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Stüssgen, Plus, Minimal: Diese Supermärkte gibt es heute nicht mehr

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Von: Oliver Schmitz

Links ein eine Extra-Filiale vor vorne, in der Mitte eine Spar-Filiale von vorne und rechts ein Schild mit dem Kaiser‘s Logo. (IDZRW-Montage)
Viele Supermarkt-Ketten wie Extra, Spar oder Kaisers verschwanden erst in den 2000er Jahren nach jahrzehntelanger Existenz. (IDZRW-Montage) © Rust/Imago & Lem/Imago & Ina Fassbender/dpa

In Deutschland haben in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Supermärkte für immer geschlossen. Mit dabei: Stüssgen, Plus und Minimal.

Köln – Seit der Eröffnung des ersten deutschen Selbstbedienungsladens Mitte des 20. Jahrhunderts hat sich das Einkaufs-Angebot auf dem deutschen Lebensmittel-Markt stetig verändert. Während sich einige Supermärkte und Discounter langfristig durchsetzen konnten, mussten viele andere Ketten wieder schließen. Die Gründe dafür waren teils sehr unterschiedlich.

Diese Supermärkte gibt es heute nicht mehr

Supermärkte in Deutschland: Rewe, Edeka und Metro haben andere Märkte übernommen

Die häufigste Ursache für das Verschwinden von Supermarkt-Ketten war eine Übernahme durch ein anderes Unternehmen. Dabei waren vor allem die heutigen Größen Rewe, Edeka und Metro aktiv. Vor allem Mitte der 2000er Jahre verschwanden in der Folge mehrere Ketten wie Extra oder Minimal. Die Minimal gehörte wie auch HL-Markt, Toom Markt oder Penny ursprünglich zur Leibbrand-Gruppe, die 1972 zuerst teilweise und 1989 komplett von Rewe übernommen wurde. Doch erst nach und nach verschwanden die Marken aus den deutschen Städten.

Ebenfalls von Rewe geschluckt wurde Stüssgen. Die im Rheinland verbreitete Traditions-Kette hatte zuvor hunderte Filialen rund um Köln und Bonn. Der Name ging auf den Lebensmittelkaufmann Cornelius Stüssgen (1877–1956) zurück, der die Kette bereits 1897 in Köln-Ehrenfeld gegründete hatte. Der Laden verfügte damals schon über die große Besonderheit, dass er täglich von 4 bis 23 Uhr und somit 19 Stunden geöffnet war. Und das auch an Sonn- oder Feiertagen. Die Rewe-Übernahme von Stüssgen erfolgte zwar bereits in der 1980er, die finale Auflösung aber erst 2006.

Ehemalige Supermarkt-Ketten: Real-Zerschlagung ist Besonderheit

Weitere Gründe für die Auflösung von Supermarkt-Ketten waren Umbenennungen beziehungsweise „Umflaggungen“ wie bei Plaza, Dixi oder Ledi. Auch die Übernahme von Standorten durch andere Unternehmen ist keine Seltenheit. Ein aktuelles Beispiel ist dafür die Real-Zerschlagung. Die rund 270 Märkte wurden zum Großteil an die Konkurrenz wie Kaufland oder Globus übergeben. Einige wenige Real-Filialen werden unter neuem Namen und Logo weitergeführt. (os) Fair und unabhängig informiert, was in Deutschland und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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