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Microgreens aus Düsseldorf – was steckt hinter dem Mikro-Gemüse?

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Von: Jana Wehmann

Mini-Pflanzen stehen auf einem Tisch.
Der Trend aus den USA kommt nach Deutschland: Caroline Busch und Aljoscha Dickmann bauen Microgreens an (Symbolbild). © Madeleine Steinbach/IMAGO

Die zwei Düsseldorfer Caroline Busch und Aljoscha Dickmann haben Stadt Greens gegründet und bauen Mikro-Gemüse an. Was hinter dem Trend von Microgreens aus den USA steckt.

Düsseldorf – Wer an Superfoods denkt, hat meist Goji-Beeren, Chia-Samen oder auch Mandeln im Kopf. Dabei zählen grüne Kräuter und Keimlinge ebenso zu den Superfoods, sie haben meist höhere Vitalstoffe als ausgewachsenes Gemüse. Die Gemüse-Keimlinge werden auch Microgreens bezeichnet und werden unmittelbar nach der Entwicklung der Keimblätter geerntet.

In den USA landen die Micogreens schon lange auf dem Teller, in Deutschland kommt der Trend langsam an. Das haben auch die zwei Düsseldorfer Caroline Busch und Aljoscha Dickmann mitbekommen und bauen nun ihr eigenes Mikro-Gemüse an. Dafür haben sie während der Corona-Krise ihr Start-up Stadt Greens in Düsseldorf gegründet.

Trend aus den USA: Was sind Microgreens?

Mircogreens sind Keimlinge, die sich noch im frühen Entwicklungsstadium – zwischen der Sprosse und der ausgewachsenen Pflanze – befinden. In diesem Stadium hat das Mikro-Gemüse die höchste Dichte an Vital- und Nährstoffen und steckt voller Vitamine, Bitterstoffe oder auch pflanzlicher Proteine. Sie werden als Nahrungsergänzungsmittel in Gerichten verarbeitet oder auch als Topping verwendet. Die Keimlinge schmecken sowohl süß als auch würzig.

Düsseldorf: Stadt Greens baut Microgreens an – die Gründungsidee

Caroline Busch und Aljoscha Dickmann haben Stadt Greens im vergangenen Herbst gegründet, den Trend kennen sie allerdings schon lange. Denn Gesundheit und Ernährung spielt bei den beiden im Alltag eine große Rolle: Während Aljoscha Dickmann Bewegung Gesundheit studiert hat und aktuell eine Ausbildung zum Ernährungsberater absolviert, ist Caroline Busch als Heilpraktikerin für Psychotherapie tätig.

„Wir beide achten auf eine gesunde Ernährung und uns ist wichtig, wo die Produkte, die wir einkaufen, herkommen“, sagt Busch im 24RHEIN-Gespräch. Die Idee, sich mit Microgreens selbstständig zu machen, hatte Dickmann schon lange. Nur der richtige Zeitpunkt fehlte bislang: „Die Corona-Situation war dann sozusagen der Startschuss, um mit diesem Hintergrund Stadt Greens ins Leben zu rufen“, erklärt Busch.

Stadt Greens in Düsseldorf: Wo die Microgreens angebaut werden – die Produkte

Da den beiden Düsseldorfern neben der gesunden Ernährung auch Regionalität wichtig ist, bauen sie ihr Mikro-Gemüse in Düsseldorf-Hamm in einem Hof auf der Fährstraße an. „Wir bauen unsere Microgreens hier vor Ort, in Düsseldorf an, sie werden hier geerntet und sind in kürzester Zeit bei unseren Kunden“, erklärt Busch das Prinzip im 24RHEIN-Gespräch. Da den beiden Düsseldorf am Herzen liegt, lautet ihr Motto: „Aus der Stadt, für die Stadt“.

Dieses Mirko-Gemüse baut Stadt Greens an:

Microgreens aus Düsselorf: Das Anbau-Prinzip von Stadt Greens

Angebaut werden die Micro-Greens nach dem Prinzip Vertical-Farming (vertikale Landwirtschaft). Das bedeutet: Die Keimlinge werden in übereinander gelagerten Ebenen angebaut. Vor allem in Großstädten kommt die Methode der urbanen Landwirtschaft vermehrt zum Einsatz.

Stadt Greens aus Düsselorf: Gibt es die Microgreens im Supermarkt?

Um die Lieferwege und -ketten so kurz wie möglich zu halten, liefert Stadt Greens das Mikro-Gemüse bislang nur innerhalb von Düsseldorf und der näheren Umgebung aus. Ob es das Mikro-Gemüse von Stadtgreens bald auch im Supermarkt gibt, steht noch nicht fest.

Darüber nachgedacht haben sie allerdings schon, so Busch. „Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht getroffen, wir wollen schauen, wo die Reise hingeht. Dass die Leute sich ihre Stadt Greens im Supermarkt kaufen können, wäre schon toll“, sagt Caroline Busch im 24RHEIN-Gespräch.

Vorerst wollen die beiden Düsseldorfer mit einer Art Abholstation bei ausgewählten Einzelhändlern arbeiten. Einen Feinkostladen, der die Micorgreens bald anbietet, konnten die beiden bereits überzeugen. Ob sich der Trend in Deutschland durchsetzen wird, bleibt abzuwarten.

Ebenso innovativ ist auch das Konzept vom Start-up Veggie Specials aus Köln. Das Unternehmen kauft Produkte, die nicht die korrekte Füllmenge haben, von großen Herstellern ein und vertreibt sie unter einem neuen Label. (jaw)

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