1. 24RHEIN
  2. Leben im Westen
  3. Shopping

NRW: Schokolade und Alkohol deutlich teurer – doch es gibt auch eine gute Nachricht

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Benjamin Stroka

Ein Mann geht mit seinem Einkaufswagen an Regalen mit alkoholischen Getränken vorbei.
Die meisten Genussmittel wurden in NRW 2021 deutlich teurer (Symbolbild). © Federico Gambarini/dpa

Wer gerne mal was Süßes isst oder ein Glas Wein trinkt, musste 2021 tiefer in die Tasche greifen. Die Preise für Genussmittel in NRW sind deutlich gestiegen – außer bei Bier.

Düsseldorf – Viele Kundinnen und Kunden haben es in den vergangenen Monaten im eigenen Portemonnaie bemerkt: Einkaufen in NRW wurde deutlich teurer. Das Statistische Landesamt hat nun genaue Daten zu den gesteigerten Preisen bei Genussmitteln für NRW veröffentlicht. Die zeigen: Besonders bei Schokolade und Süßwaren musste im Vergleich zu 2020 deutlich tiefer in die Tasche gegriffen werden. Gute Nachrichten gibt es nur beim Bier.

Preise in NRW: Süßwaren und Schokolade steigen deutlich

ProduktPreisänderung zum Vorjahr (2021)Preisänderung zum Vorjahr (2020)
Süßwaren+ 3,2 %- 1,0 %
Tabakwaren+ 3,1 %+ 4,9 %
Schokolade+ 3,0 %- 0,2 %
Spirituosen+ 2,2 %- 0,4 %
Wein+ 2,0 %- 0,7 %
Bier- 0,3 %- 1,1 %

Bei den Preisen von Genussmitteln hat es Schokolade und Süßwaren 2021 am stärksten getroffen. Dort mussten Kunden 3,0 beziehungsweise 3,2 Prozent mehr bezahlen, wie das Statistische Landesamt am Freitag in Düsseldorf mitteilte. Teurer wurden erneut auch Tabakwaren, allerdings stiegen hier die Preise mit 3,1 Prozent nicht so stark, wie noch 2020 (+ 4,9 Prozent).

Die meisten alkoholischen Getränke wurden ebenfalls deutlich teurer. Für Spirituosen mussten 2,2 Prozent, für Wein 2,0 Prozent mehr gezahlt werden. Billiger wurde im vergangenen Jahr Bier, allerdings nur um bescheidene 0,3 Prozent. Im Gesamtdurchschnitt sind die Verbraucherpreise in NRW 2021 um 3,2 Prozent gestiegen.

Preise in NRW: Schokolade, Pralinen und Alkohol deutlich teurer – woran liegt es?

Die deutlich höheren Preise 2021 lassen sich wohl auch auf die durch die Corona-Pandemie bedingte temporäre Senkung der Mehrwertsteuer zwischen Juli und Dezember 2020 begründen. Exakt beziffern lasse sich der Einfluss der Mehrwertsteuersenkung laut Statistischem Landesamt aber nicht. „Die Preise für Genussmittel lagen aber im Durchschnitt des Jahres 2020 bei fast allen hier betrachteten Gütern unter denen des Jahres 2019“, teilt ein Sprecher mit.

Nur Tabak war 2020 teurer als 2019. Das liegt aber daran, dass für Tabakwaren, neben der Mehrwertsteuer, auch die Tabaksteuer erhoben wird. Diese wurde 2020 nicht gesenkt. (bs) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant