große Supermärkte, die ein breites Produktsortiment anbieten, gehen daher als Corona-Gewinner hervor.

Deshalb ist es auch kein Wunder, dass der Durchschnitts-Kassenbon länger geworden ist. Denn durch Bequemlichkeit und Zahl der Einkaufsstätten kaufen Verbraucher häufiger in einem Geschäft alle nötigen Produkte ein.

Corona-Krise: Online-Shopping gewinnt an Bedeutung – auch nach der Pandemie

Aus der Verbrauchersicht stechen einige Einzelhändler besonders hervor, die sich während der Corona-Pandemie mit Hygiene-Konzepten, dem Sortiment oder der Omni-Channel-Kompetenz – also das Steuern zahlreicher Vertriebskanäle – erfolgreich an die neue Situation angepasst haben. Folgende Händler überzeugten die Verbraucher:

BrancheSämtliche HändlerAls Omni-Channel-Anbieter
BekleidungZalandoDeichmann
BücherAmazonThalia
Drogeriedm
ElektronikMedia Markt
Lebensmittel Rewe
MöbelIkea
Sport/FreizeitAmazonDecathlon

Erfolgreiche Omni-Channel-Konzepte werden von den Kunden honoriert. Thalia und Decathlon als „Corona-Champions“ in ihren Fachhandelssegmenten zeigen, dass Verbraucher auf einen erfolgreichen Channel-Mix reagieren. Daher werden Online-Handelsplattformen nicht nur für Verbraucher wichtiger, auch sollten sich Einzelhändler verstärkt darauf konzentrieren.

Denn obwohl es Abhol-Angebote, wie Click&Collect, bereits seit Jahren gibt, nutzen nur wenig Verbraucher den Service. Viele Kunden nehmen lieber den einfacheren Weg und kaufen online ein. (jaw)

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