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Einkaufen im Supermarkt: Experte erklärt, welche Lebensmittel teurer werden

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Von: Oliver Schmitz

In ganz Deutschland sind die Lebensmittel im Supermarkt zuletzt teurer geworden. Ein Ende ist dabei nicht in Sicht. Bei diesen Produkten drohen nun Preisanstiege.

Köln – Seit Wochen steigen in deutschen Supermärkten die Preise teils schlagartig an. Vor allem Lebensmittel wie Eier, Öl und Gemüse sind davon bisher betroffen. Viele weiteren könnten nun folgen. Welche Produkte sind in Nordrhein-Westfalen betroffen – und warum?

Preise im Supermarkt: Diese Lebensmittel in NRW könnten bald teurer werden

Preisanstieg Lebensmittel in NRW: Getreide-Produkte am stärksten betroffen

Insbesondere bei Getreide-Produkten dürften die Einkaufs-Preise bald deutlich ansteigen. Ob im Supermarkt oder beim Bäcker: Unter anderem Brötchen oder Kuchen könnten dann für ein größeres Loch im Geldbeutel sorgen, wie ein Sprecher der Verbraucherzentrale NRW gegenüber 24RHEIN bestätigt. Demnach sind ganz grundsätzlich Preisanstiege bei weiterverarbeiteten Getreide-Produkten wie eben Backwaren „nicht auszuschließen“. Dazu gehören dann auch Hartweizen-Erzeugnisse wie Nudeln, Couscous und Bulgur, die bereits teurer geworden sind.

Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes untermauern diese Vermutung. Im letzten Preisvergleich vom August 2021 sind die Getreidepreise 34,4 Prozent höher als im Vorjahr. Laut dem Sprecher der Verbraucherzentrale NRW liegt das untere anderem auch an Ernteausfällen. Jedoch ist das nicht der alleinige beziehungsweise nicht mal der Hauptgrund für die bald teureren Preise von Brötchen und Co, wie der Experten erklärt. Der Hauptfaktor seien vielmehr die viel höheren Energie-Preise. Diese würden sich „entlang der ganzen Produktions-Kette“ auswirken, sowohl Transport als auch Herstellung sind dadurch viel teurer.

Lebensmittel werden teurer: Große Brauereien kündigen teurere Bier-Preise an

Ein Getreide-Produkt, welches zukünftig ebenfalls teurer werden soll, ist Bier. Mit der Radeberger Gruppe, Krombacher und Veltins haben gleich drei führende deutsche Brauereien angekündigt ihre Preise für die Gastronomie und den Handel im Frühjahr 2022 spürbar zu erhöhen. Als Gründe wurden generelle Kostensteigerungen wie eben im Energiebereich angegeben.

Wie der Branchendienst GetränkeNews schätzt, dürfte ein Glas Bier in der Kneipe rund 30 bis 50 Cent teurer werden. Der Preis für den Bierkasten im Handel solle hingegen rund einen Euro steigen. Für die Branchen-Experten sei zusätzlich absehbar, dass andere Brauereien dem Vorbild von Radeberger und Co. folgen werden.

Teurere Lebensmittel in NRW: Sonntagsbraten könnten ebenfalls teurer werden

Das Problem der teureren Rohstoffe wie Öl, Gas, Diesel und Benzin wirkt sich auch auf viele andere Lebensmittel-Bereiche wie Obst und Gemüse aus. Einige Dinge wie Salat, Tomaten und Kartoffeln wurden bereits teurer – weitere Preisanstiege sind laut Verbraucher-Experten immer noch wahrscheinlich.

Das Gleiche droht nach seiner Einschätzung auch Molkereiprodukte oder Fleisch. Somit ist es „möglich“, dass bald auch Milch oder der beliebte Sonntagsbraten mehr kosten als bisher gewohnt. Dabei müssen diese Preis-Anstiege gar nicht unbedingt immer mit höheren Kosten an anderer Stelle zusammenhängen. Manche Lebensmittel-Hersteller oder Geschäfte könnten den „allgemeinen Preisauftrieb nutzen um andere Preise zu erhöhen“, erklärt der Sprecher der Verbraucherzentrale NRW.

Lebensmittel in NRW immer teurer? Verbraucher-Experte zeigt sich positiv

Auch wenn die Lebensmittel-Preise in ganz Deutschland und NRW also vorerst weiter ansteigen werden, gibt der Sprecher der Verbraucherzentrale abschließend auch eine Entwarnung: „In Deutschland haben wir generell ein niedriges Preisniveau für Lebensmittel“ und grundsätzlich würde so oder so „auch nicht alles teurer“.

Demnach steigen die Kosten zwar prozentual deutlich an, jedoch hat das für die allermeisten Menschen real kaum Auswirkungen. Für einige wenige aber schon, worauf der Experte in einem Appell an die Politik auch deutlich hinweist: „Gesunde Ernährung darf keine Frage des Geldbeutels werden“. Vor allem Menschen mit einem niedrigen Einkommen müssten unterstützt werden. Konkret sollten demnach auch Schulessen nicht teurer werden. (os mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren

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